Erik von Blogissimo fragt diesmal in seiner monatlichen Blogparade relevant: Wie gefällt Dir dein Vorname? Spannendes Thema. Ein Name ist ja nicht nur Schall und Rauch und beim eigenen Vornamen hat man naturgemäß kein Mitspracherecht, wie Erik in seinem Aufruf zur Blogparade treffend anmerkt.
„Nomen est Omen“ – dieser alte lateinische Satz bedeutet sinngemäß: Der Name ist Programm. Oder anders gesagt: Im Namen eines Menschen könnte bereits etwas von seinem Wesen oder seinem Lebensweg angelegt sein. Früher habe ich diesen Spruch für eine Floskel gehalten. Als es darum ging, Namen für meine Kinder zu finden, blieb ich an dieser Floskel hängen und war plötzlich nicht mehr sicher, ob da nicht doch mehr dran ist.
Gibt es einen Zusammenhang zwischen Name und Identität?
Die Sache mit der Namensgebung
Man sagt: Nomen est omen – Der Name ist Programm. Aber stimmt das wirklich? In diesem persönlichen Text geht es um Identität, Zufall und die leise Ahnung, dass unser Name vielleicht mehr über uns verrät, als wir denken.
Im Rahmen der Blogparade: Wie gefällt Dir Dein Vorname? macht Britta Langhoff sich Gedanken zur Frage der Namensgebung. Auch bei Kindern und Romanfiguren.
Wie gefällt mir mein Vorname?
Fall ich direkt mit der Tür ins Haus und beantworte diese Frage mit einem klaren: Gut. Ich mag meinen Vornamen, ich mochte ihn schon immer. Ich bin gerne eine Britta.
Wo kommt der Name Britta her und was bedeutet er?
Britta ist ein vorwiegend im skandinavischen Raum gebräuchlicher Vorname, der eine Zeitlang auch im deutschsprachigen Raum beliebt war. In Deutschland wird er nur noch selten gewählt, in Skandinavien ist er nach wie vor üblich. Der Name ist eine Kurzform von Brigitta/ Brigitte oder Birgitta/ Birgitte. Auch der Name Birgit fällt in diese Reihe.
All diese Namen leiten sich von der Lichtgöttin Brigid ab, welche mit Stärke und Weisheit assoziert wird. Mit einer Frau, die über den Dingen steht.
Ganz unbescheiden: Britta! Die, die über den Dingen steht.
Nehm ich so! Die Bedeutung meines Namens finde ich in meinem Leben in der Tat nicht unpassend. Stärke brauchte ich mein Leben lang, Weisheit ersetze ich durch Lebensklugheit, die würde ich mir selber auch zusprechen und dass mir ziemlich viele Dinge sonstwo vorbeigehen und ich sehr schwer zu beeindrucken bin – das ist so. Hat aber auch den für meine Mitmenschen angenehmen Nebeneffekt, dass ich nicht urteile oder verurteile.
Gibt es einen Spitznamen für Britta?
Nein. Und das ist auch sehr gut so. Niemand hat sich bisher getraut, mich Britti zu nennen und das ist für alle Beteiligten besser. Auch Britt haben sich alle verkniffen. Britt ist in meiner Altersklasse auch belegt durch die Schauspielerin Britt Ekland. Die war so schön zu ihrer Zeit, da will sich keine Britta mit messen. Mein Vater sagte manchmal Britteken. Das ließ ich durchgehen, weil es naja mein Vater war und es ist so typisch niederrheinisch niederländisch an alles ein „ken“ dranzuhängen „Schätzeken, willst Du noch ein Bütterken“ ist ein für meine Ohren völlig normal klingender Satz.
wie relevant ist ein Vorname?
Eriks Blogparaden laufen unter dem Hashtag relevant. Ich finde, gerade zum Thema Namensgebung passt die Überlegung, wie relevant ein Vorname ist. Macht der Name etwas mit einem oder machen wir etwas mit dem Namen?
Wie wichtig ist der eigene Name wirklich?
Ich habe mich schon immer gefragt, ob unsere Namen unbewusst Einfluss auf uns haben. Jetzt nicht in dem Sinne, dass zu ausgefallene oder zu gewöhnliche Namen eine Bürde sein könnten – dazu später mehr. Sondern eher so in der Richtung, dass viele bewusst oder unbewusst bestimmte Charaktereigenschaften mit manchen Namen verbinden. Ich gebe zu: Ich gehöre dazu, ich mache das. Ob ich das jetzt richtig finde oder nicht, das ist einfach automatisch so.
Kann ein Vorname unser Leben beeinflussen?
„Sag mir Deinen Namen und ich sag Dir, wer Du bist.“ Diesen Spruch habe ich schon von meiner Oma früher gehört. Und wirklich:
Ich habe eine Vorstellung im Kopf, die ich mit manchen Namen verbinde und oft trifft sie zu. So kenne ich keinen einzigen Jan, der introvertiert ist. Ein Jan ist immer laut, fröhlich, abenteuerlustig, manchmal auch frech, er geht auf Menschen zu, er ist jemand, mit dem man gerne zusammen ist, feiert, lacht und bei all den vielen Jans in meinem Leben trifft das komplett zu. Eine Britta ist immer blond, nie richtig zierlich, mit beiden Beinen auf der Erde stehend ( es sei denn, sie ist auf dem Wasser.)
Ich bin mir dennoch nicht sicher, ob mein Vorname meine Vorliebe für Nordisches geprägt hat oder ob umgekehrt mein angeborenes nordish by nature Gefühl dabei hilft, meinen Vornamen zu mögen. Für mich bleibt die Frage, ob ein Name die Persönlichkeit beeinflussen kann, offen. Ich kann sie nicht mit Sicherheit beantworten.
Wäre ich mit einem anderen Namen ein anderer Mensch geworden?
Das ist eine Frage, die ich mir auch schon mal gestellt habe. Mein Vater hätte mich damals gerne Astrid genannt. Zum Glück hat er sich nicht durchgesetzt. Ich kenne zwar keine Astrid, außer der verehrten Astrid Lindgren fällt mir auch keine ein. Aber irgendwas ist an diesem Namen, was mir nicht gefällt und ich mir für mich auch nicht vorstellen kann.

Was wäre ich für eine Astrid gewesen? Ich könnte mir vorstellen, dass ich mürrischer gewesen wäre. Schon alleine deshalb, weil mir der Name nicht gefällt.
Was habe ich mir bei der Namensgebung für meine Kinder gedacht?
Ich fand die Namensgebung für meine Kinder gar nicht so einfach. Ich fand tatsächlich, dass es eine große Verantwortung ist, einem kleinen Menschlein seinen Namen zu geben. Schließlich muss er da sein Leben lang mit rumlaufen – er wird mit diesem Namen Opa oder Oma! Und – ich bin sicher nicht die Einzige, die dazu neigt, bestimmte Namen mit bestimmten Charaktereigenschaften zu verbinden.

Dazu war es mir wichtig, nicht meinen einen kreativen Moment im Leben an der Namensgebung der Kinder auszuleben. Eine Viktualia Rollgardina hätte eher nicht in meiner Wiege gelegen. Der Name sollte nicht zu ausgefallen sein. Man will ja nicht, dass die Kinder schon im Kindergarten dauernd falsch angesprochen oder gehänselt werden.
Dann wollte ich unbedingt dem damals grassierenden Kevinismus ausweichen – mittlerweile sind übrigens die ersten Kevins und Chantals Großeltern geworden. Weiter wollte ich aber auch nicht, dass es sich in der Kinderstube anhört wie im Dienstbotentrakt der Buddenbrooks.
Letztendlich haben wir es ganz gut gemacht. Auch die Jungs haben Namen mit leicht skandinavischem Touch. Sie mögen ihre Vornamen. Lediglich der Jüngste, der sehr international arbeitet, moniert gelegentlich, dass sein Name im Ausland nicht gebräuchlich sei und nicht zu übersetzen. Das hatte ich bei der Namensgebung tatsächlich nicht auf dem Schirm. Was für Fallstricke da überall lauern.
Fun Fact: Ich war damals für Paul, das hätte auch super zu ihm gepasst. Da konnte ich leider keinen Konsens erzielen. Zweifellos aber wäre das international besser handelbar gewesen. Soll er sich bei seinem Vater beschweren.
Warum fühlen sich manche Namen passend an und andere nicht?
A propos Fallstricke. Kleiner Pro-Tipp für alle, die das mit der Namensgebung noch vor sich haben: Sprecht den gewünschten Namen laut aus. Mit Vor- und Nachnamen. Schön, wenn der Vorname zum Nachnamen passt
Jemand mit dem Nachnamen Reich sollte sein Kind eher nicht Frank nennen. Ich mein ja nur.
Ich fand übrigens meine Vor-und Nachnamen Kombi erst nach der Heirat mit dem Captain richtig schön. Ich habe seinen Nachnamen gerne angenommen. Mein Geburtsname war auch nicht wirklich blöd, er hatte sogar einen niederländischem Touch. Aber er fing mit H an und somit waren BH meine Initialen. Das fand ich unglücklich. Und selbst über so eine Kleinigkeit wurde sich in der Schule gelegentlich lustig gemacht.
BL ist da schon schöner, zumal ich in social media daraus „Frau vonBelang“ gemacht habe. Was uns wiederum zu Stärke und Weisheit führt. Und: Langhoff ist ein auch in Skandinavien verbreiteter Nachname. Kreise schließen – kann ich!
Was ich allerdings gerne gehabt hätte, ist ein zweiter Vorname. Britta an sich klingt ja recht hart, gerade auch die Niederländer sprechen ihn noch härter aus als die Deutschen. Da hätte ich ganz gerne einen sanften Übergang wie z.b. Marie gehabt. Alleine für die Sprachmelodie. Und die Initialen. Bei letzterem allerdings nur, solange der Nachname nicht mit W anfängt.
Namensgebung im Romanprojekt
Auch so etwas, was ich beim Schreiben meiner Geschichten vom Deich erstaunlich schwierig fand. Schließlich sind auch die Romanfiguren sowas wie meine Kinder.
Bei manchen Figuren fliegen mir die Namen einfach zu. Schon bei der ersten Skizzierung denke ich: Oh ja, das ist eine typische Lotta. Bei anderen bemühe ich dieses Internet und schaue unter den beliebtesten Vornamen des Jahrgangs. Ganz interessant im übrigen.
Vor allem, weil ich einige niederländische Vornamen brauchte. Eine echte Inspirationsquelle! Eine meiner Hauptfiguren ist Niederländer, er ist der Typ Freund, den sich jeder in seinem Leben wünscht und der zugegebenermaßen in meinem Leben ein bißchen fehlt. Ihm wollte ich unbedingt einen typischen niederländischen Namen geben, aber einen, mit dem auch Deutsche etwas anfangen können. Ja genau! Der Name Jan hätte locker in dieses Anforderungsprofil gepasst.
Resteverwertung und unerwartete Assoziationen
Noch einen Jan wollte ich nicht in meinem Leben, nicht mal einen erfundenen – langsam gehen mir die Zusatzbeschreibungen für Jans aus. Schließlich habe ich mich für Henk entschieden. Guess what? Mittlerweile haben wir in der Nachbarschaft einen Hund, der Henk heißt. Eher ungewöhnlich für einen Hund und auch ein bißchen blöd für meine eigene Assoziationskette. Zum Glück ist der Hund sympathisch.
Zugegebenermaßen habe ich beim schreiben auch sowas wie Resteverwertung betrieben. Mein Hauptfigur heißt Annika, so hätte ich eine Tochter genannt, wenn ich eine bekommen hätte. Und auch ein Paul tobt durch meinen Roman. Womit in diesem Beitrag auch dieser Kreis geschlossen wäre. Sag ich doch – die geborene Kreisläuferin. ( Zwinkersmiley. Manchmal kommt eben die Handballmama in mir durch )
Ist der Name wirklich Programm? Was sagt die Forschung dazu?
Der Gedanke, dass Namen unsere Persönlichkeit beeinflussen, ist nicht so abwegig, wie manche meinen. Es gibt Studien, die zeigen, dass Namen unser Leben beeinflussen. Der Name-Letter-Effekt wurde in diesen Studien definiert. Auch die umfassende Reform des Namensgesetz, die 2025 in Kraft trat, ist ein Ergebnis dieser Studien.
Und trotzdem bleibt es für mich eine offene Frage: Wieviel von der Bedeutung der Vornamen ist einfach eine schöne Geschichte, die
wir uns über uns selbst erzählen?
Fakt ist: Namensgebung kann viel schwieriger sein als gedacht. Man kann seinem Kind schon wirklich etwas antun damit. Ein Vorname ist etwas, womit man sein Leben lang rumläuft. Und – bis zum Lebensende ist es etwas, was man noch von seinen Eltern mit sich trägt. Ein Stück Heimat. Ich für meinen Teil bin sehr froh, einen Namen zu haben, mit dem ich mich gerne vorstelle.
Erzählt mir gerne in den Kommentaren, wie es Euch mit Eurem Vornamen ergeht! Mögt Ihr Euren Vornamen? Oder habt Ihr schon mal überlegt, Euch umzubenennen oder es sogar gemacht? Ich bin gespannt. Falls Ihr den Namen Britta blöd findet, reicht es aber, wenn Ihr das im Stillen denkt…..
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Ja, Jan ist immer fröhlich und Brrridda (so klingt das auf Hamburgisch und ich bekomme Pickel, wenn jemand -ken an etwas hängt) ist wie von dir beschrieben blond und stabil gebaut.
Interessante Blogparade. Klicke mich gerne durch.
Namen international aussprechen zu können, finde ich wichtig. Bei meinen geht das.
Romanfiguren zu“ benamen“, fände ich wahnsinnig schwer.
Paul war Monas Vorgänger.
Was Namen angeht, bin ich ein lebendes Trauma. Ines ist mein zweiter Vorname, den ich seit 2000 nur noch verwende bei Menschen, die mich neu kennenlernen. Vom ersten habe ich die Schnauze voll zu erklären, wie man als Frau so heißen kann, obwohl er schön klingt. Deshalb fand ich früher Unisexnamen furchtbar. Heute würde ich einem Kind selbst einen geben, falls es sich anders zuordnet als die Medizin es sagt.
Spannendes Thema!
Das Thema Unisex Namen finde ich auch spannend. Könnte ich eigentlich noch einarbeiten in den Artikel. Mein Bruder hat auch einen Unisex Namen, aber einen, der hierzulande eher ungebräuchlich für eine Frau ist. Ich finde ihn schön, sowohl für Mann als auch für Frau.
Übrigens ist im erweiterten Sinn „Jan“ auch ein Unisex Name, in Amerika wird er öfter als Frauenname gewählt.
Ich fand das Thema auch sehr spannend. Leider hab ich die Blogparade erst spät im Monat entdeckt, sonst hätte vielleicht auch der eine oder andere aus meinem Bloggerkreis noch teilgenommen. Ich hab den Text auch gestern relativ schnell geschrieben, weil mir viel dazu einfällt. Heute mach ich mir noch ein paar Gedanken über Bilder.
Man hat schon oft ein Bild im Kopf aber so richtig umschreiben könnte ich es für keinen Namen. Meinen kann ich nicht besonders leiden bzw. stehe ihm ziemlich neutral gegenüber. Ein richtiger Spitzname hat sich daraus nie ableiten lassen – die naheliegenden sind alle grausig und wurden von mir erfolgreich abgewehrt. Bei meinem Mann arbeiten so viele Kollegen mit dem Namen Markus, dass es schon hieß, das sei kein Name sondern ein Sammelbegriff. Zu gewöhnlich ist also auch wieder doof 😄.
Liebe Grüße!
Markus – ein Sammelbegriff. Find ich auch witzig. Das ist bei mir wohl der Jan. Wobei – ich kenne auch so einige, die Markus heißen. Aber nur einen richtig gut.
Ich mag Deinen Namen, aber ich kann mir gut vorstellen, dass Du damit zu tun hattest , grausige Spitznamen abzuwehren. Die, die mir dazu einfallen, find ich auch alle nicht schön.
Liebe Grüße Britta
Liebe Britta, ja das ist ganz spannend, es gibt sehr viele unzufriedene Menschen, was ihren Namen betrifft. Ich mag meinen Namen jetzt auch nicht so sehr, Bettina eigentlich. Tina wurde und werde ich von den meisten gerufen. Damit kann ich leben. Nomen est Omen bei mir wohl eher nicht. Ich bin nicht sehr gläubig, im herkömmlichen religiösen Sinn. Meine Kinder haben bewusst kurze Namen bekommen, die man nicht abkürzt. Sie haben sich bisher nicht beschwert.
Liebe Grüße Tina
Liebe Tina,
Ich kenne auch einige, die damit unzufrieden sind. Tina finde ich sehr schön, auch als eigenständiger Name. Interessanterweise sind alle Tinas, die ich kenne, abgekürzte Bettinas. Christina oder Martina wird seltener zu Tina verkürzt. Schon interessant, was man bei der Beschäftigung mit diesem Thema so rausfindet.
Liebe Grüße
Britta
In meiner Klasse auf dem Gymnasium gab es eine Britta. Irgendwann wechselte deren Kindheitsfreundin auf unser Gymnasium und plauderte Brittas Spitznamen aus: sie wurde in der Kindheit „Brixel“ gerufen. Nicht besonders schön, nicht besonders passend, aber er blieb kleben.
Oha. Brixel finde ich aber auch wirklich mal gar nicht schön. Und auch irgendwie weit hergeholt… Ich hoffe, dieser Spitzname begleitet sie nicht auch noch in ihrem Erwachsenenleben.
Wir haben unser ersten Kind Paul genannt. Zum einen weil das der einzige Name war der bei beiden auf der Namensliste stand und zum anderen weil beide Opas den als Zweitnamen haben. Damals war mir sowas noch wichtig. Heute hätte ich einen anderen Namen gewählt und auch einen Zweitnamen vergeben. Damals wahrscheinlich noch nicht, weil das richtig Erwachsenwerden doch erst mit dem ersten Kind kam.
Die Rationale Entscheidung die ich doch schon getroffen habe, war den Namen Jonathan abzulehnen weil wir schon einen langen Familiennamen haben. Das wollte ich meinem Kind nicht antun zwei lange Namen zu haben. Selbst heute habe ich auf Arbeit noch ein Login wo der letzte Buchstabe vom Nachnamen fehlt.
Moin auch hier liebe Britta. 😉
Ich bin mit meinem Namen und auch mit der Kurzform Gina zufrieden. Haben meine Eltern gut ausgesucht. Die Bedeutung finde ich auch richtig schön, Körnchen zurecht gerückt. 😉
Bei dir und dein Kindern ist es ja auch gut gelaufen. 👍
GLG Gina
Deinen Namen mag ich auch gerne. Du bist auch die einzige Gina, die ich kenne und so hast Du die Ehre, dass Du meine Vorstellung vom Namen Gina geprägt hast.
Das freut mich. 🫶🏻
Liebe Britta,
ich bin im Netz mit meinem sehr ungeliebten Zweitnamen unterwegs, der heutzutage eher angesagt ist, den ich „zu meiner Zeit“ aber immer als „oll“ empfunden habe. Noch dazu war die Oma, nach der ich benannt wurde, etwas, ähm, eigen. Meine Assoziationen sind wirklich nicht die besten.
Wie ich meinen Rufnamen finde… sagen wir mal so, er ist voll okay und ich möchte sicher nicht anders heißen.
Bei den Namen der Kinder haben wir etwas Mist gebaut. Der Tochtername ist in niederländischer Ausführung, was bedeutet, dass sie ihr ganzes Leben lang sowohl Vor- als auch Nachnamen (auch niederländisch) buchstabieren muss und der Sohn hat einen ebenfalls niederländischen Zweitnamen, den jeder französisch ausspricht. Hmpf.
Mein brandneues Enkelkind, ein Mädchen, hat zwei ungewöhnliche, aber sehr klangschöne Vornamen bekommen.
Soweit mein Bericht – sehr lachen musste ich bei deinen Bemerkungen zum Buddenbrookschen Haushalt.
Den Roman sollte ich auch mal wieder lesen fällt mir da gerade zu ein.
LG
Marie 😩😂
Also ich mag Deinen Zweitnamen, wie gesagt, ich hätte ihn auch als Zweitnamen genommen. Du hast bestimmt gelacht, als Du meine Anmerkung oben gelesen hast.
Im Nachhinein ist man immer schlauer. Hauptsache, Deine Kinder fühlen sich wohl mit ihren Vornamen.
Auch hier nochmal meinen herzlichen Glückwunsch zum neugeborenen Enkelkind.
Oh ja – Buddenbrooks les ich auch immer mal wieder. Ich mag es, wie mein Blick auf den Roman und die Familie sich mit meinem Alter ändert.
Liebe Grüße
Britta
Ich musste schon grinsen, vor allem, weil in diesem Fall überdeutlich demonstriert wird, wie unterschiedlich Namen wahrgenommen werden können.
LG nochmals
Marie
Hey,
sehr sehr spannend. Bei manchen Namen: Schublade auf, Name rein, Schublade zu… Da gibt es wohl einige, vor allem aus dem Osten Deutschland. Aber gut, das wird es wohl immer geben. Leider.
Ich bin mit meinem Namen zufrieden und würde auch nicht anders heißen wollen.
Liebe Grüße!
Ich mag Deinen Namen auch gerne.
Er hat sowas Frisches, Fröhliches.
LG Britta
Ich hätte gerne nicht Nicole geheißen, obwohl ich finde, dass der Name geschrieben wie der höchst apart aussieht. Ich hätte mich Mathilda oder Martha oder Helena genannt.
Mindestens zwei Nicoles in einer Klasse fand ich immer lästig. Mein Mann hat auch so einen Allerweltsvornamen. Und Nicki mochte ich für mich nie…
Bei unseren Kindern habe ich die gleichen Aspekte wie du berücksichtigt: Er musste sich auch erwachsen noch gut anhören, kein ’so heißen gerade alle‘, keine Verniedlichungen (ging schief, haha) und ein zweiter Vorname ohne Bindestrich, falls die erste Wahl nicht gefällt.
Und für Kind zwei und drei wurden die Alternativen der vorangegangenen Geschwister nicht wieder gewählt.
Und darum ja: Man verbindet etwas mit Namen, ich jedoch eher, wenn ich Personen dazu kenne. Wobei es allerdings schon auffällig ist, dass bestimmte Namen tatsächlich bestimmte Eigenschaften zu beinhalten scheinen.
Klasse Beitrag, das hat mir sehr gefallen.
Liebe Grüße
Nicole
Mathilda und Martha finde ich auch sehr schön. Helena eher nicht so. Das ist für mich einfach der Name einer Göttin und erhebt damit auch immer einen gewissen Anspruch. Dem man erstmal gerecht werden muss.
Nicki finde ich auch nicht schön. Und Du bist auch irgendwie keine Nicki, da gebe ich Dir Recht.
Bei der Namensgebung für die Kinder waren wir uns ja wieder einmal einig. Wobei ich nicht darüber nachgedacht habe, wie ich mit den Alternativen für die vorangegangenen Geschwister umgehen würde. Beim ersten Kind hatte ich nur einen weiblichen und einen männlichen Vornamen und sonst keine Alternative. Da der zweite wieder ein Junge war, stellte sich die Frage also nicht. Aber wenn es ein Mädchen geworden wäre, hätte ich wahrscheinlich doch den weiblichen Wunsch Vornamen genommen.
Freut mich, dass Dir dieser Beitrag gut gefiel. Es hat auch Spaß gemacht, den zu schreiben.
Liebe Grüße
Britta
Früher mochte ich meinen Namen nicht sonderlich. Katharina hätte mir besser gefallen.
Aus heutiger Sicht bin ich aber keine Katharina. Katja passt schon eher. Ob ich eine Katja geworden bin ( was immer das auch heißt ) oder schon immer war – keine Ahnung.
Mit der Bedeutung „die Reine“ konnte ich allerdings als Kind schon nichts anfangen. Katja Epsteins Lieder waren auch nicht wirklich das womit sich ein Kind verbunden fühlen konnte.
Meine Eltern haben darauf geachtet, dass die Namen ihrer Kinder in vielen Sprachen bekannt sind. Allerdings haben sie übersehen, dass meine Initialen KZ waren. Ich habe meinen alten Nachnamen u.a. auch deshalb freudig abgegeben.
Spitznamen hatte ich einige, aber weder mit Kathy noch mit Katchen konnte ich mich identifizieren. Hat sich auch nichts davon durchgesetzt.
Die Namen für meine Kinder zu finden war schwer – und dann doch ganz einfach.
Meinen Sohn wollte ich immer Tim oder Adrian nennen.
Einen Adrian ( den alle nur als Adi kennen ) habe ich geheiratet und Tim wurde mein Patenkind.
Beim ersten Kind haben mein Mann und ich jeder eine Liste gemacht und vereinbart das Kind bekommt den Namen, den wir beide auf dem Zettel haben. Nunja… einzige Überschneidung war Charlotte – Charlotta. Aber es fühlte sich beides nicht richtig an.
Geworden ist es eine Melissa und bis heute ist uns ein Rätsel wo der Name plötzlich herkam.
Einen Jungennamen hatten wir nicht. Ich war felsenfest davon überzeugt ein Mödchen zu bekommen.
Beim zweiten Kind hat mein Mann ernsthaft Bryan vorgeschlagen. 😂🤣… im tiefsten Waldecker Land. Die Aussprache wäre hier immer Breien gewesen.
Im 6. Monat hatten wir immer noch keine Idee und waren an der Nordsee im Urlaub.
Melissa ( damals 3 ) sah eine Tasse mit einer Robbe drauf ( und ihrem Namen ) und wollte die gern haben. Wie es kam, dass Adi und ich beide eine Tasse mit „Mathis“ in der Hand hatten und fast zeitgleich den anderen frugen „Was hälst Du denn davon“ können wir uns bis heute nicht erklären.
Wir haben dann eine Tasse mit Melissa und eine mit Mathis gekauft. Sie trinken beide immer noch draus wenn sie hier sind. Einen Mädchennamen hätten wir nicht gehabt.
Mathis ist nordisch und bedeutet „Geschenk Gottes“. Ich bin zwar Atheistin, aber ein Geschenk ist er – und den Gedanken finde ich schön.
Spitznamen wie Matti oder Matze passen nicht zu ihm. Er ist Mathis.
Melissa gibt es in verschiedenen Sprachen und bedeutet „Biene“ oder „die Beschützerin“. Meine kleine Melissa war zwar eher eine wilde Hummel, aber Beschützerin passt. Aus Gründen war ihr Spitzname nicht Meli oder Lissy sondern Äffchen.
Was für ein schöner Blogartikel!
Onomastik und Sprachwissenschaft finde ich total spannend.
Gehab Dich wohl, Du Starke
Oh je – BH und KZ – wir wären ein dolles Gespann gewesen :))
In meiner Jugend war ich eng mit einer Katja befreundet. Sie war so, wie Du Deine Melissa beschreibst. Auch sie war von starkem Fernweh getrieben und ist auch viel gereist. Sie lebt heute weit weg und wir haben nur noch wenig Kontakt. Sie wurde von Freunden manchmal Katinka genannt, auch ich hab das manchmal so gesagt. Eine Kati war sie auch nicht. Unsere NL-Freunde haben sie Katjatje genannt, das war für uns Deutsche ein Zungenbrecher und wir fanden es auch nur so semi schön.
Adrian finde ich auch schön, Mathis und Melissa auch. Bryan – ich sach mal lieber nichts.
Ich find das Thema auch sehr spannend. Freut mich, dass es Dir gefallen hat.
Liebe Grüße Britta
Ich mag meinen Rufnamen (Uli), meinen Taufnamen (Ulrich) eher nicht, das klingt mir zu hart und ist auch international untauglich. Großartig Gedanken habe ich mir bisher über meine Vornamen noch nicht gemacht, da ich aktuell auch kein Buch schreibe, bleibt mir das zum Glück erspart. 😉
Ich fände es aber wünschenswert, dass man seinen Vornamen vergleichsweise problemlos ändern lassen könnte, wenn man damit partout nicht zurecht kommt.
Liebe Grüße, Uli
Ich mag Uli auch gerne, das hat was fröhliches. Ich kenne auch keinen Ulrich, der nicht Uli gerufen würde.
Fände ich auch gut, wenn man einen Vornamen ändern könnte. Ich glaube gar nicht, dass das allzu viele tun würden. Von daher könnte man das doch gut in das Gesetz einbauen.
Liebe Grüße
Britta
Das mit dem Bild im Kopf, wenn man einen Namen liest oder hört, kenne ich. Ich mag deinen Namen.
Meinen mochte ich als Kind nicht, weil er ein S enthält und ich als Kind gelispelt habe. Mein Nachname übrigens aus, was das Ganze noch schlimmer machte. So habe ich damals gern den Namen meines Mannes angenommen.
Die Kinder haben einen zweisilbigen Namen mit einem Vokal am Ende. Passt gut zum Nachnamen und klingt sehr melodisch.
Liebe Grüße
Sabine
Ich mag es auch, wenn Namen melodisch klingen.
Sabine an sich finde ich schön, auch wenn ich Dein Ding mit dem S natürlich verstehe. Die meisten, die ich kenne, werden auch Bine genannt, was mir auch immer gefallen hat. Eine Sabine kannte ich, die wurde Sabi genannt, das gefiel mir aber auch ganz gut.
Liebe Grüße
Britta
Also aus Britta einen Spitznamen zu machen wäre ja auch echt dämlich (finde ich generell bei kurzen Namen)!
Weißt du noch als wir unsere Namen durch den „Chantallisator“ gejagt haben und bei dir „Britney-Blue“ rauskam? – Gefällt mir immer noch ausgesprochen gut…! 😉
Also ich bin mit meinem Namen fine! Er gefällt mir nicht besonders gut aber auch nicht schlecht – ist einfach mein Name und völlig o.k! Ob er zu mir passt? Ich glaub ja! Er hat ja eher einen etwas härteren Klang und passt glaub ich ganz gut zu meiner Ruhrpottschnauze…! Er bedeutet „Die Reine“ und das find ich jetzt nicht unbedingt sooo treffend aber egal…!
Es gibt ein paar Namen bei denen krempeln sich mir die Fußnägel hoch! Birte, Dörte, Frauke und Wiebke – find ich absolut fürchterlich…!
Ich wollte zwar nie Kinder aber ich wüsste trotzdem wie ich sie nennen würde denn es gibt ein paar Namen die finde ich super schön! Eva, Lydia und Lucy und Till und Thilo!
Nach der Hochzeit bin ich zwar eine Alliteration geworden (was ich zwar nicht sooo toll finde) aber man kann sich den Namen gut merken und mir war halt wichtig des Drachentöters Namen anzunehmen da ich auf diese klassische Variante stehe! Hätte ich allerdings nicht gemacht wenn mein Nachnahme dann z.b Kloschüssel geworden wäre…! 😉
Doppelnamen (Also Nachnamen) finde ich persönlich blöd!
Ach und Mathis und Ronja liebe ich auch sehr, was auch daran liegt dass ich mega „Ronja Räubertochter“ Fan bin und wohl selbst gern eine Räubertochter wäre…! 😉
Yau – das hatte ich völlig vergessen. Das müsste ich eigentlich noch in den Blogartikel einbauen. Britney-Blue :)) – ganz reizend. Entzückend. Was kam denn bei Dir nochmal raus?
Ja, bei Deinem Namen fällt mir noch was auf, worüber wir auch schon mal gesprochen haben. Nämlich die Schreibweise. Ob mit oder ohne H – hatten wir auch beim Drachentöter schon mal drüber philosophiert.
Bei Dir finde ich die Wirkung des Namens mit H etwas anders als ohne. Ich kenn zwei Frauen Deines Namens mit H und eine ohne. Die ohne kann ich mir mit H gar nicht vorstellen, irgendwie find ich den Namen mit H nachdrücklicher und präsenter.
Ach, die Alliteration im Namen find ich gar nicht so schlecht. Wenn beide Namen mit z.B. L anfangen würden, würde sich das vielleicht blöder anhören.
Doppelnamen find ich auch ziemlich blöd, da konnte ich mich noch nie mit anfreunden.
Ich war „Katalaya-Unity“! :-))
Ich kenne keine andere Person meines Namens die mit H geschrieben wird! Wir sagen immer dass ich das H vom Drachentöter hab (was bei seiner Frisur immer für Lacher sorgt)! :-))
Katalaya Unity – :)) das hatte ich völlig verdrängt. Da ist Britney-Blue wirklich Gold gegen.