Mut zum Neuanfang: Es ist nie zu spät

Veröffentlicht am 27 Kommentare zu Mut zum Neuanfang: Es ist nie zu spät
Lies hier, warum es nie zu spät für einen Neuanfang im Leben ist. Ob mit 30, 50 oder 60 Jahren - man kann den Mut zum Neuanfang finden

Ein Neuanfang im Leben hat keinen perfekten Zeitpunkt. Und trotzdem warten viele genau darauf. Auf den richtigen Moment. Darauf, dass sich das Leben irgendwie von selbst neu sortiert.

Astrid vom Blog „Kaffeekochen war gestern“ sammelt unter „Mach neu – eine Blogparade über das alles auf Anfang Gefühl“ Texte über Neuanfänge. Ich habe schon öfter zum Thema „Neues wagen“ sowie über meinen persönlichen Mut zum Neuanfang mit Mitte 50 gebloggt. Genau mein Ding also. Zudem hatte ich bei Rückblicken in letzter Zeit öfter ein leicht amüsiertes Gefühl von „wie sowas von sowas kommt“ – auch in der Rückschau auf meinen Neuanfang.

Neuanfang im Leben

Einen Neustart kann man in jedem Alter wagen – ob mit 30, 50 oder 60. Viele Menschen spüren den Wunsch nach einer Lebensänderung schon lange, finden jedoch den Mut zum Neuanfang nur schwer. Was aber, wenn der Neuanfang schon mit einer einfachen Frage beginnt: Was wäre, wenn ich mein Leben noch einmal neu erzählen könnte? Britta Langhoff spürt dieser Frage entlang der Geschichte ihres eigenen Neuanfangs nach.

Was wäre, wenn Dein Leben auch anders hätte verlaufen können?

Ich glaube, dass wir alle tief in uns mehrere Versionen unseres Lebens, unseres Selbst tragen. Das Leben, das wir tatsächlich führen. Die Leben, die wir hätten führen können, wenn wir uns an entscheidenden Stellen unseres Lebens anders entschieden hätten. In ruhigen Momenten melden diese andere Versionen sich manchmal zurück. Oft in Phasen, in denen sich unser Leben, unser Alltag nicht mehr richtig rund anfühlt. Meistens in Lebensphasen, die mit dem Übergang von einem Lebensabschnitt in einen neuen übergehen. Schnell verbunden mit der Befürchtung:

Britta Langhoff fragt im Blog: War das jetzt alles oder kommt da noch was ? Mut zum Neuanfang

Die Frage, von der ich jetzt weiß, dass sie alles verändert hat

Ich habe lange gedacht, ein Neuanfang sei etwas für andere. Für Menschen, die alles hinter sich lassen. Die einen radikalen Schnitt machen. Aber wie sicher viele andere auch stellte ich mir manchmal vor: Was, wenn ich anders abgebogen wäre in meinem Leben?

Was wäre, wenn ich mein Leben noch einmal neu erzählen könnte?

Astrid hat dazu in ihrem Aufruf zur Blogparade die wunderbare Formulierung gefunden:

Was wäre, wenn man eine Coverversion des eigenen Lebens herausbringen könnte?

Ich feiere sie für diese Formulierung. Denn letzten Endes war genau das die Ausgangsfrage, die mich vor vor einigen Jahren beschäftigte. Was würde ich erzählen, wenn ich eine Coverversion meines Lebens herausbringen würde?

Daraus entwickelte sich mein Schreibprojekt. Die coole Formulierung Coverversion ist mir nicht eingefallen, aber das waren die Fragen, die mir im Kopf rumspukten. Was, wenn ich mit 30 anders abgebogen wäre? Wie hätte es sich entwickelt, wenn ich einen anderen Ort, eine andere Heimat gewählt hätte? Ein anderes Tempo gelebt, andere Menschen getroffen hätte?

Wir alle kennen diese Gedanken. Meistens schieben wir sie schnell wieder weg. Zu spät. Vorbei. Abgehakt. Aber was passiert, wenn man diesen Gedanken zulässt und einfach weiterdenkt?

Wie aus einer Idee die Geschichten vom Deich entstanden

Die Frage nach der Coverversion meines Lebens ließ mich nicht mehr los. Das war zu der Zeit, als bloggen für mich nicht rund lief , mir das Schreiben aber fehlte. Ich setzte mich hin und fabulierte ins Blaue. Wie von selbst entstanden aus der Coverversion Idee heraus meine Geschichten rund um das Haus am Deich: Eine Familie, die ihr Leben in der Stadt hinter sich lässt. Eine Geschichte vom neu anfangen, von Regeln, die man nicht kennt, in einer Dorfgemeinschaft, zu der man (noch) nicht gehört.

Wie es manchmal so ist beim schreiben, verselbstständigte sich die Handlung und wurde zu einer Geschichte vom ankommen auf dem Land. Mir gefiel das, was ich schrieb. Aber es blieb eine Geschichte.

Erst Jahre später wurde mir klar: So simpel war das nicht.

Die Frage nach der Coverversion war auch eine Frage an mich selbst. Es arbeitete etwas in mir, was ich damals noch nicht zulassen konnte. Ich hatte Spaß mit meiner erfundenen Coverversion, aber zunächst schloß ich diese Schublade.

Diese Geschichte war nie nur eine Geschichte

Jahre später holte ich das Manuskript hervor. Es war viel passiert. Im Sommer hatte mein Vater sich von dieser Welt verabschiedet, wir hatten die Verantwortung für das Wie seines Sterbens angenommen und begleiteten ihn zuhause. Im Jahr zuvor hatten mein Mann und ich – noch ermutigt und unterstützt von meinem Vater – unseren ersten „Wenn nicht jetzt, dann vielleicht nie“ Moment und kaufte unser schwimmendes zweites Zuhause.

Zu der Zeit hielt die Pandemie unser Leben noch im Griff. Ich lernte, dass ich zur kritischen Infrastruktur gehörte und tat mich immens schwer mit der Ecke, in der ich mich wiederfand und mit der Art, wie Menschen mit mir und meinen Kollegen umgingen. Immer öfter hatte ich das Gefühl von „habe ich das wirklich nötig?“

Als ich in dieser Situation meine Geschichten vom Deich selber noch einmal las, wurde das Gefühl immer stärker: Es ist auch für mich Zeit, mein Leben neu zu denken. Ich will zwar nicht aufs Land, aber ich muss den Mut für einen Neuanfang finden. Warum nicht einfach jetzt? Ich entschied: Yolo – you only live once gilt erst recht für unsere goldenen Jahre und tauschte „habe ich das wirklich nötig“ gegen „Nen Scheiß muss ich!“

Mut zum Neuanfang - Leben auf dem Wasser
Tausche Büro gegen Boot ! Mein Plan für den Neuanfang

Ich rechnete mit spitzem Bleistift und fand heraus: Es reicht. Nicht nur mit fremdbestimmt sein, sondern auch für mehr Freiheit. Ich verabschiedete mich von meinem Berufsleben und lebe seitdem saisonweise weder in der Stadt noch auf dem Land, sondern auf dem Wasser . Zeitgleich startete ich einen neuen Blog und meine eigene Webseite. Die den Untertitel „Wenn nicht jetzt, dann vielleicht nie“ trägt und sich entwickelt hat zum Oberthema „Mutig älter werden“ . Auch mein Romanprojekt entwickele ich weiter. Das stockte zwischenzeitlich, aber auch hier habe ich langsam den Mut zum Neuanfang wieder gefunden. Wir sind dran. Erzähl ich im Monatsrückblick.

Warum wir so lange warten, obwohl wir spüren, dass sich etwas ändern muss?

Auf irgendeiner Ebene wusste ich es wohl schon lange. Ich hätte mir selbst nur besser zuhören müssen bzw. in meinem Fall lesen müssen.

Das Verrückte ist ja: Die meisten merken ziemlich genau, wann etwas nicht mehr passt. Aber – so wertvoll Ignorieren sein kann – es ist nicht gut, wenn wir Veränderungen in unserem Leben nicht zulassen wollen. Wir sagen uns:

  • Jetzt ist nicht der richtige Zeitpunkt.
  • So schlimm ist es ja nicht.
  • Eigentlich geht es mir doch gut.
  • Andere Menschen wären froh, wenn sie an meiner Stelle wären.
  • Das lohnt sich doch nicht mehr.
  • In meinem Alter fängt man doch nicht nochmal an.

Ja. Ok. Das sind nicht nur Allgemeinplätze, das alles ist nicht von der Hand zu weisen. Aber dennoch spüren wir, dass es so nicht bleiben kann. Nur den Anfang zu wagen, fällt uns schwer. Ein Neuanfang im Leben ist unbequem. Er bringt Unsicherheit mit sich. Und er stellt Fragen, auf die wir nicht sofort Antworten haben. Das streite ich nicht ab. Aber es ist eben auch so: Wenn man sich erstmal getraut hat, kapiert man in der Rückschau, dass es am unbequemsten war, in seiner Komfortzone zu bleiben.

Neu anfangen ist keine Frage des Alters – sondern des Mutes

Ob Neustart mit 30, 50 oder 60 – das ist eigentlich völlig egal. Der Unterschied zwischen denen, die ihr Leben verändern und denen, die verharren, liegt nicht im Alter. Er liegt in der Entscheidung. In diesem einen Moment, in dem man merkt: Es könnte ganz anders sein. Ich könnte auch anders sein, anders leben. Und vor allem in dem Mut, den ersten Schritt in eine neue Richtung zu wagen.

Das Leben ist keine Einbahnstraße. Ich kann Richtungen korrigieren, ich kann umkehren, ich kann Schlenker machen. Ich kann auch einfach mal stehen bleiben und mich umschauen. Meine Meinung: „Es ist zu spät für einen Neuanfang“ ist ein Mythos. Einer, in dem man sich bequem einrichten kann.

Zielgruppe 50 plus aktiv Boot fahren - mutig einen Neuanfang starten.
Ein Boot reagiert sensibel auf die kleinste Kursänderung und findet dann die gewünschte Richtung. Genauso ist es mit dem Leben auch.

Mein Neuanfang begann mit der Phantasie einer Coverversion und nahm Fahrt auf mit der Erkenntnis: Es muss kein radikaler Schritt sein. Ich muss nicht alles und alle hinter mir lassen. Ich habe das, was in meinem Leben gut ist, angenommen und das, was nicht gut war, losgelassen und ersetzt. Aus diesen beiden Bausteinen habe ich mir ein neues Leben gebastelt.

Ja. Ich war mutig. Da lobe ich mich selbst für. Aber es war weniger mutig als vorher gedacht. Mut kann man lernen, Mut kann man üben. Ich muss nicht alles auf den Kopf stellen, manchmal reicht ein erster kleiner Schritt. Das mit dem alles auf den Kopf stellen, kommt oft genug von ganz allein hinterher.

Bei mir war es der Nebeneffekt, dass ich im neuen Leben, in neuer Freiheit angekommen, das dringende Bedürfnis entwickelte, überall klar Schiff zu machen. Nicht nur auf dem Boot. Wir setzten uns im eigenen Haus kleiner und misteten gnadenlos aus nach den Grundsätzen des swedish death cleaning. Ich brauchte Luft und Platz – zum Denken, zum Atmen, zum kreativen Leben.

Ein Neuanfang hat kein Verfallsdatum

Ein Neuanfang beginnt immer dort, wo man gerade steht. Will ich da stehenbleiben? Trotte ich so weiter oder denke ich nochmal manches in meinem Leben neu?

Vielleicht gibt es Versionen unseres Lebens, die wir verworfen haben. Von denen wir dachten, die passen nicht zu uns. Vielleicht passen sie ja jetzt.

Denn ein Neuanfang hat kein Verfallsdatum. Vielleicht wartet unsere Geschichte nur darauf, anders weitergeschrieben zu werden. So wie die Coverversion eines Liedes auch nicht alles neu komponiert. Sie behält die Teile, die gefallen und fügt einen neuen Rhythmus hinzu oder eine Strophe, die einen ergänzenden, aber komplettierenden Unterton in das Lied bringt.

Was wäre Eure Coverversion?

Was wäre, wenn Ihr Euer Leben noch einmal neu erzählen könntet? Tragt Ihr noch andere Versionen Eures Lebens in Euch? Versionen, die Ihr verworfen, nie ausprobiert habt? Oder die Version, von Ihr dachtet, in mein Leben passt das nicht.

Wer weiß? Vielleicht ist genau jetzt der richtige Moment, diese Versionen noch einmal anzuschauen. Nicht als verpasste Chance. Sondern als Einladung. Ich freue mich auf Eure Kommentare.

Zusammenfassung/ FAQ zu Neuanfängen im Leben




Ist man mit 50 oder 60 zu alt für einen Neuanfang im Leben?

Nein. Ein Neustart ist keine Frage des Alters, sondern der Entscheidung und des Mutes. Viele Menschen beginnen gerade in der zweiten Lebenshälfte noch einmal neu – für viele ist diese Lebensphase sogar ideal. Man hat weniger Verpflichtungen, dafür aber mehr Sicherheiten.




Warum fällt ein Neuanfang so schwer?

Neuanfänge sind immer mit Veränderungen verbunden. Veränderungen machen vielen Menschen Angst. Gerade in unserer schnelllebigen, sich schnell entwickelnden Welt will man nicht noch selbst Veränderungen herbeiführen.




Wie erkenne ich, dass es Zeit für einen Neuanfang ist?

Wenn der Gedanke „Da geht noch mehr“ immer stärker wird. Wenn das Gefühl „war das jetzt alles?“ zu einem Bedauern wird.




Muss ich mein ganzes Leben verändern, um neu anzufangen?

Nein. Das ist einer der großen Irrtümer. Man muss nicht radikal sein altes Leben hinter sich lassen. Man kann Richtungen ändern, neue Dinge oder Hobbys beginnen, alte loslassen. Einfach machen – könnte ja gut werden.




Wie finde ich heraus, was ich wirklich will?

Stelle Dir die Fragen, die Du lange vermieden hast. Beantworte sie ehrlich. Was fehlt mir? Was würde ich gern ausprobieren? Welche Version meines Lebens reizt mich noch? Was würde ich tun, wenn ich keine Angst hätte?

Was ist eine gute Übung, wenn ich Mut zum Neuanfang finden will?

Eine sehr gute Frage! Die Antwort findest Du in meiner 7 Tage Challenge Neues wagen. Kleine Schritte auf dem Weg in ein neues Leben !

Von Britta Langhoff

Bloggerin, Autorin, Ehefrau, Mutter, Hundemama und Bootsfrau. 60 Jahre alt und stolz darauf. Ich schreibe für Menschen, die mutig und entspannt älter werden. Im Blog und in meinem Romanprojekt geht um Aufbruch, Neuanfänge und den Mut, sich selbst treu zu bleiben. Wenn nicht jetzt - dann vielleicht nie!

27 Kommentare

  1. Liebe Britta,
    wieder eine interessante Fragestellung, zu der ich mir bereits selbst einmal Gedanken gemacht habe.
    Beim berühmten und bei mir seinerzeit mid-life-geprägten „Was wäre, wenn…?“ (ich im Leben hie oder da anders abgebogen wäre) konnte ich vor allem ermitteln, dass ich mich selbst mit allen special features weiterhin im Gepäck gehabt hätte. Es ist illusorisch zu glauben, man wäre ein völlig anderer Mensch, nur weil man eventuell andere Lebensumstände hat.
    Abgesehen davon bin ich in der wirklich glücklichen Lage, offenbar die richtigen Entscheidungen gefällt zu haben (die bereits beschriebene Episode im Rheinland-Pfälzischen gehört zwingend dazu und damals habe ich tatsächlich an einem Ort die Klotten großräumig hingeschmissen und ab einem anderen Ort neu angefangen. Ohne Brücken abzubrechen allerdings…ein Sicherheitsnetz und einen Plan B habe ich sehr gerne in der Hinterhand!), sodass ich mich nicht großartig darum schere, wie mein Leben _hätte_ aussehen können. Wie ich bei dir gelernt habe und gern zitiere: Einen Tod muss man immer sterben. Ich bin realistisch genug, das ganz genauso zu sehen.
    Soweit zu Coverversionen.

    Neuanfänge… sind anders. Bei mir kommen zwei Komponenten zusammen – die oben erwähnte Grundzufriedenheit mit dem, was ist und meine Fähigkeit zum Aussitzen. Bis ich gewohnte Strukturen über den Haufen schmeiße (die ebenfalls von mir schon thematisierten häufigen Umzüge fallen übrigens eher in die Kategorie „Hobby“!) muss es mir schon gewaltig stinken und selbst dann denke ich noch lange und intensiv nach. Plan B halt.
    Insgesamt sehe ich mich durchaus in der Lage zu Neuanfängen, springe aber gewiss nicht kopfüber in unbekannte Gewässer.

    LG von da, wo ich sowieso immer sein will (Stichwort: Neuanfang! Tschakka!)

    Marie

    1. Liebe Marie,
      das ist wohl wahr: Einen Tod muss man sterben. Das gehört zur Wahrheit dazu. Manches muss man hinter sich lassen. Oder wie ich auch immer gerne sage: Man kann den Kuchen nicht behalten und essen.
      Ein Sicherheitsnetz in der Hinterhand zu haben finde ich aber auch nicht verkehrt. Da spricht ja nichts gegen. Zeigt ja letztendlich auch dann, dass man sich den Neuanfang gut überlegt hat.
      Liebe Grüße in Deine zweite Heimat – Du machst es richtig.
      Britta

  2. Einerseits gebe ich dir Recht. Oft sind all die Argumente nur Ausreden und mit etwas Mut könnten wir viel mehr verändern, als wir und selbst oft (zu)trauen. Ich glaube aber andererseits auch, dass man manchmal einen Schritt einfach wagen sollte, sonst kann es durchaus mal zu spät werden. Oder die Umstände werden immer schwieriger, um sich diesen einen Traum zu erfüllen. Wir wissen nicht, was morgen ist und schon gar nicht, wie lange wir auf dieser Welt verweilen dürfen. Daher gehört auch immer ein bisschen „Wenn nicht jetzt, wann dann?“ in die Überlegung. Den Satz habe ich von einer sehr klugen Frau aufgeschnappt 😉
    Liebe Grüße!

    1. Ich gebe Dir insofern Recht, als es Dinge gibt, für die es irgendwann zu spät sein könnte. So wäre es bei uns mit dem Boot gewesen, wenn wir den Traum noch aufgeschoben hätten. Ein Jahr nach unserem Kauf kam Corona und ab da gingen die Preise durch die Decke. Gag am Rande: Hätten wir das Boot da wieder verkauft – wir hätten eine Rendite erzielt, von der man ansonsten nur träumen kann :))
      Aber – auch wenn es dann für diese eine Sache zu spät ist, geht vielleicht eine andere, mit der man neu anfängt. Verharren in einer Situation, weil eine andere nicht mehr realisierbar ist, ist ja auch blöd.

  3. Nicht jeder Neuanfang ist im Leben noch möglich, viele sind es aber. Mein Leben hat schon öfter freiwillige und unfreiwillige Wendungen genommen, bei denen Außenstehende überrascht waren, zu welchen Veränderungen ich bereit bin. Was die großen Sachen angeht, möchte ich gerade keine Veränderungen.

    Sonnige Grüße
    Ines

    1. Das kann ich nachvollziehen. Auch bei mir waren einige erstaunt, dass ich gravierende Änderungen in meinem Leben angenommen habe. Wenn Du jetzt sagst, Du möchtest gerade keine Veränderungen, ist das doch toll. Zeigt ja, dass Du in der Vergangenheit alles für Dich richtig entschieden hast. Ich möchte auch keine großen Veränderungen mehr. Ich weiß aber, dass es mir nur deswegen jetzt gut geht, weil ich den Mut für Neuanfänge aufgebracht habe.
      Liebe Grüße – heute leider regnerisch
      Britta

  4. Liebe Britta, nochmals danke für deinen Beitrag zur Blogparade. Der Text ist wunderbar frisch und fängt sehr gut das „Alles auf Anfang“-Gefühl ein, aber auch die dem vorausgehenden Zweifel. Liebe Grüße, Astrid

    1. Liebe Astrid,
      Dir auch hier nochmal Danke für die schöne Blogparade und für die „Coverversion“ Idee. Ich springe selten direkt auf etwas an, bei Dir ist es mir passiert.
      Liebe Grüße
      Britta

  5. Hey,
    also ich finde den Mut eines Neuanfangs total klasse. Tatsächlich bereue ich selber nichts und habe mein Leben bisher „fast“ so gestaltet wie ich es mag. Klar, es gibt immer Tiefs, aus denen habe ich am Ende viel lernen können und darauf konzentriere ich mich. Schön, dass du deinen Weg gefunden hast!
    Liebe Grüße!

      1. Liebe Britta,
        da hast du recht, kleine Schritte… das kommt man am besten zum Ziel und sollte nicht erwarten, dass alles sofort klappt :).
        Liebe Grüße!

  6. Guten Morgen Britta, ein Neuanfang wäre für mich ein komplett anderes Leben. Nicht nur eine kleine Kursänderung. Also die Definition für mich, von Neuanfang. Da dürfte kein Stein auf dem anderen bleiben.🤭 Dazu würde ich für mich keine Veranlassung sehen. Kleine Kursänderungen finde ich immer spannend, aber ich bin im Inneren auch ein Gewohnheitstier. Selbst diese verändert der Mensch meist alle 7 Jahre, hat mal jemand schlaues geschrieben.
    Deine Kursänderungen sind doch super, wenn sie sich gut anfühlen.💕 Ich lese gern davon.😁
    Ich wünsche Dir einen schönen Sonntag, liebe Grüße Tina

    1. Liebe Tina,
      die Theorie von den Jahrsiebten kenne ich auch. Spannend, dass Du Neuanfang auf jeden Fall radikal definieren würdest. Das habe ich ja auch lange gedacht. Wenn ich es jetzt recht überlege, habe ich es auch gar nicht so klar als Neuanfang definiert, als ich aufhörte, zu arbeiten. Das hat sich erst so angefühlt, als ich es gemacht habe. Ich fühlte mich anders, neuer und ab da bereit, Neues zu beginnen.
      Wünsche Dir eine gute Woche
      Liebe Grüße
      Britta

  7. Liebe Britta,

    ich kann jedes deiner geschriebenen Worte aus vielen Gründen nachvollziehen. Auch, dass es manchmal schon gut ist, kleine Stellschrauben zu drehen.
    Auch ich habe vor sieben Jahren meinen eigentlich von mir gemochten Job aus Gründen gekündigt. Und ihn seitdem nicht vermisst (außer die gaaaanz alten Zeiten manchmal, weil es da noch richtig schön war).
    Gibt es Dinge, die ich heute anders machen würde? Ja und vielleicht. Aber vieles erkennt man auch nur in der Rückschau und mit dem Wissen von heute.
    Ich (und irgendwie auch wir) haben neu angefangen, indem wir unsere Geburtsstadt verlassen habe und unser Leben noch einmal eine Wendung genommen hat. Und ich endlich meinen Blog geschrieben habe (Kinderkriegen war leichter, als dass ich mich das getraut habe).

    Und für manche Dinge ist es eben auch zu spät. Aber und das glaube ich auch: Vieles geschieht aus einem Grund, der etwas mit uns macht oder verändert.

    Ich finde es toll, wie du dein und euer Leben nochmal gehörig umgekrempelt habt und wie glücklich ihr damit seid. Denn eines ist das Wichtigste: Zufriedenheit.

    Liebe Grüße und eine schöne Woche
    Nicole

    1. Liebe Nicole,
      klar – für manche Dinge ist es zu spät. Aber das zu erkennen, auch dazu gehört Mut. Und dann weiterzumachen und einen neuen Weg zu finden. .
      Du hast da in den letzten Jahren ganz schöne Umwälzungen in Deinem Leben zugelassen und sie gemeistert. Ich würde in der Rückschau nur wenig anders machen. Ich hätte vielleicht schon ein Jahr eher meinen Job verlassen können. Aber da hatte ich den Kopf nicht frei und das ist ja keine Entscheidung, die man von heute auf morgen treffen sollte.
      Wünsche Dir auch eine schöne Woche
      Liebe Grüße
      Britta

  8. Erst einmal freut es mich sehr zu hören dass du mit deinem Schreibprojekt weitermachst! 🙂

    Also ich hasse ja Veränderungen und für große Veränderungen hat mir schon immer der Mut gefehlt! Über viele Jahre hab ich meinen Job nicht gern gemacht, traute mich aber auch nicht raus da ich mit meinem erlernten Job ja heute mal so gar nichts mehr anfangen kann! Es hätte einen kompletten Neuanfang bedeutet und dafür war ich zu feige! Ich bewundere Leute die so mutig sind…!
    Mir wurde die Entscheidung zum Neuanfang dann ja quasi vom Universum abgenommen! Ohne meine gesundheitlichen Probleme hätten wir unser Leben erst sehr viel später (vermutlich jetzt immer noch nicht) geändert! Es war zwar klar dass wir irgendwann aus Essen wegziehen und das Haus übernehmen aber mit Anfang 30 hatte ich das echt nicht auf dem Schirm! Und das mein Vater so krank wurde das konnte ja auch niemand ahnen…!
    Aber der Neuanfang war die beste Entscheidung ever! Ohne „kosmischen Schubs“ (oder Schicksalsschläge) wäre das allerdings nicht passiert…!
    Der nächste Schubs kam dann durch das „große C“ denn da ging es beruflich ja auch nicht so weiter und ich wurde wieder gezwungen etwas zu verändern…! Zu meinem Glück muss ich echt immer gezwungen werden, sonst stecke ich definitiv fest…!

    1. Immerhin- Du springst, wenn es muss. Und so betrachtet, hast Du schon einige beachtliche Neuanfänge hinter Dir. Wenn das Leben mal wieder einen Schubs gibt, wirst Du das genauso wuppen. Aber eigentlich wünsche ich Dir, dass es nicht mehr schubst. Denn Du bist ja auch da, wo Du immer hin und bleiben wolltest.

  9. Neuanfänge können wirklich schwer fallen und einem echt Angst machen! Das verstehe ich total. Ich glaube da hat auch jeder so seine kleinen (oder größeren Baustellen). Ich bewundere jeden, der – egal in welchem Alter – noch mal neu denkt und etwas im Leben ändert!

  10. Deinen oder euren Mut für einen Neuanfang bewundere ich. Den Job kündigen und loszuschippern. Das will natürlich gut überlegt sein. Für mich waren es bisher eher kleine Schritte oder Veränderungen im Leben. Ich brauche eine gewisse Stabilität und Struktur, auch im Alltag. Was kommt weiß man ja nie.

    Liebe Grüße
    Sabine

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