12 nervige Alltagsdinge

Veröffentlicht am 28 Kommentare zu 12 nervige Alltagsdinge
Lest hier die Liste nerviger Alltagsdinge - mit einem Augenzwinkern

Kennt Ihr diese Tage, die weg können? Nichts klappt, nichts läuft rund, aus jeder Ecke kommen nervige Alltagsdinge gekrochen. Neulich hatte ich wieder so einen Tag. Die Waschmaschine hatte Schluckauf und schleuderte nur halbherzig, die Open Office App hängte sich auf, der PC spackte, das Wlan ruckelte und zu allem Überfluss regnete es noch auf frischen Schnee.

Tage, an denen man sich fragt: Sollte nicht alles so schön smart und bequem sein im digitalen Zeitalter? Wieso häufen sich dann diese nervigen Dinge, die geeignet sind, uns in den Wahnsinn zu treiben? Das muss wohl dieses Alter sein.

Dinge, die den letzten Nerv rauben können

Kennt Ihr diese Dinge, wo einem die Hutschnur hochgeht? Ihr seid nicht alleine – hier findet Ihr eine Auflistung nerviger Alltagsdinge, die auch meinen Geduldsfaden bis zum Äußersten strapazieren können. Für Euch mit einem Augenzwinkern aufgeschrieben.

12 nervige Alltagsdinge, die wir alle kennen

Es sind nicht nur die großen Probleme und Sorgen, die uns belasten und die wir irgendwie unter Kontrolle bringen müssen. Es gibt auch viele kleine nervige Dinge, die auslaugen und sich anhäufen. Bis man sich wie Sisyphos fühlt und kurz davor ist zu sagen: Mir reicht’s. Ich roll nicht mal mehr den kleinsten Kiesel den Berg hoch.

Hier kommt meine Liste nerviger Alltagsdinge:

Selbstbedienungskassen

Mein Endgegner: Die Self-Scan-Kasse. Mein Mann liebt sie, ich meide sie, wann immer ich kann. Leider kann ich es gerade in meiner zweiten Heimat, den Niederlanden nicht immer. Dort liebt man sie sehr. Wer immer sich unter dem Begriff „passiv-aggressiv“ wenig vorstellen kann – die Self-Scan-Kasse ist ein guter Lehrmeister.

„Barcode scannen!“ „Einpacken“ – obwohl schon alles eingepackt ist. „Fertig? Bezahlen!“ Ganz schlimm, wenn man Brötchen gekauft hat, nicht weiß, wie die jetzt gerade auf phantastisch-niederländisch heißen und hilflos auf die Anzeige starrt. Scannt man zu schnell oder zu langsam, schaltet die Kasse in den Streikmodus, es blinkt wie bekloppt und man kann sich die Blicke hinter einem vorstellen.

„Problem? Warten Sie auf Hilfe“ Schlussendlich eilt ein junger Kassierer, dessen Job durch dieses Teil ersetzt wird, zu Hilfe. Und ich überlege, ob ich mich nicht der Einfachheit halber auf Wochenmärkte beschränken sollte. Oh – wartet: In NL auch nicht mehr so easy, da Zahlung per App bevorzugt wird. Zauberwort Tikkie me. Fragt nicht.

Die Digital-Anzeige der Waschmaschine

Meine Waschmaschine mobbt mich! Macht mich bekloppt. Ich befülle die Trommel, stelle das Programm ein und die Waschmaschine verkündet frohgemut: Noch 1:47 Minuten. Jedes Mal frage ich mich: warum 47 und nicht 46 oder 48 und woher will sie das wissen? Ich latsche hoch, schaue auf die Uhr und rechne 1 3/4 Stunden drauf, damit ich weiß, wann ich wieder in den Waschkeller muss. Die Zeit ist um, ich latsche runter. Was zeigt das Display an? Noch 23 Minuten. Ich rolle mit den Augen, latsche wieder hoch und in dem Moment, in dem ich die Tür zum Kellerabgang schließe, piepst es anklagend: Ich bin fertig, fertig, räum mich aus. Jehetzt!

Benachrichtigungs-Tsunami

Handys und PCs benachrichtigen uns über praktisch alles. Vorzugsweise über Dinge, die wir gar nicht wissen wollen. So viele „Benachrichtigungen nicht zugelassen Häkchen“ kann man gar nicht setzen, als dass uns nicht irgendwas dauernd benachrichtigt.

Ich sitze am PC und unten rechts in der Ecke quakt es „Hitzerekord“ – weil 14 Grad im Dezember. Ja, ist warm für die Jahreszeit. Aber nicht das erste Mal, Herrgottnocheins. Die Foto-Cloud blinkt: „Erinnerungen für Sie“ – Wer hat Dich gefragt, woran ich mich gerade erinnern will?

Dann freut sich eine App, dass mein wöchentlicher Einblick fertig sei. Nie gehört, die App, ich hab die bestimmt nicht runtergeladen. Ach – ist gar keine App, das ist mein Handy höchstpersönlich. Es informiert mich über mein digitales Wohlbefinden. Wie reizend. Wie fürsorglich. Wer hat Dich gefragt? Was weißt Du über mein Wohlbefinden, was ich nicht weiß? Du hast Dein Handy insgesamt 20 Stunden 44 Minuten benutzt! Man beachte das Ausrufezeichen. Passiv-aggressiv kann nicht nur die Selbstbedienungskasse. Ja – und? Wer will das wissen? Was soll mir das sagen? Das sind keine 3 Stunden am Tag und die meiste Zeit davon ging für Fotos drauf. Und wieso rechtfertige ich mich gerade vor meinem Handy?

Richtig nervig auch diese aufploppenden Buttons: Benachrichtigungen aktivieren, zulassen, ablehnen. Da braucht man 150 % Konzentration, um nicht falsch zu klicken. Hat man alles richtig gemacht und abgelehnt, ploppen sie beim nächsten Mal auf mit: „Benachrichtigungen blockiert. Ok?“ Ok wäre, wenn Du einfach mal die Klappe hältst, Du blöder Button und sprich gefälligst in ganzen Sätzen mit mir Aurufezeichen!

Online-Bewertungen aus der Parallelwelt

Ja, ich guck auch auf Online-Rezensionen. Meistens auch erst auf die schlechten. Aber manchmal fühlt sich das an, als würde man Rat von Außerirdischen aus fernen Galaxien einholen.

Einer bejubelt das Produkt mit „ein echter Gamechanger“ – welches Game es changed wird nicht verraten. Ein anderer warnt: „Geht direkt nach dem Auspacken kaputt“ Der dritte vergibt 5 Sterne und schreibt: „Ich selbst habe das Produkt nicht getestet, aber meine SchwippSchwägerin hat sich sehr gefreut“ Der vierte vergibt einen Stern und begründet das mit 5000 empörten Worten über die Lieferverzögerung, die mit dem Produkt selbst überhaupt nichts zu tun hat.

Was also tun? Ich schaue vor lauter Schreck dann sofort in die Rücksendunge-Bedingungen. Die allerdings gerne von einer klingonischen Software formuliert wurden.

Das Kleinanzeigen-Portal

Wer Selbstbedienungskassen schon passiv-aggressiv findet, der hält digitale Kleinanzeigen erst recht nicht aus. „Was letzte Preis?“ „Noch da?“ oder auch der Klassiker bei Artikeln für Selbstabholer „Kannst Du bringen?“ „Wieviel Garantie noch drauf“ bei zu verschenken Anzeigen. Ich bin seit der Kommunion des ältesten Sohnes raus, das kann ich mir nicht geben. Auch wenn ich Leute kenne, die super Schnäppchen über Kleinanzeigen gemacht haben.

Kein Entkommen vor Werbung

Meine Spülmaschine machte neulich komische Geräusche. Was, wenn wir eine neue brauchen? Wie teuer sind diese Geräte anno 2026? Leichtsinnig, wie ich bin, schaue ich online. Nur zur Information. Hätte ich besser gelassen. Nicht nur, weil der Spülmaschinenpreis auf einem Allzeit-Hoch ist. Auch big brother jubelt „Juchhu, im nächsten Monat zeigen wir Dir auf jeder Seite drölfzig Spülmaschinen“

Das Ganze wird nur noch getoppt von der Werbung nach dem Kauf. Man kauft eine neue Spülmaschine? Perfekt. Jetzt bekommt man erst recht Werbung für Spülmaschinen, weil der Algorithmus denkt, das Sammeln von Spülmaschinen ist mein neues großes Hobby.

Die Autokorrektur ist nicht Dein Freund

Die Autokorrektur ist der Vorläufer der KI-Halluzinationen. In Wirklichkeit korrigiert sie nicht, sie rät einfach. Willkürlich und selbstherrlich. Man tippt einen ganz normalen Satz und wie von Zauberhand verwandelt er sich in völlig Absurdes. Tippfehler sind zum Ignorieren da und richtige Wörter werden umgeschrieben. Aus Involtini macht sie beharrlich „Insolvenz“ – was nach dreimal um die Ecke denken passt, wenn man auf die Preise dafür guckt. Ebenso wurde aus Butterkeks Bitterkeit – vielleicht weiß die Autokorrektur ja mehr als wir.

Namen? Vornamen? Vergesst es. Die Autokorrektur respektiert keine Namen. Ich z.b. schreibe relativ häufig den Namen „Jan“ – mein jetziges Smartphone habe ich seit fast 5 Jahren, man könnte meinen, es hat langsam gelernt, dass ich Jan meine, wenn ich diese 3 Buchstaben tippe. Nein – es korrigiert unverdrossen und macht aus Jan „kam“ – Hä? Ja. Genau so gucke ich auch jedes Mal. Wieso?

Vornamen existieren im Kosmos der Autokorrektur nur, wenn es peinlich werden kann. Unvergessen meine Freundin, die mir eine Beileidsbekundung über den Messenger schickte. Sie schrieb was liebes und wollte enden mit „das möge Dir ein Trost sein“ – die Autokorrektur machte daraus „das möge Dir ein Tristan sein“ Wie kommt man als Autokorrektur auf darauf? Keine von uns beiden heißt Isolde und wir hatten vorher noch nie den Namen Tristan getippt. Dafür jetzt. Bis heute kommentieren wir unsere Autokorrektur-Ausrutscher mit „Oh, sorry, das war ein Tristan“ – die Autokorrektur hat noch nie „Trost“ daraus gemacht. Was lernen wir daraus? Trost ist nicht vorgesehen in unserer digitalisierten Welt.

Bluetooth müsste eigentlich Red Alert heißen

Ich benutze Bluetooth selten, aber wenn ist es immer ein Kampf. Man kann mit den Kopfhörern auf dem Kopf dastehen und das Handy entscheidet trotzdem, dass sein wahrer Seelenverwandter das draußen geparkte Auto ist. Welches natürlich nicht auf Empfang ist. Auch hier wieder passiv aggressives Gemeckere: Empfänger ist nicht empfangsbereit für Sie. Noch schlimmer, wenn der Laptop sich per Bluetooth mit dem Lautsprecher verbinden soll. Das geht nur durch 3 x gutes Zureden und kniefällige Bitten. Während der Lautsprecher traurig vor sich hin blinkt „hier bin ich, hier, hallo“ kämpfe ich gegen die latente Panik, dass meine Musik plötzlich aus dem Handy der in Reichweite befindlichen Nachbarin dröhnt.

„Ihr Anruf ist uns sehr wichtig“

Wenn ich diese automatische Sprachansage schon höre! Am liebsten würde ich immer in den Hörer brüllen: Lüg. mich. nicht. an. Man hängt eine Stunde in einer Warteschleife, während man im Takt hört, wie wichtig man dem anderen ist. Dazwischen Melodien, die man nach dem 5ten mal anfängt, zu hassen. Noch schlimmer: Wenn es Lieder sind, die man eigentlich mag (Es tut mir so leid für Johannes Oerding – sein „an guten Tagen“ lief in einer Warteschleife, die ich leider oft beruflich anrufen musste. Dieses Lied bringt in mir sofort all meine schlechten Seiten hervor. Und dabei mochte ich es mal sehr)

Nervige Dinge gehen im Schneckentempo voran
Diese Herren haben das Schneckentempo zum Lebensmotto geadelt. Gefunden im Urlaub in Namur, Wallonien.

Die Zeit, die man in Warteschleifen verbringt, reicht locker dafür, ein Essay über den Sinn des Lebens zu schreiben ( oder eine Suada über nervige Alltagsdinge ) Bis endlich jemand abnimmt, hat man alle fünf Phasen der Trauer durchlebt und kann sich kaum noch erinnern, warum man angerufen hat.

Websiten, die für alles ein Kennwort oder ein Konto wollen

Fast alles erfordert heutzutage ein Konto. Etwas kaufen? Konto erstellen. Einen Artikel lesen? Anmelden, also Konto erstellen. Einen Kommentar auf einer beliebten Webseite hinterlassen? Anmelden – Konto! Seine Versicherungen online verwalten, weil man den realen Posteingang so klein wie möglich halten will? Konto, Kennwort und doppelte Authentifizierung und Bestätigung durch ein zweites Email-Fach obligatorisch. Dito bei Strom, Gas, Wasser.

Damit ist es nicht getan. Natürlich nicht. Ab Registrierung darf man sich freuen über „Email für Dich“ – in der Regel epische Mails mit der frohen Kunde „Wir haben unsere Datenschutzrichtlinien aktualisiert“ Halleluja. Da bin ich ja beruhigt. Natürlich lese ich die sofort akribisch genau durch. Wo mir doch eindringlich klargemacht wird, dass die Datenschutzrichtlinien geändert wurden, um mir einen besseren Service zu bieten. Ich argwöhne: Das heißt übersetzt so viel wie: Wir haben einen neuen legalen Weg gefunden, um Daten optimal für uns zu nutzen.

Die hohe Kunst der Kündigung

Einmal angemeldet – immer angemeldet. Um aus einem Vertrag, einem Konto oder auch nur einer Website-Anmeldung wieder raus zu kommen, ist ein Bachelor-Studium notwendig. Mindestens. Ein Labyrinth aus Menüs, versteckten Schaltflächen und emotionaler Manipulation lässt einen den Kaninchenbau aus Alices Wunderland wie einen Anfänger-Spaziergang vorkommen. Ich will gar nicht wissen, wie viele Kündigungsversuche aufgegeben wurden und wieviele Programmierer frohlocken.

Ein Update ist erforderlich

Nichts ist selbstbewusster als ein Gerät oder eine App, die genau in dem Moment updaten, wenn man sie dringend braucht. Du bist mit dem Auto unterwegs, das Radio verkündet „Stau vor Dir“ – Du fährst an den Straßenrand, das Auto wackelt vom Luftzug der LKWs, Du tippst hektisch auf dem Handy rum in der Hoffnung, das Navi könne Dich retten – was passiert? Genau! Maps muss aktualisiert werden.

Oder – mir original so passiert: Du willst unbedingt Tickets für ein Konzert. Wählst Dich rechtzeitig ein, jonglierst gleichzeitig mit PC, Laptop und Smartphone und hast Glück. Die Tickets liegen im Warenkorb, die reservierte Zeit läuft unerbittlich, Du startest den Bezahlvorgang, alles klappt – bis zur Gegenbestätigung durch’s Online-Banking. Die Du selbst eingerichtet hast, weil Du ja so oberschlau bist. Die aber in genau dem Moment updatet, in dem sie gegen bestätigen soll. Ratet. Genau. Dann eben nicht.

Fazit: Was machen diese nervigen Alltagsdinge mit uns?

Für sich genommen wirken die meisten der nervigen Alltagsdinge unbedeutend. Fast schon lächerlich, dass man sich über sowas aufregt oder sich davon stressen lässt. Aber manchmal fühlt sich das ganz normale Leben unnötig anstrengend an. Wenn man mal darüber nachdenkt, summieren sich diese kleinen Ärgernisse und nervige Alltagsdinge zu einem erstaunlichen Berg. Eins für sich ist zu verkraften, zwei hintereinander nerven, drei fangen an, zu zermürben.

Selbst wenn man Benachrichtigungen ignoriert, stummschaltet, sich kaum irgendwo anmeldet – diese Dinge schleichen sich ein, verbinden sich und werden zu einem allgemeinen Grundrauschen. Und da hab ich noch gar nicht davon angefangen, wie sehr einem deutsche Bürokratie in allen Bereichen das Leben schwer macht. Die Summe all dessen erzeugt eine unterschwellige Alltags-Genervtheit. Alles erscheint schwerer, als es sein müsste – vor allem, weil uns alle einreden, dass alles immer leichter wird.

Rat erbeten ! Was machen wir mit nervigen Alltagsdingen ?
Ich habe Monsieur Sax gefragt, was tun gegen nervige Alltagsdinge? Er findet – wir sollten denen einfach mal kräftig den Marsch blasen Ausrufezeichen

Kennt Ihr diese nervigen Alltagsdinge auch? Welche fallen Euch noch ein? Und was tut Ihr dagegen? Schreibt es mir gerne in die Kommentare.

P.S. : Diesen Artikel könnt Ihr ganz ohne Generve lesen und kommentieren. Ihr braucht kein Kennwort, keine Zwei-Faktor-Authentifizierung, Ihr findet auch ganz leicht wieder raus. Bitte gerne. Ich freu mich aber trotzdem, wenn Ihr weiter bei mir lest und stöbert.

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Von Britta Langhoff

Bloggerin, Autorin, Ehefrau, Mutter, Hundemama und Bootsfrau. 60 Jahre alt und stolz darauf. Ich schreibe für Menschen, die mutig und entspannt älter werden. Es ist nie zu spät, das Leben nach den eigenen Vorstellungen zu gestalten. Jetzt haben wir die Freiheit für neue Abenteuer und ganz viel Lebensfreude. Wenn nicht jetzt - dann vielleicht nie

28 Kommentare

  1. Isch fühle es. Die besten selfscan Kassen hat mein Rewe in Berlin. Nie war das so einfach, auch wenn ich echte Kassen bevorzuge. Wegen echter Menschen und so.
    Die Bluetooth Kopfhörer meines Mannes lieben meine Geräte mehr als seine. Ist immer wieder Hauscomedy.
    Bitte haben Sie einen Moment Geduld: Bei einem Streaming Anbieter musste ich 14 Stunden geduldig sein, bis ich auf dem einzigen Kanal (WhatsApp) eine Antwort erhielt. Da war der Fehler behoben.
    Updates. Immer gut, immer zur richtigen Zeit. Nicht.
    Ja, ich fühle mit dir. Aber ich möchte mich nicht ärgern. Was nicht heißt, dass ich es nicht doch mache.
    Schönes Wochenende
    Nicole

    1. An sich ärgere ich mich auch nicht. Aber ich merke, dass solche Dinge eine unterschwellige Gereiztheit erzeugen können, die ich eben auch nicht will. Die Kommentare hier sind übrigens alle echt super und zustimmend – geteiltes Leid ist halbes Leid. Das tut richtig gut.
      Hab Du auch ein schönes Wochenende
      Britta

  2. Moin 😘
    Das kommt mir alles so bekannt vor😉. Ja, es nervt mich auch so sehr alles.
    Ich gehe an Kassen mit Kassiererinnen oder Kassierer. Kurzer schnack und sei es nur ein Moin, tschüss und noch ein schönen Tag.
    Was mich richtig nervt, das Auto hört mit😖, wenn ich mich mit meinem Mann unterhalte. Mitten im Gespräch… ich habe sie nicht verstanden, wenn möchten sie anrufen oder wie ist die Zieladresse … . Ich brülle zurück: hört auf mitzuhöhren.🙈 Hilft leider nicht.😒
    GLG Gina

    1. Moin Du Liebe !
      Diese ganze Schnick-Schnack-Technik im Auto – die kann mich auch nicht begeistern. Aber mal so gar nicht. Unser Auto ist noch relativ abgespeckt, aber wenn wir ein neues brauchen – man kriegt es ja gar nicht mehr ohne. Grauslich.
      Komm gut durchs Wochenende.

  3. Oh ja – vieles davon lebt hier auch im Haus …

    „Die Foto-Cloud blinkt: „Erinnerungen für Sie“ – Wer hat Dich gefragt, woran ich mich gerade erinnern will?“
    Das finde ich besonders unschön, wenn Bilder sind, die traurig sind. Zum Glück bekomme ich solche Erinnerungen nicht mehr.

    @Waschmaschine Inzwischen verstehe ich ganz gut, was sie wann draufschlägt und stelle mir das Smartphone auf meine Zielzeit. Piepsen darf sie gar nicht.

    An solchen Tagen fragt man sich, warum alle Maschinen so viel Leben haben, wo sie doch eigentlich nur Dinge sind.

    Auch wenn ich Selfscannerkassen mag, den Personal gibt es halt auch nicht genug, sind sie manchmal tückisch. Im Großhandel muss immer Personalmensch freigeben, dass ich Alkohol kaufen darf wegen Ü18. Mit Gewerbeschein mit eingetragenem Geburtstag … Dafür ist an den Kassen meistens alles leer.

    Wünsche dir ein schönes Wochenende!

    1. Meine Waschmaschine will irgendwie nicht verstanden werden. Das folgt keinen logischen Gesetzen, wann die piepst und wann nicht. Manchmal glaub ich, es liegt an der Menge der Waschladung – andererseits ist die schon ziemlich alt, da dürfte sie so „klug“ eigentlich nicht sein.
      Das mit dem Alkohol – hab ich mir noch gar nicht klargemacht. Aber logisch eigentlich. Alkohol kauft hier immer der Mann, der sucht gerne Wein aus, von daher. Müsste ich ihn mal fragen, ob ihm das so auch schon passiert ist.
      Wünsche Dir ebenfalls ein schönes Wochenende !

  4. Oh ja, da gibt es viele nervige Dinge! Hier auf dem Dorf gibt es tatsächlich noch keine Kassen zum selber scannen (Halleluja)! Ich würde sie auch nicht nutzen, tu ich mich doch mit Technik allgemein sehr schwer…!
    Hier aufm Dorf läuft Vieles eh noch etwas anders! Unsere Nebenkostenabrechnung von „Haus & Grund“ hat dieses Mal echt lange gedauert denn „Sie müssen entschuldigen wir arbeiten jetzt mit diesem Excel“!
    Der Drachentöter hat ständig Beziehungsprobleme mit Alexa denn die schaltet nicht die Klimaanlage an wenn ihm heiß ist sondern schlägt ihm stattdessen eine Wanderung auf die Zugspitze vor (ich schwöre dass ich damit nichts zu tun habe)! 😉
    Auch schön wenn man ins Bett gehen will und den Befehl „Katzenkino“ gibt (Rollo geht runter, bleibt aber noch einen Spalt weit offen) und Helge Schneiders „Katzenklo“ in voller Lautstärke durch die Wohnung scheppert…!“
    Meine Waschmaschine ist immer in 1 Minute fertig, man bleibt also davor stehen und zwar ganze 5 Minuten lang…!
    Aber meine Bluetooth Kopfhörer funktionieren dafür perfekt…!
    Ich hab wohl mal ausversehen auf einer Frankenseite beim Urlaub planen einer Haken gesetzt und monatelang „Franken news“ Benachrichtigungen bekommen! Über jeden Kuhfladen wurde ich informiert! Das hat ewig gedauert bis ich das wieder deaktiviert hatte…!
    Und Autokorrektur ist eine Erfindung aus der Hölle…!

    1. Bei sowas wie den Franken-News krieg ich auch zuviel ! Braucht kein Mensch.
      Alexa und Co sind in diesem Haus deaktiviert, will ich nicht. Ich frag mich nur immer: Wie geht das in Haushalten, wo tatsächlich eine Alexa lebt? Das Ding muss doch dauernd anspringen…..

      1. Ich hätte auch keine Alexa aber der Drachentöter steht da total drauf…
        Ich hatte früher mal eine Freundin die Alexa hieß und deshalb hab ich mich das auch schon öfter gefragt…

  5. Da kommt ganz schön was zusammen, auch bei mir. Wie oft rollt man da am Tag wohl so mit den Augen, zieht die Stirn in Falten oder beißt die Zähne zusammen? Das Gesichtsyoga (Erwischt! Die Autokorrektur hat gerade Gesichtszüge draus gemacht.) am Abend kann man sich dann wohl sparen.
    Liebe Grüße
    Heike

    1. Mit den Augen rollen soll ja eigentlich eine gute Gesichts-Yoga Übung sein … wir müssen uns dann wohl angewöhnen, bei jeder Genervtheit nur mit den Augen zu rollen und die Stirn glatt zu lassen 😉

  6. Hey,
    ich musste lachen, denn viele davon finde ich auch nervig. An den Kassen nutze ich auch die mit den echten Menschen, zumal ich die Arbeitsplätze erhalten möchte. Kleinanzeigen macht auch wirklich keine Freude mehr. Und zur Autokorrektur… ohje, ich habe einmal eine Mail geschrieben, die nicht unwichtig war und aus dem Hallo wurde Halloween, das habe ich jedoch zu spät bemerkt. Zum Glück hat sich der Empfänger köstlich amüsiert :).
    Liebe Grüße!

    1. Nochmal Glück gehabt mit dem Halloween – das ist ja noch ganz süß. Zumal sich die meisten da wohl denken können, dass es die Autokorrektur war. Gibt bestimmt Fälle, wo das ganz anders ausgeht….

  7. Ich fühl‘s so sehr!
    Waschmaschine … die hat einfach eine andere Zeitrechnung als ich. Unglaublich, was ich in der letzten Waschmaschinenminute noch alles erledigen kann. Auf Toilette gehen, Mittagessen kochen, den Garten umgraben, die Tageszeitung lesen…
    Pfandflaschenautomaten … „Nee, die will ich nicht! Flasche nicht erkannt!“ Die hab ich hier gekauft, Du Flaschenautomat, Du!!
    Passwort eingeben… Sie sind schon registriert! Falsches Passwort! Passwort oder Mailadresse falsch! Passwort muss xyZeichen lang sein und 3 Primzahlen enthalten.
    Selbstscannereinkaufswagen… eine feine Sache wenn’s funktioniert. Eier? Bitte manuell eingeben! Eier? Hamwa nicht! Milch? 12x? Bitte einzeln scannen! Bitte wieder aus dem Wagen nehmen und erneut scannen!
    Nähmaschine … Was? Du willst nur gerade eine Naht reparieren? Vergiss es… kümmer Dich erstmal 2 Stunden um: klemmenden Faden, Fadenspannung falsch! Gib mir Öl! Das war zu viel Öl!
    Mit dem Ärmel in der Türklinke hängen bleiben.
    Der Staubsauger, der sich mitnichten hinter sich herziehen lassen will sondern sich auf die Seite wirft und dann röchelnd am verstopften Filter verreckt.
    Ich bin kein Roboter!“ Beweisen Sie, dass sie kein Roboter sind! Markieren sie alle Kraftfahrzeuge! … Nee, das nicht! Hast Du da hinten den kleinen Fleck nicht gesehen? Mach noch mal, aber achte auf die Ampeln!“
    Im Programm ein neues Wort einfügen? Text weg, Festplatte gelöscht und Computer geht in Flammen auf. Aber die Waschmaschine ist fertig!
    Auf TikTok scrollen und dabei versehentlich an irgendwelche Leute fragwürdige Reels verschicken – kann ich!
    USB Kabel einstecken … Netter Versuch! Anders rum! Nee, das andere andersrum!
    Ich schreibe häufig Mathis. Und ebenso häufig macht die Autokorrektur Mathilde draus! Aus meinem Vornamen übrigens Katastrophe. Nunja…
    … und wenn man dann so richtig genervt ist stößt man sich noch den Zeh an der Tür. Sockfüssig natürlich.

    Ein entspanntes Wochenende Dir, liebe Britta!! Danke für diesen Schmunzelartikel!!

    1. Hahaha – Du Katastrophe Du ! Das beweist übrigens, dass Autokorrekturen anscheinend ein Eigenleben haben. Bei mir macht die aus Deinem Vornamen einen Katalog !
      Pfandflaschenautomat ! Yau – der gehört definitv oben in die Liste. Ich hätte diesen Artikel komplett zusammen mit Dir schreiben sollen. Wo Du mir schon die gute Idee mit dem Beitragsbild quasi eingeflüstert hast.
      Oh und diese Roboter-Felder sind auch eine Erfindung des Teufels !
      Großartige Ergänzungen, liebe Katalog-Katastrophe
      LG Deine Brutto 😉

  8. Guten Mou, ähm was? natürlich guten Morgen! Was meint die Autokorrektur nur immer wieder mit Mou?😵‍💫
    Ich fühle diesen Post, ja ich habe mich amüsiert. Ich bin nicht alleine. Ich rechne auf die Waschmaschinenzeit immer eine halbe Stunde drauf und dummerweise brauche ich eine neue Spülmaschine, wenn wir wieder Zuhause sind.😅
    Ich wünsche Dir ein wunderschönes unnerviges Wochenende, liebe Grüße Tina

    1. Mou! Was ist Mou? Berechtigte Frage. Vielleicht eine französisch-sprechende Kuh !
      Freu mich, wenn Du Dich amüsiert hast. Das wollte ich erreichen.
      Hab noch eine wunderschöne Zeit, erhol Dich gut, bevor Du Dich Deinem neuen Hobby, dem Spülmaschinen-Sammeln widmest.

  9. Die Autokorrektur hat ihren ganz eigenen Sinn für Humor und bei mir schon für legendäre Lachkrämpfe gesorgt. Erstaunlicherweise lernt mein Handy und kann schon den Spitznamen der besten Freundin so wie einige interne Bezeichnungen für Lebensmittel auf dem digitalen Einkaufszettel. Alles in allem ist das so eine Hass-Liebe. Die Wunder der modernen (der PC möchte gerne „modernden“ draus machen) Technik können einen schon ganz schön auf die Palme bringen. Wahrscheinlich muss ich mich bald ganz dringend mit der Anschaffung eines neuen Laptops beschäftigen… Dank meiner chronischen Shopping-Unlust kauft mein Mann manchmal etwas für mich ein. Zeitweise dachte BigBrother, er sammelt Damenschuhe und Klobürsten 😄.
    Liebe Grüße!

    1. Modernd für modern ist auch klasse ! Aber man wundert sich doch oder? Wieso lernt die Autokorrektur manches und anderes partout nicht? Meine kann z.b. das wunderbare Ruhrpott-Wort Paselacken, dafür aber immer noch nicht den Namen Jan. Das ist doch irre….

  10. Ach ja … sind wir doch auch alles irgendwie ein bisken selbst schuld. Was das ganze Onlinezeugs angeht. Man hat doch heute nur noch die Wahl „ich stimme zu oder eben nicht“. Stimmste nicht zu, spielste halt nicht mit. Da bist du dann raus. Will dann auch wieder keiner. Und da alle offensichtlich allem zustimmen, wirst du immer dreister zu irgendwas genötigt. So ein Zwischendings gibt es nicht. So einfach ist das. Und wenn ich mir so anschaue, was gerade auf dem KI-Sektor abgeht….na ich weiß nicht.
    Da entwickelt sich gerade was, da sind die Selfscanner Kassen glaube ich das geringste Übel.

  11. Liebe Britta, ich las mich so durch deinen Artikel und stellte fest, dass all die von dir beschriebenen Dinge mich nicht großartig stören. Autokorrektur z.B. habe ich noch nie zugelassen, ich setze geflissentlich Häkchen (oder lass die Finger vons Janze) und mit Self-Scan-Kassen oder lärmenden WaMas kann ich leben.
    Gruselig ist allerdings die Werbung auf dem Handy, die dir manchmal genau den Artikel zeigt, an den du nur gedacht hast. Aber mit regelmäßiger Verlaufslöschung geht es halbwegs – allerdings stimme ich Martin zu und sehr in Hinsicht auf die rasante Weiterentwicklung der KI auch mit Sorge die kriminellen Möglichkeiten.

    Was mich allerdings in den Wahnsinn treibt, sind moderne Autos. Dass sie einen mit permanentem Gefiepe ans Anschnallen mahnen – geschenkt. Next step: Automatische Bremse, wenn der Gurt nicht betätigt wird.
    Man bekommt wahlweise akustische Warnungen (miep miep miep miiiiiiieeeeeeep – du fährst 1 km/h zu schnell!!! ), haptische Eingriffe (ruckel ruckel ruckel – du verlässt deine Spur! Ja, du Depp, weil ich sonst den Opa nagele, der hirnlos über die Straße kriecht!) oder optische Alarme (hier nur 30 km/h fahren. Ich bin mittlerweile auf der Autobahn, lies doch die Schilder richtig, du Kamel).

    Man kann viel von dem Kram reduzieren und was mich anbelangt, mache ich das auch. Ich habe das Gefühl, dass diese überbesorgten features mir sonst Aufmerksamkeit, vorausschauendes Fahren, das Denken an sich abnehmen.
    Aber vielleicht, Achtung Verschwörungstheorie😂😂, ist das der tiefere Sinn hinter all dem.

    Abgesehen davon habe ich mich schon bei dem Stoßseufzer „mein nächstes Auto wird ein 15 Jahre alter Diesel“ ertappt – das kann unmöglich gewollt sein?

    Sehr oft zu Fuß geht
    Marie
    und hat dabei beide Hände zum freundlichen Winken frei! LG

    1. Freundliches Winken ist immer gut, liebe Marie.
      ich fahre ja meistens Fahrrad, da nervt auch nicht soviel. Das Handy hört schon relativ viel mit und man wundert sich schon manchmal, wo da angeblich personalisierte Werbung herkommt. Ich höre ja viel Radio und das Handy pickt sich da auch Triggerwörter raus – manchmal schon ganz lustig. Ploppt irgendeine komische Werbung auf, man wundert sich so vor sich hin und dann fällt einem ein: Yau, da war im Radio die Rede von.
      Einmal gepflegt die KI ausgetrickst sozusagen.
      liebe Grüße
      Britta

  12. Da merkt man mal, wie sehr wir bereits von der Technik abhängig sind. Denn die meisten „Nervsachen“ sind doch technisch bedingt. Manchmal denke ich, dass es doch früher viel entspannter war, wenn auch umständlicher.

    Für Hotlines in der Warteschlange habe ich mit ein Headset besorgt. Dann kann ich zwischendurch zumindest etwas anderes machen und bekomme keinen Krampf im Arm.
    Am meisten nervt mich tatsächlich auch die Autokorrektur und die vielen Benachrichtigungen trotz Abschaltung auf dem Smartphone.

    Liebe Grüße
    Sabine

    1. Das ist so. Manches war früher auch nervig, aber dieses passiv-aggressive Hintergrundrauschen das nervt mich sehr.
      Ich gebe auch zu, dass ich manchmal wirklich so ein „wollt Ihr mich eigentlich alle verar….en“ im Hinterkopf habe.
      Liebe Grüße ganz manuell in die Tastatur gekloppt
      Britta

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