Ein Monat zum Durchatmen- So war der März

Veröffentlicht am 24 Kommentare zu Ein Monat zum Durchatmen- So war der März
Wir haben uns durch den Monat geschnüffelt - lest hier den Monatsrückblick März 2026

Tach auch Liebeleins. Da sind wir wieder. Zeit für den Monatsrückblick März 2026. Gefühlt war es ein langer Monat. Es kommt mir wie eine Ewigkeit vor, seit ich mich im Paralleluniversum Krankenhaus mit dem Februar-Rückblick ablenkte. Liegt vielleicht auch daran, dass das Wetter sich nicht zwischen Frühling und Winter entscheiden mag. Man schaut aus dem Fenster und weiß gerade nicht: Sind es Schneeflocken oder Blütenblätter, die durch die Luft segeln?

Mein März begann noch gallig im Paralleluniversum. Dank des Rausschmeißers des Monats war ich schneller wieder daheim als erwartet. Nicht nur ich war glücklich darüber, auch der Flusenbär war riechbar erleichtert und hat erstmal ergiebig gefurzt vor Freude. Obwohl der Captain sein auserkorener Rudelführer ist, hat ihm der Männerhaushalt doch nicht so gefallen.

Rückblick März Lieblingsplatz Hollywoodschaukel
Dr. Fussels Plan für den Rest des Monats: sich schaukelnd kraulen lassen.

Gesundheits-Bulletin des Monats

Den Gefallen hab ich dem Flusenbären natürlich gerne getan. Die ersten Tage nach Rückkehr aus dem Paralleluniversum fand man mich entweder auf Hollywood oder der Couch – kraulend, kuschelnd, lesend oder Serien schauend. Im Krankenhaus habe ich bewusst versucht, an Schönes zu denken. Und es waren genau diese unspektakulären aber seelenwärmende Momente, an die ich am meisten gedacht habe.

Soweit geht es mir im Moment so „muss ja“ gut. Kein Vergleich mehr mit dem galligen Februar, aber es ist noch Luft nach oben. Ich merke, dass der Drops noch nicht gelutscht ist. Die zweite OP, die Entfernung der Galle, wird im April sein. Am 13ten. Naja. Bis jetzt hat der 13te mir immer Glück gebracht. Das bleibt auch so. Hab ich beschlossen.

Nebeneffekt meines galligen Zustands: Ich bin konstant overdressed. Die erste OP war endoskopisch und auch wenn ich die Wunde nicht sehe, ich fühle sie und trage derzeit ungern Hosen. Nicht mal Jogginghosen. Am wohlsten fühle ich mich in Kleidern. Gut, dass ich in Frankreich soviel Shopping-Glück hatte.

Outfit des Monats März
Lieblingskleid des Monats (Armand Thierry, FR)

Highlight des Monats: Frühlingsfrische in Callantsoog

Ihr wisst es schon aus dem 12 von 12 im März : Wir entschieden uns, Dr. Nordsee in Callantsoog zu konsultieren. Es war eine gute Entscheidung. Vitamin Sea hilft mir zuverlässig bei allem. Aus erwähnten galligen Gründen ließen wir es diesmal langsam angehen und arbeiteten uns im Wesentlichen von Strandcafé zu Strandcafé und zur Abwechslung auch mal ins Grand Café des Ortes. Ich könnte „im Strandcafé sitzen“ problemlos zur Vollzeitbeschäftigung machen und feiere die Niederländer dafür, dass sie diese Kultur ganzjährig ausleben.

Wettertechnisch hatten wir die Woche von fast allet. Nach Nordsee auf Eis bekamen wir zunächst Nordsee im Nebel. Die ersten zwei Tage waren eher so: Wie Sie sehen, sehen Sie nichts.

Fun Fact des Monats: Auf niederländisch heißt Nebel Mist!

Auch wenn Captain und Flusenbär sich weit in die Priele hinauswagten, um die Sonne zu locken: Es dauerte zwei Tage, bis unser alter Freund, der Starkwind tat, was Stürme eben manchmal auch können: blauen Himmel und Sonne hervorzaubern.

Erholungstechnisch hat mich die Woche wirklich nach vorn gebracht. Letzten Endes wahrscheinlich sogar mehr als zuhause, wo man ja doch mal hier, mal dort, mal da rumprutschelt und sich zur Ruhe eher zwingen muss.

Ausfahrt des Monats:

Im Paralleluniversum kam bei mir einiges an grundlegenden Fragen hoch. Nun war mein Krankenhausaufenthalt dankenswerterweise bei weitem nicht existenziell, aber kleine Trigger hatte ich. Mehr als einmal musste ich mich in geübten Sarkasmus retten. Das beste Beispiel:

Im Krankenhaus wird derzeit umgebaut. Das hatte zur Folge, dass die Palliativstation auf denselben Flur wie die Endoskopie verlegt war. Mein Zimmer war das letzte vor einem großen Paravent, der darauf hinwies. Meine sehr nette gleichaltrige Zimmernachbarin war mir in Sachen Sarkasmus durchaus ebenbürtig und wir begrüßten jeden, der uns besuchte mit „Willkommen bei der letzten Station vor Ausfahrt Palliativ!“

Fanden nicht alle lustig. Wir aber fanden, wenn man die Erfahrung gemacht hat, Menschen bis in den Tod zu begleiten, darf man das ruhig mal. An den Sterbebetten, an denen ich gesessen habe, wurde durchaus noch gelacht. Mein Vater hätte es lustig gefunden, davon bin ich überzeugt.

Jedenfalls: Es kam einiges an Erinnerungen und Themen hoch, die ich anschließend in aller Ruhe zuhause verbloggt habe. Ich hoffe aber, bei allem Ernst der Themen einen inspirierenden Ansatz gefunden zu haben.

Mein Blog im März

Vor dem Ernst kam der Spaß. Ich war rechtzeitig daheim, um das Zweijährige meiner Webseite und meines Blogs zu feiern.

Zwei Jahre best-ager-Blog

Von Anfang an lebt dieser Blog auch durch Euch und Eure Rückmeldungen. Und auch dadurch hat er sich von „entspannt älter werden“ hin zu „mutig älter werden“ entwickelt. Etliche Artikel wurden durch Euch und unseren Austausch inspiriert. Davon erzähle ich im Geburtstags-Artikel plus einer Frage und Antwort Runde.

Ich freue mich über jeden Klick, jeden Kommentar und jede Nachricht. Ich lese alle – auch wenn ich nicht immer sofort antworten kann. Immer schön zu lesen, dass man mit manchen Dingen nicht alleine ist. Selbst wenn es „nur“ die erstaunliche Erkenntnis ist, dass eine Menge Menschen keine rohen Tomaten essen mögen.

Von Heimat und Neuanfängen

Einen eigenen Beitrag bekam die Frage: Was ist Heimat? Ist es ein Ort, ein Gefühl oder vielleicht beides? In diesem sehr persönlichen Blogartikel teile ich Gedanken über Erinnerungen, Zugehörigkeit und das Gefühl von Zuhause.

Heimat - was ist das eigentlich? Was bedeutet es für Dich? Rückblick auf den Blog m März

Interessant in den Kommentaren: Es gibt viele, die ihre Herzensheimat woanders verorten als da, wo ihr aktuelles Zuhause ist. Fast jeder bestätigte, dass er so etwas wie eine gefühlte Heimat hat. Was das über uns als Gesellschaft in diesen unruhigen Zeiten aussagt? Ich bin mir nicht sicher.

Von den Gedanken über Heimat war es bei mir nicht weit zum Herzensthema: Mut zum Neuanfang im Leben – ein anderer auch für mich intensiver Blogartikel in diesem Monat. Ich wage die These, dass es nie zu spät für einen Neuanfang ist und erzähle, wie ich im Rückblick eine einzige Frage als Auslöser für meinen Neuanfang identifizierte.

  • Was für eine interessante Fragestellung!

    ich kann jedes deiner geschriebenen Worte aus vielen Gründen nachvollziehen. Auch, dass es manchmal schon gut ist, kleine Stellschrauben zu drehen. Die Frage nach der Coverversion Deines Lebens ist eine tolle Idee!
    Aus den Kommentaren zum Blogartikel Mut zum Neuanfang

Neid hat man sich hart erarbeitet

Noch etwas trieb mich gedanklich um: Warum genau reagieren manche Menschen durchweg mit Neid und dem Versuch, einem ein schlechtes Gewissen einzureden? Ich kann dieses „Du hast es gut, Ich will auch“ nicht mehr hören.

Ja, ich hab es gut. Aber: Wenn Du das auch willst, dann musst Du es Dir erarbeiten. Hab ich auch getan. Wenn Du die schönen Seiten des Lebens willst, musst Du auch die anderen nehmen. Du kannst Deinen verdammten Kuchen nicht behalten UND essen. So. Nämlich.

Ich kann hier zwar nicht direkt den Bogen zum Thema Neuanfang schlagen, aber ich bin gerade an dem Punkt, an dem ich hart sage: Das brauch ich nicht mehr in meinem Leben, das will ich nicht mehr in meinem Leben. Sorry, but not sorry.

Coverversion des Monats:

Im Artikel zum Neuanfang begeisterte ich mich für den Ausdruck „Coverversion meines Lebens.“ Ich erzählte, dass die Frage nach dieser Coverversion initial für mich war, meine Geschichten vom Deich aufzuschreiben. Damit begann mein Romanprojekt . Sowohl das Projekt als auch die Frage verselbstständigten sich und führten zu meinem eigenen Neuanfang.

In Sachen Roman steckte ich aus „irgendwas ist immer Gründen“ im letzten Jahr fest. Noch bevor mir die Galle überlief, stupste der Captain mich an und wir machten vorsichtig weiter. Jeder für sich verschafften wir uns für verschiedene Bereiche Durchblick und hielten uns gegenseitig Referate. Ich sag mal so: Der Nebel lichtet sich, aber er hat sich noch nicht ganz gehoben. Als Mist würde ich ihn aber nicht bezeichnen.

Spazierenstehen ist auch Arbeit: Während der Flusenbär jeden Baum und jeden Grashalm beschnüffeln muss, haben der Captain und ich Zeit unter dem Motto „Jede doofe Idee ist erstmal erlaubt“ über Cover- und Titelideen zu brainstormen.

Meinen liebgewonnen Arbeitstitel „Das Haus am Deich“ müssen wir verabschieden. Zum einen wirft das urheberrechtliche Fragen auf, zum anderen gibt es zig Ferienhäuser mit diesem Attribut. Mit anderen Worten: Nicht der Hauch einer SEO Chance. Mittlerweile haben wir etliche Ideen verworfen, einige in der engeren Auswahl. Sowohl für Cover als auch für Titel.

War sonst noch was im März?

Tatsächlich war sonst wenig. Viel gebloggt, viel gelesen, viel ausgeruht. Spazierenstehen hier, Strandcafé da. Anradeln war auch schon, allerdings traue ich mir derzeit nur kleinere Runden zu.

Gut, dass wir von uns aus schnell im Grünen sind. Längere Radtouren sind noch nicht drin.

Es gab ein Treffen mit den Pottfriesen, bei dem ein kleiner Stein vom Herzen purzelte und einen Ausflug zum vielbeschäftigten Brautpaar. Verbunden mit der Entdeckung: Wo unser Ältester sich niederlässt, sind Kirschblütenträume nicht weit:

Nicht nur in seiner alten Bonner Nachbarschaft gibt es Kirschblütenstrassen. Diese hier ist nicht so berühmt. Legt da auch keiner Wert drauf. Wir haben sie auf der Suche nach einem Parkplatz dennoch entdeckt.

Wahl des Monats: Olympische Ambitionen

Im ersten Moment war ich erstaunt. Wahlunterlagen? Wofür? Aha. Der Bürgerentscheid für die Olympiabewerbung Region Rhein-Ruhr. Hatte ich überhaupt nicht auf dem Schirm. Die Spiele, für die man sich bewerben will oder auch nicht, sind entweder in 2036, 2040 oder 2044.

Ich finde es eigenartig, über eine Zukunft abzustimmen, die ich möglicherweise nicht mehr erlebe. Auf Twitter startete ich eine kleine Umfrage dazu. 60 Prozent waren dagegen. Hm. Ich wäre ja eher dafür. Wahrscheinlich schenke ich meine Stimme dem Frankfurter und kreuze an, was er meint. Dass er zu der Zeit wieder in der Region Rhein Ruhr lebt, ist nicht unwahrscheinlich.

Ausblick des Monats:

Der April wird definitiv noch wechselhafter. Für meine Galle war März der letzte komplette Monat. Ich bin froh, wenn der Termin da ist. Blödes Gefühl, so etwas vor der Brust zu haben. Geduld – meine Kernkompetenz. Nicht.

Ebenso duldsam haben wir den Beginn der Bootssaison nach hinten geschoben. Uns wäre nicht wohl gewesen, das Boot vor meiner OP einzuwassern. Man muss sein Glück ja nicht herausfordern. Außerdem rief unser Winter-Jan an und überbrachte die nicht erbauliche Neuigkeit, dass auch unsere Aquamarijn eine OP braucht. Zum Glück nicht am offenen Herzen, aber es muss etwas geschweißt werden. Daraufhin entschieden wir, die Saison erst Ende April zu starten. Können alle in Ruhe operieren und sich davon erholen.

Blogtechnisch arbeite ich gerade an einem Beitrag zur Blogparade „Wie gefällt Dir Dein Vorname?“ Den Text habe ich bereits fertig, nur zur Bebilderung fehlt mir eine Idee. Ich hab ihn aber bereits veröffentlicht, damit er noch in die März Blogparade kommt. Wer also schon lesen will, sehr gerne.

Und damit schließe ich diesen Rückblick mit der fertigen Statistik. Von der wir uns nicht erholen müssen.

Statistik des Monats März

  • Satz des Monats: Die KI liefert Fakten, der Blogger liefert Leben! ©Jenny vom Blog Shadownlight
  • Trend des Monats: Jomo statt Fomo ( Joy of missing out statt fear of missing out ) – nennt mich Trendsetter. Ganz mein Lifestyle.
  • Zahl des Monats: Zwei
  • Lied des Monats: „Fever dream“ von Alex Warren
  • Buch des Monats: „wo die Liebe hinfällt“ von Abby Jimenez
  • Buchenttäuschung des Monats: „Zur See“ von Dörte Hansen
  • Doku-Serie des Monats: „Glitter & Gold: Ice Dancing“ auf Netflix
  • Serie des Monats: Zum zweiten Mal „The Newsreader“ – die großartige australische Serie hat ein neues Zuhause bei Netflix und direkt die sehnsüchtig erwartete Staffel 3 im Umzugswagen dabei gehabt.
  • Bienenkorb des Monats: steht in Amstelveen und hat ein großes Problem für mich gelöst.
  • Rausschmeißer des Monats: Der Chefarzt, der gegen Mittag durch die Station fegte und zum Entsetzen der behandelnden Ärzte alle rausschmiss, die laufen konnten.
  • Dank des Monats: Geht an meine gut organisierte Hausarzt-Praxis, bei der ich mich besser aufgehoben fühle als im Paralleluniversum
  • Comeback des Monats: Da ist er wieder! Der Tannenbaum-Dilemma-Baum ist auch ein prima Eier-Baum:
Oster steht vor der Tür. Osterdekoration! Ausblick auf den April im Monat März
Als Eierbaum gefällt er mir auch ausnehmend gut.

Und damit wünsche ich allen ein schickes Osterfest und einen fröhlichen April. Erschnüffelt nichts, was der Flusenbär nicht auch erschnüffeln würde.

Transparenzhinweis: Namens-und Markennennung sind Empfehlungen und dienen der Vollständigkeit. Alles selbst bezahlt. Keine beauftragte Werbung!

Hier geht es zu den aktuellen Blogartikeln:

Von Britta Langhoff

Bloggerin, Autorin, Ehefrau, Mutter, Hundemama und Bootsfrau. 60 Jahre alt und stolz darauf. Ich schreibe für Menschen, die mutig und entspannt älter werden. Im Blog und in meinem Romanprojekt geht um Aufbruch, Neuanfänge und den Mut, sich selbst treu zu bleiben. Wenn nicht jetzt - dann vielleicht nie!

24 Kommentare

    1. Jomo ist klasse, find ich auch. Werd ich immer besser drin.
      Ich lese mir nachher in Ruhe Deine Rezi zu Zur See durch und antworte Dir dann da. Ich fand es schon deshalb schwierig, weil ich wirklich keinen der Protagonisten leiden konnte. Da werde ich schnell unduldsam.

      Ich denke, bis zur Hochzeit bin ich wieder fit. Das sind ja noch dreieinhalb Monate. Wird schon.

  1. Tach Britta! Ausfahrt Palliativ als running joke mit der Zimmernachbarin – das ist die Art von galligem Humor (wörtlich wie übertragen), die ich sofort verstehe und aus tiefem Herzen schätze. Wer an solchen Stationen schon ernsthaft gesessen hat, darf das. Punkt.

    Dein März liest sich wie ein Monat, der entschieden hat, mehr Inhalt als Platz zu haben: Krankenhaus, Nordsee, Romanbaustelle, Bürgerentscheid, eine Radtour auf Raten und nebenbei noch zwei Jahre Blog. Dass du das alles mit dieser Leichtigkeit erzählst, ohne auch nur einen Satz in Selbstmitleid zu versinken – das ist keine Kleinigkeit.

    Der Teil über Neid hat mich direkt getroffen. Dieses „Du hast es gut, ich will auch“ ist oft eine bequeme Abkürzung um die eigene Entscheidungsscheue herum. Die Konsequenz, mit der du das inzwischen benennst, klingt nicht hart – sie klingt befreit.

    Die Coverversion des Lebens als Bild gefällt mir übrigens sehr. Ich habe mal über etwas Ähnliches nachgedacht, als es darum ging, ob man Erlebnisse wirklich braucht, um sie festzuhalten – oder ob das Festhalten selbst manchmal das Erlebnis ersetzt: Filmgenuss ohne Spoiler.

    Ich wünsche dir eine ruhige Ankunft im April – und der Galle eine komplikationslose Ausfahrt. 🙏

    1. Danke schön, lieber Ron.
      Nee, selbstmitleidig bin ich auch nicht. Ich empfinde es als ein bißchen lästig und nervig und gucke dagegen an. Aber ich denke, es ist zwar gallig, aber nichts wirklich Schlimmes. Buch ich unter Alterserscheinung ab.

      Ich hab erst überlegt, ob ich das mit der Ausfahrt Palliativ überhaupt posten sollte. Aber es gehört nun mal dazu.

      Das mit den Erinnerungen hab ich auch schon öfter überlegt. Neulich noch mit meinem Sohn drüber gesprochen bezüglich der Unart, auf Konzerten zu filmen und nicht wirklich zu gucken. Aber grundsätzlich freue ich mich schon, wenn ich Fotos von früher sehe. Aber wenn man mal genau drauf achtet, meist schaut man sich Fotos von Menschen an und nicht so die von Landschaften. Aber als Blogger kann man die ja immer brauchen.

      Interessanterweise haben das einige bestätigt mit dem Neid. Ja, das ist eine Abkürzung um die eigene Entscheidung herum. Aber was eben auch dazu kommt, ist diese unbewusste Abwertung, die Neid vermittelt. So nach dem Motto „Du hast das gar nicht verdient, eigentlich bin ich die, die es verdient hätte“

      Wünsche Dir auch einen schönen April
      Britta

  2. Beim Thema Neid muss ich so heftig nicken, dass ich nun Nackenschmerzen habe. Das ist eine Grundeinstellung, die man hier bei so vielen Leuten erlebt und führt dazu, dass man sich sehr gut überlegt, wem man was erzählt. Sich einfach nur für jemand anderen freuen, jemanden bewundern und nacheifern oder einfach nur still zu akzeptieren, dass sich jemand den A*** aufgerissen hat – das können nur wenige. Wir haben nicht ohne Grund mittlerweile einen hohen Sichtschutzzaun an manchen Grundstücksgrenzen…
    Ich liebe Galgenhumor und Lachen hat noch keinem geschadet. Heutzutage muss man allerdings echt aufpassen, weil sich immer jemand findet, der sich auf den Schlips getreten fühlt. Schade, dass viele so unlustig sind und uns vor lauter politischer Korrektheit oft das Lachen im Hals stecken bleibt. Die Welt ist doch so schon ernst genug. Da hattest du mit deiner Zimmernachbarin wohl richtig Glück!
    Liebe Grüße und weiterhin gute Besserung!

    1. oh je – Nackenkissen anreiche….
      Ja, das können nur wenige. Dass sich den A**** aufreißen eben auch dazu gehört genauso wie der Verzicht auf manches andere, was gerade Neidische sich gerne gönnen, das wird gerne geflissentlich übersehen. Ich übe mich gerade darin, zu lernen, mich darüber nicht mehr zu ärgern, sondern wirklich konsequent zu ignorieren.
      Vielleicht schaffe ich es ja noch, auch dieses Thema mit Galgenhumor anzugehen….
      Liebe Grüße
      Britta

  3. Zum Thema Neid schließe ich mich dir und Vanessa an. Es ist ja nicht so, dass eine gebratene Tauben in den Mund fliegen, sobald man ihn öffnet (das möchte ich übrigens auch nicht mit geschlossenem Mund 😀 ).

    Ich weiß nicht, ob ich deine Humor im Krankenhaus geteilt hätte. Bin da etwas sensibel. Es geht gar nicht mal so sehr um die Kranken selbst, die vielleicht diesen Humor teilen. Eher die Angehörigen sind das Problem. Wobei ich solche Art von Humor normalerweise sehr mag.

    Schone deine Galle. Ist ja nicht mehr lange hin bis zur OP.

    Liebe Grüße
    Sabine

    1. Liebe Bine,
      gebratene Tauben möchte ich glaub ich auch nicht so gerne. Aber den Neid eben auch nicht. Interessant, dass Du es auch so empfindest.

      Wir haben im Krankenhaus natürlich darauf geachtet, dass es keiner der besuchenden Angehörigen auf der Palliativstation mitgekriegt hat. Aber ich gebe Dir Recht, was unsere Angehörigen betrifft. Unsere Ehegatten fanden es auch lustig, Freunde auch. Aber mein Sohn, der extra für Besuch im KkH angereist war, fand es auch nur so semi lustig. Aber der ist solchen Humor von mir gewöhnt und hat es unter „So schlecht kann es ihr ja nicht gehen, wenn sie schon wieder ihre peinlichen Scherze macht“ verbucht.
      Liebe Grüße
      Britta

  4. Ich mag deinen Humor und diesen Blog. Gerne. Und dass du auch im März das Schöne sehen konntest und wenn es war, dass du vor der Ausfahrt Palliativ gewohnt hast. Ich mag diesen Humor, denn ohne ist ja alles Mist.

    Für den 13. wünsche ich dir natürlich nur das Beste und Geduld. Ich mag es auch lieber, wenn die Dinge einen Namen haben und die unangenehmen Sachen erledigt sind.

    Liebe Grüße
    Nicole

    1. Liebe Nicole,
      ich finde Krankenhaus Dasein schwierig – wie die meisten, nehme ich an – und ich kann sowas besser mit schwarzem Humor kanalisieren. Irgendwo muss ich da hin mit meinem Stress. Ich habe große Achtung vor der Arbeit der Pflegekräfte und möchte gerne eine nicht anstrengende Patientin sein. Meinen teils Frust da in Gallenhumor 😉 umwandeln, hilft mir da. Wie Du es sagst, ohne Humor wird es noch mistiger.

      Danke Dir ! Ich bin da optimistisch für den 13ten.
      Liebe Grüße
      Britta

  5. Das sind ja gute Nachrichten, dass es dir wieder besser geht. Die zweite Runde bekommst du auch noch gewuppt, da bin ich sicher. Aber trotzdem werden vorsichtshalber mal die Daumen gedrück. Schadet ja nix.
    Und wie sonst, ausser mit ner ordentlichen Portion Humor kann einen Aufenthalt im Krankenhaus ertragen.
    Pass auf dich auf und bis die Tage 🤘🏻

    1. Danke schön, lieber Martin.
      Gedrückte Daumen nehm ich immer gerne. Mal sehen, was mir diesmal wieder für dumme Witze einfallen. Ich werde Euch informieren, soviel ist mal sicher 😉
      Liebe Grüße
      Britta

  6. Liebe Britta,
    trag doch bitte öfter Kleider! Dein Outfit gefällt mir sehr, sehr! Wohl auch, weil ich am liebsten täglich eines anziehe. Wir können gar nicht overdressed sein, wenn wir uns etwas gutes tun, das drückt sich auch im Äußerlichen aus, finde ich. Geht es mir nicht gut, kleide ich mich bewußt chic, damit ich mir meines Wertes und Schönheit bewußt werde, auch abseits des klassischen „Schön“.
    Von daher: Raus mit den Kleidern aus dem Schrank und du hinein!

    Über den „letzten Ausgang“ habe ich herzlich geschmunzelt, der Tod gehört nun einmal zum Leben dazu und mit Humor wird er dann doch ein wenig erträglicher, meine Meinung.

    Ich drücke dir für deine OP am 13. die Daumen und wünsche dir, dass du danach wieder in der nötigen Zeit auf die Beine kommst.

    Wir lesen uns,
    herzlichst
    Gabi

    1. Liebe Gabi,
      danke schön für’s Kompliment. Ich trage tatsächlich gerne Kleider, war früher im Büro mein Lieblingsoutfit, weil schick und bequem zugleich. Die Kleider aus der Zeit trage ich zuhause regelmäßig. Blöd ist halt, dass Kleider auf dem Boot arg unpraktisch sind, bei Hunderunden und Fahrradfahren ebenfalls. Und ich gebe zu, dass ich schon immer gucke, dass die Kleider nicht allzu dreckig werden, damit die nicht ständig gewaschen werden müssen und lüften reicht. So ein Kleid gerät ja schon mal schneller aus der Fasson.

      Ich find den letzten Ausgang auch nach wie vor witzig und ich brauchte das in dieser Situation auch einfach.
      Danke fürs DAumen drücken !
      Liebe Grüße
      Britta

  7. Moin Britta 😘
    Du hast echt anstrengende und schmerzhafte Tage hinter dir. Bleib weiterhin positiv eingestellt und du wirst sehen, esgelingt dir weiterhin vieles. Krankenhaus ist nicht schön (ich kann es gut verstehen) , dennoch geh bitte mit Ruhe an den 13. ran. Ich drücke dafür was geht.
    Neider gibt es leider überall. Ihr habt den Ruhestand erarbeitet und verdient. Also lächle darüber, was andere dazu denken.
    Nun wünsche ich euch schöne Ostertage und bleibt wie ihr seit.🥰
    GLG Gina

    1. Liebe Gina,
      ja, es gibt sicher Schlimmeres als meine Geschichte. Ich bin – noch – ganz entspannt, was den 13ten angeht. Eure erprobten Daumen nehm ich natürlich gerne
      GLG Britta und Euch allen auch schöne Ostertage

  8. Also wenn man sich selbst in Jogginghose nicht wohl fühlt dann ist ja wohl klar das irgendwas noch nicht stimmt! 😉
    Gut dass der Termin jetzt steht und danach kannst du dich erholen und gemeinsam, mit dem ebenfalls frisch operierten Boot, in die Saison starten! Der Eingriff ist doch endoskopisch, oder?
    Der „Baum“ macht sich als Eierhalter auch ausgesprochen gut, da hast du völlig recht…!

    1. Mir gefällt der Eierbaum auch ausnehmend gut. Vor allem können wir ihn auch von Hollywood aus bewundern.

      Soweit ich weiß, ist der Eingriff nicht endoskopisch, sondern minimalinvasiv. Diese Woche muss ich hin zum Aufnahme- und Aufklärungsgespräch. Dann weiß ich es genauer. Mein Bedarf an endoskopischen OPs ist vorerst auch gedeckt, ehrlich gesagt. Das hat ja anderthalb Stunden gedauert und ich hab das auch im Hals und im Kehlkopf noch wochenlang gemerkt…

  9. Natürlich bin ich neidisch, wenn Du Bilder von der Nordsee postest und natürlich denk ich „Ich will auch!“
    Neid ist per se erstmal nur ein ganz normales menschliches Gefühl. Der Unterschied ist doch wie man damit umgeht und was man draus macht.
    Mir isses sehr Schnurz ob Du Dir das erarbeitet oder verdient hast – ich freu mich einfach mit Dir mit ( und wär natürlich aber auch selbst grad gern da ).
    „Warum die warum nicht ich?“ dieser missgünstige Neid ist übel, da wächst nix Gutes draus.
    Mitfreuen und Gönnen können tut doch wirklich nicht weh.
    Aber gerade die „sozialen“ Medien schüren leider dieses negative Neidgefühl. Da muss man schon ziemlich in sich selbst gefestigt und mit seinem Leben zufrieden sein um sich nicht anfressen zu lassen.
    Deine Zimmernachbarin und Du … Humor ist halt wenn man trotzdem lacht. Macht das Leben oft einfacher. Jammern nutzt ja schon mal gar nix.
    Danke für den Grinser über die „letzte Ausfahrt“. Da steckt mehr Respekt drin als es auf den ersten Blick scheint.
    Das Kleid steht Dir übrigens ausgesprochen fein!! Apropos: warst Du schon für die anstehende Hochzeit shoppen?

    Für den 13. sind hier alle Daumen für Dich reserviert und gedrückt!!
    Gehab Dich wohl, meine Liebe!

    1. Liebe Katja, ich halte es auch für möglich, dass soziale Medien dieses mißgünstige Neidgefühl schüren. Auch das von mir immer wieder spöttisch erwähnte FOMO – Fear of missing out – kommt m.E. daher. Aber eben auch dieses Gefühl, dass das Leben einem etwas schuldet. Dabei verweigern die meisten die Realität, dass man sich das meiste doch selbst erarbeiten muss. Und das man nicht alles haben kann.
      Ja – die letzte Ausfahrt…. Ich denke, es steckt auf jeden Fall der Respekt drin, dass ich mich vor dem Thema nicht wegducke oder weggeduckt habe. Ich weiß genau, was es heißt, palliativ betreut zu werden und habe den größten Respekt vor allen, die das zum Beruf(ung) gemacht haben.
      Danke für das Kompliment. Ich mag das Kleid auch sehr. Wie meine Jungs schon sagten: Schade, dass es kein Sommerkleid ist. Für die standesamtliche Trauung wäre es sonst perfekt.
      Und ja – ich komme voran mit dem Shopping-Thema des Jahres – ich werde berichten.
      Liebe Grüße
      Britta

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