Es gibt Blogartikel, die fließen nur so aus den Tasten – und es gibt die anderen. Dieser Artikel ist einer der anderen. Den Tasten mühsam und stockend abgerungen. Was passt. Ihr habt es sicher bemerkt: Nicht nur unsere Bootssaison lief anders als geplant, auch mein Romanprojekt stockt.
Schreibprojekt stagniert – was ist passiert?
In diesem Artikel erzähle ich, warum mein Romanprojekt momentan pausiert, welche Herausforderungen den kreativen Prozess beeinflussen können und welche Gedanken mich zwischen „Aufgeben oder Dranbleiben?“ beschäftigen.
Wie ist der Stand der Dinge bei meinem Romanprojekt?
Die bittere Wahrheit ist: Mein Roman steht auf Pause. Nicht vergessen, (noch) nicht gelöscht, aber keine Ahnung, ob wie oder wann es weitergeht. Wie unser Boot im Hafen, wenn draußen ein Sturm tobt. Schön geht anders. Aber vielleicht tut es mir gut, aufzuschreiben, warum mein Romanprojekt stockt.
Im letzten Jahr habe ich Euch in ersten vorsichtigen Schritten mitgenommen. Ich habe erzählt, wie sich eine vage Idee zu meinem Schreibprojekt verselbstständigte: ein Heimatroman über eine Familie, die das Stadtleben gegen Landleben tauscht und einen Neuanfang wagt. Ein Buch schreiben war für mich eine Herausforderung, die ich mir selbst gesucht und die ich geliebt habe.
Das Manuskript ist komplett fertig geschrieben, eine erste Leseprobe veröffentlicht. Für dieses Jahr war Überarbeitung, Testleser, Korrektur, Vorab-Marketing und schlussendlich Self-Publishing geplant. Alles sah gut aus. Ich überarbeitete, der Gatte las Korrektur, ich lernte alles über »Guillemets1« und korrigierte vor mich hin. Erste Rückmeldungen auf meine Leseprobe waren ermutigend:
Der Plan war gut – dann kam das Leben dazwischen
Ermutigt steckten wir die weitere Route ab und hatten eine grobe Törnplanung für den Weg mit dem Ziel Self-Publishing. Zeit für eine kurze Atempause an der Nordsee – danach wollte ich meine anvisierten Testleser bezirzen. Der Gatte wollte mit der Technik loslegen, ich mit der Überarbeitung von Teil 2 und 3. Eigentlich dachte ich, ich wäre schon ziemlich weit mit meinem Romanprojekt.
Ich hätte es wissen müssen – der Fehler liegt eben oft im eigentlich: Das echte Leben kam um die Ecke und verkündete: „Nett, dass du so viele Pläne für das Jahr hast. Und damit zurück zu mir“
Das ist der Punkt, den ich leider ehrlich zugeben muss: Ich weiß gerade nicht sicher, ob ich die Leinen für mein Romanprojekt „Das Haus am Deich“ je wieder löse, ob das Buchprojekt nur pausiert oder ob es auf dem Schrottplatz der vielen nie veröffentlichten Bücher landet.
Warum stockt mein Romanprojekt?
Viele fragen sich: Warum komme ich mit meinem Buch ( oder einem anderen kreativen Projekt ) nicht weiter? Die kurze Antwort meistens: Weil das Leben passiert. So auch bei mir.
Es gibt Stürme, die andernorts eine Flaute bescheren.
Es passieren Dinge, die sich nicht für den richtigen Zeitpunkt interessieren. Familienangelegenheiten, für die man in der Verantwortung steht. Entscheidungen, die Kraft kosten. Emotionale Themen, die Zeit brauchen. Trauer, die Raum braucht. Lebenskrisen und Kreativität vertragen sich nicht.
Um literarisch weiter arbeiten zu können, brauche ich emotionale Klarheit. Um den Weg zum Self Publishing weiterzugehen, brauche ich garantierte Zeit und Muße, die ich derzeit nicht habe. Mir an diesem Punkt zu sagen: „Ich mache nichts kaputt, wenn ich pausiere“ ist realistische Selbstfürsorge. Wenn ich irgend kann, will ich nie wieder im meinem Leben an einen Punkt der kompletten Überforderung kommen.
( Mehr werde ich zu den Gründen nicht sagen. Meine Kryptik wurde in Kommentaren schon kritisiert, damit kann ich leben. Ich würde sonst in die Privatsphäre anderer Menschen eingreifen, das wird hier nie passieren )
Wie geht man damit um, wenn man mit seinem Buch nicht weiter kommt?
Ich versuche, mir keine Vorwürfe zu machen und mich nicht zu ärgern. Ich gebe zu: das gelingt mir nur so mittel. Aber ich weigere mich, Deadlines zu produzieren (es reicht, wenn das ein Protagonist aus meinem Roman macht) und bleibe dabei: Es ist mein Herzensprojekt, es soll mich erfüllen und glücklich machen, nicht mich stressen.
Was hilft, ist mir zu sagen: Mein Romanprojekt stockt nicht, weil ich versagt habe. Es pausiert, weil es jetzt nicht gut werden kann.
Habe ich eine Schreibblockade?
Nicht im eigentlichen Sinne. Ich schreibe nach wie vor viel. Manches auch bewusst nur für mich. Es muss raus und verarbeitet werden, für mich wird dann manches klarer. Was öffentlich gut geht, ist bloggen. Diesen Schreibprozess kriege ich auch hin, wenn ich zwischendurch unterbrechen muss. Es lenkt mich ab, bloggen und der Austausch mit Euch erfüllt mich. Das Blogjahr 2025 war anders als mein Romanprojekt ein äußerst erfolgreiches Jahr. .
Aber an mein Romanprojekt setze ich mich nur, wenn ich mich darauf gedanklich voll und ganz einlassen kann. Was derzeit nicht geht. Es gibt zu vieles in unserem Leben, was noch nicht zu Ende gedacht und passiert ist. Dazu kommt: Der dritte, noch nicht überarbeitete Teil meiner Geschichte spielt in der Corona-Zeit, ebenso wie der noch nicht geschriebene finale Part.
Auch in dieser Zeit habe ich Dinge erlebt, von denen ich dachte, dass ich sie nie erleben müsste. Dinge, die ich nicht verzeihen werde. Dinge, die mich seit dieser Zeit prägen. Mich hinzusetzen und diese Dinge aufzuschreiben, tut weh. Sie gedanklich neu durchleben geht gerade nicht. Auch weil ich mich weigere, mein Leben nur aus Bedauern und Trauer bestehen zu lassen. Dafür bin ich definitiv zu alt.
Auf dem Weg zum Self-Publishing – meine größten Hemmschuhe
Ich habe ein Buch geschrieben – wie geht es weiter?
An dem Punkt sind sicher einige, die Hemmschuhe sind unterschiedlicher Machart und Größe. Mein größter Hemmschuh ist die Technik. Ich hab schon auf die Marketingschiene nur so mittelmäßig Lust. Wenn ich dafür in der Stimmung bin, kriege ich es ganz gut hin. So habe ich auch für mich einen guten Weg gefunden, im Blog mit den Herausforderungen der KI umzugehen.
Aber die Technik plus bürokratisches Drumherum für eine Buchveröffentlichung ist eine ganz andere Nummer für mich. Da fühle ich mich wie eine Landratte auf hoher See. Mir fehlt ein Ansprechpartner, eine Echokammer und Hilfe. Der Captain hatte mit dem Buch-Führerschein begonnen und sich in die Self Publishing Vorbereitung eingelesen. Derzeit dreht er aber meistens an einem anderen Steuerrad.
Alternative wäre: einen Skipper finden, der Betonnung und Fahrrinne des Self-Publishing kennt. Ich weiß noch nicht, ob ich das möchte. Ich bin kritisch, ich lasse niemanden schnell an mein Herzensprojekt. Und bisher gab es niemanden, bei dem ich dachte: „Ja, Dein Angebot ist genau das, was ich suche“
Ist es schlimm, ein Buchprojekt auf unbestimmte Zeit zu pausieren?
Für mich ja. Neben vielem anderen aus diesem Jahr betrauere ich genau das. Es fühlt sich komisch an, weil ich mich tief hineingeschrieben habe in die Geschichte von der Familie im Haus am Deich. Dass es mit meinem Herzensprojekt nicht weitergegangen ist, fühlt sich scheiße an. Ein Buch veröffentlichen, war und ist mein Traum. Ich weiß, dass ich ihn verwirklichen könnte.
Aber ich beginne, mich mit dem Gedanken an eine Pause anzufreunden. Mutig älter werden muss für mich gerade heißen: Ohne Selbstvorwurf zugeben, dass es gerade nicht geht. Nicht, weil ich es nicht kann, sondern weil mein Leben es gerade nicht hergibt. Raus aus der Komfortzone heißt für mich gerade: Dieses Schiff bleibt auf unbestimmte Zeit im Hafen.
Sollte man kreative Projekte wie einen Roman öffentlich pausieren?
Ich finde: Ja. Viele zeigen ihre Hochglanz-Ergebnisse, wenige den steinigen Weg dorthin. Ich war geneigt, die Schublade Romanprojekt Haus am Deich schon alleine deswegen zu schließen, weil ich mir blöd vorkam. Vollmundige Ankündigungen und dann nix. Das bin ich nicht, das will ich auch nicht sein. Derzeit bleibt mir aber nur, ehrlich zu sagen: Ja, das Schreibprojekt stockt.
Ich habe mir mit dem Blog auf die Fahne geschrieben, Euch zu ermutigen, Träume anzugehen und zu leben. Ich bin aber nicht die Chichi Lifestyle Influencerin, bei der alles schick und schön ist. Wenn mein Beispiel gerade schon nicht ermutigt, so kann ich Euch vielleicht inspirieren, ehrlich zu sein und auch ein – vorübergehendes – Scheitern anzunehmen. Das Leben wird immer wieder so sein, dass man mit Belastungen umgehen muss. Manchmal muss man seine Grenzen neu definieren.
Zur Wahrheit gehört eben auch, dass manches nicht so läuft, wie man es sich vorstellt. Manches Ziel erreicht man erst über einen Umweg. Inclusive erzwungenem Aufenthalt an einem Rastplatz.
Vielleicht liest hier gerade jemand, der selbst mit seinem Herzensprojekt kämpft und aus welchem Grund auch immer nicht weiterkommt. Vielleicht hilft mein Text, Druck rauszunehmen. Kreatives Arbeiten ist nicht nur Sonnenschein, es ist auch mal Nieselwetter, manchmal Sturm, manchmal Flaute.
Wie geht es jetzt mit meinem Roman weiter?
Ganz ehrlich: Ich weiß es einfach nicht. Ich habe damit aus reiner Lust und Spaß am Tun angefangen. Ich wollte die Erfahrung machen, literarisch zu schreiben. Es fühlte sich gut an, es machte mich glücklich. Ich mag auch das Ergebnis, ich finde es besser, als am Anfang gedacht.
Noch vor einem Jahr war meine Attitude: „Mit 60 noch ein Buch veröffentlichen? Ja – finde ich auch mutig. Aber soll’n se doch reden! Es ist mein Traum. Punkt. Auch wenn ich nicht viel zu gewinnen habe, ich habe auch nichts zu verlieren. Ich habe mein Leben so eingerichtet, dass ich mit mir, meiner Zeit und meinem Geld machen kann, was ich will„
Noch stehe ich zu dieser Attitude, noch bin ich nicht bereit, mein Romanprojekt aufzugeben. Noch ist es eine Schreibpause, in der ich auch weiter Ideen sammele. Ob es dabei bleibt, ob es weitergeht – keine Ahnung. Die Antwort kennt wohl nicht mal der Wind. Darüber zu schreiben, fühlt sich an wie ein erster Schritt. Quasi nach langer Windstille die Segel überprüfen. Aber ich weiß eben nicht, wie es mit den Stürmen in unserem Leben weitergeht.

Leider: Je länger das Buch liegt, je länger einfach nichts passiert, desto stärker werden die Zweifel. Ich hatte eine gute Zeit mit dem Schreiben meines Romanprojekts. Sollte ich es nicht einfach dabei belassen und ein „mehr ist nicht drin, mehr sollte nicht sein“ akzeptieren?
Ist meine kreative Pause eine Frage der Motivation?
Nein. Es ist nicht so, dass ich beim Schreiben die Motivation verloren habe. Theoretisch bin ich hochmotiviert, praktisch brauche ich eine Phase, in der ich mich nur auf mein Projekt konzentrieren kann. Dazu fehlt mir aber Muße. Und ungestörte Zeit. Und oder Hilfe. Eine kreative Pause beim Schreibprojekt ist nicht schlimm, aber es ist bei mir eine erzwungene kreative Pause. Mein Buch hat es nicht verdient, dass ich es zwischendurch hopplahopp abhandele, ich habe das nicht verdient. Schon der Gedanke an eine nebenbei mal eben kurz Aktion macht mich nervös.
Kann ich damit leben, wenn mein Roman nicht veröffentlich wird?
Ich könnte für mich damit leben, wenn ich es nicht veröffentliche. Das würde ich unter „keine Erfahrung ist je umsonst“ ablegen. Mir geht es auch nicht um Ruhm, nicht darum, Geld zu verdienen. Andersrum möchte ich auch kein Geld verbrennen. Auch daher mein Zögern, professionelle Hilfe zu suchen.
Was mich allerdings ärgern würde, wenn ich die Schublade mit meinem Romanprojekt endgültig schließe, sind zwei Dinge. Zum einen möchte ich meine Romanheldin Anni mit Ka in die Welt entlassen und ihr eine Chance geben. Zum anderen möchte ich ab Teil 3 die Corona Zeit aus meiner Perspektive erzählen. Einfach, um sagen zu können: Wenn es sonst schon keiner tut, dann mache ich es. Dann ist es nachzulesen. Macht damit, was Ihr wollt. Und wenn es in 200 Jahren einer liest, der gerne einen Blick auf diese Seite der Historie haben will. Denn aufgearbeitet ist diese Zeit noch ganz und gar nicht.
Mein Fazit zur Flaute im Romanprojekt
Ich kann Euch Stand heute nicht sagen, in welche Richtung das Pendel ausschlägt und auf welcher Seite es stehen bleibt. Ich weiß es einfach nicht. Wir haben im Moment eine klassische Ruhe nach dem ersten Sturm Situation. Es wehen nur laue Lüftchen. Ob es Ruhe vor dem Sturm ist oder ob es ein stetiger Wind wird, mit dem man umgehen und auf den man sich einstellen kann – das ist nicht abzusehen.
Ich weiß nur, wenn ich die Leinen löse und mich auf die Reise begebe, dann muss ich fahren. Ein Boot hat keine Bremse – es muss in einen Hafen oder ankern. Es kann nicht mitten im Meer stehenbleiben und sagen, wird schon irgendwann weitergehen. Genauso ist es mit dem Buch. Wenn ich die nächsten Schritte mache, muss ich den Weg zu Ende gehen. Es gibt keinen Ankerpunkt, an dem ich nochmal pausieren kann.

Habt ihr auch Projekte, die warten mussten?
Hattet ihr auch schon Projekte, die pausieren mussten? Wie seid Ihr damit umgegangen? Oder habt Ihr gerade ein Projekt, welches stockt? Vielleicht tut es uns das Wissen gut, damit nicht alleine zu sein.
- im literarischen Buchdruck bevorzugten Anführungszeichen ↩︎
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Liebe Britta,
vielen Dank für die ehrlichen Worte, allerdings hätte ich auch nichts anderes von Dir erwartet. 😉 Dieses Problem kenne ich von vielen Autoren, z.B. habe ich heute morgen einen 1000 Seiten Roman von Joe Hill vollendet und im Nachwort berichtet er, dass er den fertigen 1. Entwurf erstmal 2 Jahre beiseite gelegt hat und dann wieder daran gegangen ist.
Auch sein Vater (Stephen King) geht oft ähnlich vor, seinen allerersten Roman „Carrie“ hatte er gar weggeworfen und seine Frau hat ihn aus der Mülltonne geholt, der Rest ist Geschichte…
Ich bin überzeugt, wenn der richtige Zeitpunkt gekommen ist, wird sich das Buch bei Dir melden und dann geht es weiter! Du bist ja in der komfortablen Lage, dass nichts muss, also warte ruhig ab und alles wird gut.
LG, Uli
Lieber Uli,
ich danke Dir für Deine aufmunternden Worte. Mal sehen, wer bei mir in der Mülltonne wühlt 😉
Für meine komfortable Position bin ich auch sehr dankbar, andererseits nimmt sie natürlich Druck raus, der vielleicht helfen würde.
Liebe Grüße
Britta
Nur ein Satz: Ich möchte bitte deinen Roman lesen.
Danke schön, liebe Ines
Den Mut, Pläne zu ändern oder auch mal zu pausieren, muss man auch erst mal haben. Und damit so offen umzugehen kann auch nicht jeder. Im Gegenteil, oft erlebt man ja, wie krampfhaft an etwas festgehalten wird, nur weil man sich keine Rückschläge und schon gar keine Scheitern oder Fehlentscheidungen eingestehen will. Ich finde es vorbildlich, dass du deine Ressourcen bewusst fokussierst und dich nicht zwischen selbst gesetzten Erwartungen und den anderen Plänen, die das Leben einem so reindrückt, aufreibst. Und für so ein Herzensprojekt ist es doch auch mit 70, 80 oder 90 nicht zu spät – wer weiß, wofür die Pause noch gut sein wird.
Liebe Grüße!
Liebe Vanessa,
vielen Dank für Deine aufmunternden Worte. Ich finde es zwar schade, dass es gerade nicht weitergeht, aber es wäre ebenso schade, wenn ich es auf Krampf durchdrücke. Das wird selten was, soviel steht für mich fest.
Und es tut ganz gut, damit offen umzugehen und zu sehen, dass es für alle okay ist.
Liebe Grüße
Britta
Ach Britta … dieses Leben … immer funkt es dazwischen. Das kennen wir im Moment auch nur zu gut. Ich will dir keine Ratschläge geben, das steht mir nicht zu. Und so ein Kommentardings ist für sowas auch glaube ich auch der falsche Ort. Ich kann dir aber kurz erzählen, wie wir das im Moment machen. Wir nehmen dieses Leben so an, wie es ist. Versuchen es nicht zu bewerten, sondern versuchen uns neu aufzustellen und bemühen uns wieder ins „normale“ Leben zurückzufinden, so wie wir es gewohnt sind und es wollen. Klingt einfach. Ist es aber blöderweise nicht. Und aufgrund der Neuen Situation bleiben andere Sachen erstmal auf der Strecke. Aber erstmal heißt ja nicht zwangsläufig für immer. Wir sortieren neu, verschieben Prioritäten, fokussieren uns auf das, was im Moment unsere Aufmerksamkeit erfordert und versuchen, Dinge zu integrieren, die uns gut tun. Und dann schauen wir mal weiter. Ich fände es schade, wenn du dein Buchprojekt beenden würdest. Ich finde, es spricht überhaupt nichts gegen eine Pause. Auch hierfür wird wieder Zeit sein. Da bin ich mir sicher. Bleib tapfer …
Lieber Martin,
danke Dir für Deine lieben Worte, aus denen ich gut merke, dass Du verstehst, wie es derzeit ist. Es ist tatsächlich schwierig, in der Lebensspur zu bleiben, die man für sich gewählt hat, wenn das Leben dauernd dazwischen funkt. Es klingt wirklich viel leichter, als es ist. Wir lavieren uns derzeit auch so durch und hoffen, dass der Weg mal klarer erkennbar wird. Und dann sitzt man abends da und denkt, viel weiter bin ich heute aber wieder nicht gekommen….
Dennoch – was wir auch machen, sind uns bewusste Pausen und Auszeiten gönnen. Auch damit wir uns nicht verlieren dabei.
Ich wünsche Dir ebenfalls viel Kraft und es ist schön, durch die Blogs verbunden zu sein und auch zwischen den Zeilen zu spüren, dass man ähnliche Erfahrungen macht.
Liebe Grüße
Britta
Liebe Britta,
ich habe großes Verständnis für deine Situation und weiß wie es ist, wenn einem die Energie für die Angelegenheiten, die man schön findet, ausgeht und auf unbestimmte Zeit wegbleibt. Auch kann ich mir gut vorstellen, wie dich das Unvollendete an deiner Situation piekst.
Du fragst, wie ich mit solchen Angelegenheiten umgehe? Ich bin gelernte Aussitzerin. Lässt ein Problem sich nicht ad hoc beheben, warte ich zu, bis ich es lösen kann oder es sich durch geduldiges Zuwarten von selbst löst. Letzteres kann auch beinhalten, dass man sich komplett von der Problem- oder Fragestellung verabschiedet.
Ich habe auch für mich akzeptiert, dass es Zeiten gibt, in denen nix läuft, weil das Leben dazwischen grätscht. Ich weiß, dass ich mit freiem Kopf besser performe und quäle mich nicht mehr mit was auch immer ab, nur weil ich denke, dass das in einem bestimmten Moment sein muss. Irgendwann kommt genau dieser Moment von selbst, zwingen kann ich zumindest nichts.
Ich drücke dir alle Daumen, dass du _deinen_ Weg findest und manchmal ist er bekanntlich das Ziel!
LG vonner Weser
Marie
Liebe Marie,
danke für Deinen Zuspruch und Dein Verständnis. Im Punkt Aussitzen habe ich eher Nachholbedarf. Ich kann es überhaupt nicht haben, wenn Dinge ungelöst in der Schwebe hängen und habe immer das Gefühl, ich müsse doch etwas tun können. Geduld ist nicht meine Kernkompetenz, das muss ich zugeben.
Aber manchmal wäre es schon sicher besser – es gibt Dinge, die sich nicht ändern lassen und die einen ausbremsen. Das zu wissen ist das eine, das zu akzeptieren das andere – und danach zu handeln, das was ich mir immer wieder vorsagen muss.
Liebe Grüße
Britta
1. NIiiiicht löschen, warum denn? es sind ja nicht tausend Seiten, die dir den Esstisch vollstellen.
2. Besser in deinem Tempo als nur mal eben, die Gründe sind am Ende egal
3. Du wirst fühlen, was richtig ist. Auch, was die professionelle Hilfe angeht.
Mein Verständnis, dass es dich nervt wegen äußerer Umstände nicht weiterzukommen, ist sehr groß. Aber manchmal ist das Leben so (doof). Alles, was du hast, hast du schon. Es ist ja nicht so, dass du das noch einmal schreiben müsstest.
Ich bewundere, dass du dich ans Buch gewagt hast und wie Ines würde ich es gerne lesen. Genauso gern, wie ich auch eines schreiben würde, es mir aber nicht wirklich zutraue.
Darum: Pausen sind ja kein Versagen, auch wenn du dich so fühlst. Pausen sind zum Atmen, Ausruhen, Hinterfragen und Liegenlassen.
Du hast keine Deadline, du bist die Deadline. Und ich bin sicher, du wirst, ohne Druck, die richtige Entscheidung fällen.
Und wir warten geduldig.
Liebe Grüße
Nicole
Liebe Nicole,
danke Dir für Deine lieben Worte. Du hast Recht – meine Omma würde jetzt fragen: Datt Ding frisst ja kein Brot, also egal. Das ist wirklich wahr. Danke, dass Du mich daran erinnert hast.
Es ist auch nicht unbedingt das Gefühl von Versagen, es ist eher so ein Gefühl von „Warum stehen meine Dinge schon wieder hintenan“ – was mich ärgert und mich auch gleichzeitig hemmt.
Einstweilen lesen wir uns auf unseren Blogs – das ist ja auch schön.
Liebe Grüße
Britta
Ich verstehe dich wirklich gut denn ich bin aktuell in einer ähnlichen Situation! Wir haben ja beide kein leichtes Jahr hinter uns und da bleibt die Kreativität echt auf der Strecke! Bei mir ist es Lucille! Seit dem Tod meines Vaters kann ich nicht mehr so wirklich andocken! Ich kann mich nicht aufraffen um richtig zu üben, ganz zu schweigen davon vielleicht sogar mal wieder ein neues Lied zu lernen und das frustriert mich! Ich war auch schon deutlich besser und auch das ärgert mich sehr aber ich mache auch nicht wirklich was dagegen…! Hin und wieder übe ich halbherzig damit ich nicht noch schlechter werde aber ich hab meine Motivation einfach nicht wiedergefunden…! Letztens saßen wir am Feuer und ich habe gespielt und es hat mir auch Spaß gemacht aber das konsequente üben fällt mir extrem schwer! Ich hoffe ich kriege die Kurve wieder denn ich hatte mir so viel mehr vorgenommen…!
Bitte begrabe deinen Roman nicht, das wäre wirklich extrem Schade und es steckt ja auch schon so viel Herzblut drin! Ich finde eine Pause überhaupt nicht schlimm, auch wenn die Pause vielleicht sogar länger wird! Meine Omma würde sagen „frisst ja kein Brot“! Also lass ihn ruhig liegen, da hat glaub ich jeder Verständnis für und so wie ich dich kenne, bin ich mir sicher dass es irgendwann auch weitergehen wird! Vor allem weil es halt ein Herzensprojekt ist…!
Es soll ja Menschen geben, die durch Trauer ihre eigene Kreativität erst so richtig entfalten. Das ist bei mir auch nicht der Fall. Mich lähmt Trauer und Bedauern – und aus diesem Kreislauf wieder rauszukommen, dauert. Man kann das auch nicht forcieren – man kann nur abwarten, bis man das Gefühl hat : Jetzt. Jetzt kann ich wieder, jetzt bin ich soweit.
Vielleicht sollten wir uns zusammen tun – vielleicht schaffst Du es ja hexenmäßig, mit Lucille das Buchprojekt voranzubringen…
Keine schlechte Idee! Wir passen halt nicht nur im Krankheitsfall aufeinander auf…!
So nämlich !
Die Kreativität bleibt niemals konstant meine Liebe. Sie gleicht den Gezeiten-mal Ebbe, mal Flut.
Es ist gut, dass Du offen mit der momentanen Stagnation ungehst. Ich glaube, dass es Dir hilft, den Unmut darüber von der Seele zu schreiben. Versuche Deinen Kurs zu halten und gib Deinen Traum bitte nicht zu früh auf. Ich glaube an Dich und Dein tolles Buchprojekt. Habe Vertrauen in Deine schöpferische Pause und weisst du was: Nur bei Ebbe findet man Strandgut. Fühl Dich fest gedrückt 🥰
Danke meine Liebe. Ich hab Dir ja schon gesagt, dass vor allem Dein Satz mit dem Strandgut wirklich ein großer Trost für mich ist. Ich weiß, dass Du diese Situation auch kennst und auch die dazugehörige Frustration. Es ist so schön, dass Du mir in meinen / unseren Metaphern genau das sagen konntest, was ich brauchte.
Fühl Dich ebenfalls fest gedrückt
Hey,
ach ja, was soll ich dazu alles sagen… manchmal kommen Dinge dazwischen die ein Projekt ins Stocken bringen und dann ist es Zeit Prioritäten zu setzen und der Seele auch mal frei zu geben oder diese zu erholen.
Ich kenne solche Momente und habe bemerkt, ich brauche Kraft und Ruhe um das Projekt gut werden zu lassen. Ich wünsche dir, dass es bald weitergehen kann.
Liebe Grüße!
Liebe Jenny,
ich habe lange in meinem Leben immer in Situationen festgesteckt, wo ich keine Wahl hatte und durchziehen musste. Nun ist es anders und es ist auch erstmals, dass ich ein wirklich kreatives Projekt angegangen bin.
Dass ich dafür Kraft und Muße und Klarheit brauche, damit es was werden kann, das musste ich lernen. Bzw. lerne es gerade
Liebe Grüße
Britta
Das Gefühl kenne ich nur zu gut. Wenn dein Wunsch bestehen bleibt, deinen Roman zu Ende zu schreiben, solltest du es auf jeden Fall versuchen. Dass man dafür die Muße braucht ist normal. Und klar, auch ich habe schon Projekte begraben, weil das Leben dazwischen gekommen ist. Gib nicht auf.
Liebe Grüße
Sabine
Danke Dir ,liebe Sabine für Deine aufmunternden Worte.
Ich hoffe, dass mit dem neuen Jahr zumindest Ruhephasen einkehren, in denen es vorwärts gehen könnte.
Liebe Grüße
Britta
Wie gut ich Deine Gedanken nachvollziehen kann.
Ich habe mit einem Fotobuch zur / über die Coronajahre angefangen und gedacht „das wird schnell fertig“. Viel haben wir ja in der Zeit nicht gemacht und etliche Texte dazu hatte ich schon fertig.
Von wegen … gerade in dieser Zeit ist so viel passiert, dass ich – wie Du und viele andere auch – das kaum verarbeiten kann. Das ist nicht mal eben so aufgearbeitet. Ich weiß im Moment auch gar nicht ob ich da weiter dran rumdenken will oder lieber Haken dran und nach vorn schauen.
Auch meine anderen Fotobuchprojekte stocken gerade.
Ideen habe ich genug, aber die Umsetzung hapert und holpert.
Zu viele #irgendwasistimmers…
Ich möchte die Bücher fertig bekommen – nicht nur für mich, sondern vor allem für meine Kinder und meinen Mann. Dabei setzte ich hohe Maßstäbe an und mich damit unter Druck – und dann geht gar nichts mehr.
Mir fehlt nicht nur Muße sondern auch ein bisschen „Scheiß drauf, ich lass das jetzt so!“
Stress, Druck, Perfektionismus und Kreativität sind ( bei mir ) nicht kompatibel.
Irgendwann machen Du und ich bestimmt weiter. Wir haben schon viel zu viel Herzblut reingepackt um aufzugeben, aber manchmal braucht’s einfach eine Pause.
Diese Einsicht hat sich für mich sehr befreiend angefühlt.
Stattdessen arbeite ich gerade viel Death clean ab. Müll und Zeugs entsorgen hilft mir auch etliches an Gedankengerümpel zu sortieren.
Ich wünsch Dir eine entspannte und ruhige Adventszeit, gönn Dir die Pause, die Du brauchst.
Pass auf Dich auf!
Liebe Katja,
das verstehe ich. Ich würde manchmal auch ganz gerne einen Haken an das setzen, was in mir arbeitet. Z.B. auch die Corona-Zeit. Aber ich fürchte, es wird uns einholen. Auf die ein oder andere Art.
Dein Projekt mit den Fotobüchern hört sich auch sehr umfangreich an. Ich habe für die Jungs früher auch Jahrbücher gemacht, auch im letzten Jahr zum 30sten noch eins. Sie freuen sich darüber, aber ich glaube, richtig würdigen werden sie es erst in späteren Jahren. So war es bei uns ja auch.
Ich bin gefühlsmäßig genauso gestrickt wie Du – Stress und dauerschleifende Gedanken vertragen sich nicht mit Herzensprojekten.
Fühl Dich lieb gedrückt und danke für Deine lieben Worte
Britta
Liebe Britta,
danke für deine so offenen und ehrlichen Worte! Deine Selbstkritik und Zweifel in allen Ehren: Dein Roman wird genau dann in die Welt gelangen, wenn die Zeit dafür reif ist – und du auch 🙂
Vielleicht hilft es dir, dass meine zwei Bücher ebenfalls mit deutlich Wartezeit „in der Schublade“ lagerten:
Meine „Zweihundertneunzehn Quadratmeter Glück!“ waren 2014 geschrieben, erst in 2019 kamen sie an die Öffentlichkeit.
Und mein Roman „Dahinterliegendes Blau“ waren im Rohmanuskript bereits 2010 fertig, jedoch erblickten erst 2023 als Buch die Welt.
Also: Lass dir Zeit und vor allem nimm dir selbst nicht den Traum und seine Realisierung 🙂
Herzliche Grüße zu dir
Gabi aka Juli Norden
Danke Dir, liebe Gabi.
Das Deine Bücher auch so lange gereift sind, wusste ich nicht. Das ist mir tatsächlich gerade Trost und Ansporn zugleich.
Danke, dass Du das mit mir geteilt hast.
Wünsche Dir ein schönes Advent-Wochenende
Liebe Grüße
Britta
Vielen Dank für diesen unglaublich ehrlichen und mutigen Zwischenstand! Es ist so wertvoll, wenn nicht nur die Erfolge, sondern auch die „erzwungene kreative Pause“ thematisiert wird. Das nimmt viel Druck heraus.
Ihre Offenheit, gerade in Bezug auf die schwierigen Lebensumstände, ist sehr inspirierend. Es ist die einzig richtige Entscheidung, das Herzensprojekt zu schützen, indem man es nicht unter Stress „abhandelt“.
Bitte machen Sie sich keinen Vorwurf. Die Geschichte von Anni und die Aufarbeitung der Corona-Zeit sind wichtig. Ich bin überzeugt, das Buch wird kommen, wenn die Zeit und die Muße wieder da sind.
Welche Aspekte der Technik/Bürokratie des Self-Publishing finden Sie am abschreckendsten?
Vielen Dank für den sehr lieben und verständnisvollen Kommentar. Nachdem dieser Beitrag bei mir etwas gesackt ist, fühle ich mich tatsächlich so, dass weniger Druck da ist. Ich will auch tatsächlich, dass das Projekt am Schluss mir gefällt. Wem es sonst noch gefällt, darauf habe ich keinen Einfluss und wäre für mich so ein „Wenn es noch mehreren gefällt, freue ich mich“ – Aber ich würde mich für mich alleine richtig ärgern, wenn ich immer das Gefühl hätte, ich hätte es besser machen können, wenn ich keinen anderen Stress gehabt hätte.
Ja, welche Aspekte finde ich am schlimmsten? Ich glaube, das Formatieren. Ich bin schon bei Word oft verloren und krähe nach den Männern, um mir zu helfen 😉
Und Bürokratie – die Anmeldung als Freiberufler, Steuern und so weiter. Das schreckt mich auch alles.
Liebe Britta,
dieser Blogpost geht mir unter die Haut, denn ich kann Deine Gedanken und Zweifel so gut nachvollziehen. Gerade dann, wenn das Leben dazwischen grätscht, fühlt sich nichts mehr leicht und freudig an – auch kein Romanprojekt.
Meine persönliche Erfahrung ist, dass alles seine ganz eigene Zeit hat. Vielleicht braucht Dein Projekt noch diese Warteschleife. Mein Oma hatte immer einen Spruch parat: „Alles ist für irgendwas gut.“ In jungen Jahren hab ich nur abgewunken, ihn nicht wirklich verstanden. Heute weiß ich, sie hatte absolut recht.
Solltest Du ein oder mehrere favorisierte Autor*innen im Blick haben bzw. kennen, die auch im Selfpublishing veröffentlichen – möglicherweise kannst Du sie nach ihren Erfahrungen fragen. Oder Du findest ein passendes Netzwerk. Gerade die technischen Details sind nicht unlösbar. Es gibt gleich mehrere Möglichkeiten, aus denen man sich eine passende herauspicken kann.
Und wenn das alles nichts ist, bleibt noch die Veröffentlichung über einen Verlag – idealerweise mit Hilfe einer Agentin/eines Agenten, was zumindest die ganzen technischen Fragen lösen könnte.
Nichts ist unmöglich! So viele verschiedene Wege führen nach Rom. Mir hat bisher immer geholfen, denen Fragen zu stellen, die diese Wege bereits gegangen sind.
Das Leben verläuft nicht linear, kennen wir ja alle. Im einen Moment ist man glücklich und doch ist klar: Es wird nicht immer so sein. Das gilt allerdings auch für unsere Downs, auch das wird nicht immer so bleiben. Das ist sicher! Die Wogen werden sich wieder glätten und wer weiß, vielleicht kannst Du dann mit noch mehr Erfahrung, Mut und Kreativität Dein Romanprojekt wieder aus der sprichwörtlichen Schublade ziehen und erfolgreich abschließen.
Ich würde mich mega darüber freuen und wünsche es Dir auf jeden Fall von ganzem Herzen!
Heute schicke ich Dir ganz liebe Grüße und eine dicke Mut-Mach-Umarmung, Britta.
Danke liebe Namensvetterin,
für Deine Mut-Mach-Umarmung und für Deine Hinweise. Du weißt natürlich, dass Du eine derjenigen bist, denen ich diese Fragen stellen werde. Vielleicht peilen wir mal einen Interview-Beitrag für das neue Jahr an. Das wäre doch eine Idee. Und ja – der Gedanke, dass auch Downs nicht für immer sind, hat etwas sehr Tröstliches. Meine Omma hat etwas ähnliches gesagt „nichts so schlecht, dass es nicht irgendwo gut für ist“ – vor kurzem erst verbloggt.
Allerdings bin ich bei unserer derzeitigen Situation noch nicht an dem Punkt, wo ich etwas Positives daran sehen kann.
Liebe Grüße Britta
Liebe Britta,
die Idee mit dem Interview-Beitrag gefällt mir gut. Lass uns da im neuen Jahr mal drüber schnacken.
Und weise Frauen, unsere Oma’s. Leider ist es ja so, dass wir das Positive nicht sehen können, solange wir mittendrin im Chaos stecken. Aber rückblickend definitiv! Wir gehen IMMER stärker daraus hervor, auch wenn uns erstmal alles zum Boden zieht. Ist auch meine ganz persönliche Erfahrung, denn 2025 hatte es für mich auch total in sich. Seit November kehrt hier zumindest wieder etwas mehr Ruhe und vor allem Klarheit ein.
Und du wirst es auch irgendwann sehen können. Vielleicht wird daraus ja dann sogar ein Blogpost mit deinen Erfahrungen. Bis dahin sind beide Daumen fest gedrückt!!
Liebe Grüße, Britta.
Liebe Britta,
ich glaube allerdings, dass es tatsächlich Situationen gibt, aus denen man nicht mehr mit Stärke hervorgehen kann. Die Situation bei uns gerade zählt allerdings nicht dazu, die werden wir mit Ruhe und Geduld überstehen, das weiß ich. Klarheit könnten wir auch mal gebrauchen in ein paar Punkten, Ruhe und Abstand arbeiten wir bereits dran.
Liebe Grüße und wir reden dann mal im neuen Jahr über die Idee !