Ist man irgendwann zu alt für die Liebe? Ein entschiedenes Nein! Da sind wir uns einig oder? Liebe im dritten Lebensabschnitt entfaltet ihre ganz eigene Magie – nicht nur in unseren wilden Jahren ist Liebe und Partnerschaft eine ganz besondere Macht.
Wir alle wünschen uns die Liebe für das ganze Leben, aber wir müssen unser Leben lang für die Liebe kämpfen. Ein Leben, welches durchweg von Liebe begleitet wird, ist ein gutes Leben.
Liebe in späteren Jahren
In diesem Artikel geht es um Liebe und Partnerschaft im späteren Leben. Welche Rolle spielt die Liebe im Alter? Wie wichtig ist Partnerschaft im Alter? Verändert sich Liebe und Partnerschaft, wenn man älter wird? Diesen Fragen und was das alles mit mutig älter werden zu tun hat, gehen wir in diesem Artikel nach. Erfahrungsaustausch ist gewünscht.
Liebe im dritten Lebensabschnitt ist anders erfüllend
Natürlich – Liebe in unseren späteren Jahren unterscheidet sich von der Liebe und Leidenschaft, die wir als twentysomethings erlebten (und oft genug auch durchlitten) Aber – Liebe ist nie eine feste Form. Liebe ist immer Wandel und mit jedem neuen Lebensabschnitt definieren sich auch Beziehungen und Partnerschaft neu. Genau das ist die Bedeutung von Liebe für’s Leben.
Jeder Lebensabschnitt bringt besondere Herausforderungen mit sich, an die wir immer wieder auch an unsere Beziehung anpassen müssen. Wenn wir älter werden, erleben wir Liebe und Zuneigung anders. Mit Glück ist die Liebe im dritten Lebensabschnitt vielleicht anders, aber auf diese andere Art ebenso tief und erfüllend wie in unserer Jugend.
Wie ich jetzt auf das Thema Liebe und Ehe komme?
Der erste Hochzeitstag nach dem 60sten Geburtstag
Diese Woche hatten wir Hochzeitstag. Den zwanzigsten. Nach all den Nullen des letzten Jahres haben wir tatsächlich erst kurz vorher gemerkt, dass auch dieses Jahr eine Null-Nummer bereit hält.
Ja, richtig bemerkt. Wir haben spät geheiratet. Für erst den zwanzigsten Hochzeitstag sind wir sogar recht alt. Heißt auch, wir sind nicht mehr ganz jung, die ganz bemerkenswerten Hochzeitstag-Jubiläen werden wir bis auf die Silberhochzeit wohl eher nicht erleben. Hätten wir eigentlich auch den 20sten größer feiern können. Aber nun.
Wichtiger ist doch, dass wir auch diesen Hochzeitstag so begingen wie immer – mit Liebe. Auch noch mit 60. Oder gerade mit 60.
Uns beiden ist eh unser Jahrestag wichtiger und da kriegen wir auch ein paar Jährchen mehr zusammen. Die silberne Ehrennadel für 25jähriges Zusammensein dürfen wir uns schon nächstes Jahr anheften. Ihr merkt:
Unsere Liebesgeschichte nahm den ein oder anderen Umweg. Wie es manchmal so ist. Das ist aber heute nicht mein Thema. Ich will auf etwas anderes hinaus: Ich bin jetzt
60 Jahre alt – und in einer glücklichen Ehe
Das ist nicht selbstverständlich. Mir durchaus bewusst. Im Beitrag 60 Jahre alt – und stolz darauf gab es auch bereits einen Abschnitt 60 Jahre mit Liebe. Auch in unserem Alter ist Liebe und Partnerschaft durchaus noch von Bedeutung. Besser gesagt: gerade jetzt von Bedeutung. Wir überlegen uns, wie wir mit viel Lebensqualität älter werden können.
Diese Überlegungen führen uns an allen Aspekten des Lebens vorbei. Angefangen bei der Gesundheit über die Wohnsituation über Träume hin zu unserer Partnerschaft. Wie heißt es so schön: Die Einschläge kommen näher. Ist so. Wir sehen die Endlichkeit unseres Lebens, wir wollen die Zeit, die uns noch bleibt, bedeutungsvoll ausfüllen und genießen. Viele Menschen sind glücklich mit ihrem Lebenspartner, viele hinterfragen aber auch gerade jetzt ihre Beziehung.
Auch wenn nicht so oft darüber gesprochen wird: Liebe im Alter ist ein wichtiges Thema. Leider nicht für alle ein glückliches Thema.
Die Zahl der silver splitter steigt. Plötzlich allein – Trennung im Alter ist gar nicht selten. Was natürlich auf der anderen Seite auch ein Indiz dafür ist, dass die Menschen heute mutiger älter werden. Viele wollen die Freiheit im Alter nutzen. Und wenn es in einer lieblosen Ehe nicht zusammen geht, stellen viele die Selbstliebe über ein Ausharren in einer Partnerschaft, die diesen Namen nicht mehr verdient. Letzten Endes muss man sich selbst über das Ideal einer Liebe für das ganze Leben stellen – auch wenn es schmerzt.
Völlig legitim, völlig d’accord. Ich bin die letzte, die einer unglücklichen Ehe den Steigbügel halten würde. Dafür ist das Leben wahrhaftig zu kurz.
Dennoch wäre ich persönlich wahrlich not amused. Mein Wunsch ist es, mit meinem Mann meinen Lebensweg bis zum Ende zu gehen und ich bin dankbar für die stete Zweisamkeit in meinem Leben.

Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob ich noch einmal von vorne anfangen würde. Kennt Ihr die Sequenz im Film Harry und Sally, in der Carrie Fischer aus tiefstem Herzen stoßseufzt: „Sag mir, dass ich da (gemeint ist die Dating-Szene) nie wieder raus muss!“ Ich sage es ehrlich: I feel her. Dennoch: In meinem Umfeld gibt es einige späte Lebensgeschichten, die Mut machen für eine neue Beziehung im späteren Leben.
Wie verändert sich die Liebe und Partnerschaft im Laufe des Lebens?
In den Kommentaren zu oben erwähntem Artikel gab es einige Resonanz zum Abschnitt über die Liebe in unseren goldenen Jahren. Auch wenn wir nicht mehr so leidenschaftlich unterwegs sind wie früher – kalt lässt die Liebe bzw. der Wunsch nach Liebe keinen von uns. Wer in einer guten Partnerschaft lebt, weiß diese zu schätzen und will sie bewahren. Wer alleine lebt, ist damit auf eine Art fein. Vermisst die Liebe aber dennoch und würde sich dieser nicht verschließen.
Ich bin dankbar für die mehr als zwanzig Jahre, die wir bereits gemeinsam den nur allzu oft starken Stürmen in unserem Leben trotzen. Wir waren sehr oft – für unseren Geschmack – zu oft in unruhigen Gewässern unterwegs. Was nicht an uns und unserer Liebe lag, sondern an dem, was das Leben bereit hielt.

Es ist uns gelungen, unser Schiff oben zu halten. Nicht zuletzt auch deshalb, weil unsere Ehe, unsere Liebe immer unser sicherer Hafen war. Was auch passierte – wir waren sicher, dass wir es gemeinsam hinkriegen würden. Und dankbar dafür, dass immer einer da war, der den anderen stützte und mit ihm durch die Untiefen des Lebens navigierte.
Veränderungen im Alltag und wie man sie gemeinsam meistert
Wir haben viel zusammen durch. Alles das hat uns zusammengeschweißt und gestärkt. Das ist keine Selbstverständlichkeit. Hätte auch anders kommen können. Manche Partnerschaften zerbrechen an den Wellen des Lebens. Wir waren – egal bei was – immer zusammen an Bord.
Aber auch das ist nur ein Teil der Wahrheit. Der andere Teil besteht darin, dass wir bei aller Sicherheit uns und den anderen nie für selbstverständlich genommen haben. Wir haben immer was für unser „uns“ getan. Wir waren nie nur Eltern, wir waren immer auch ein Paar und wollten es auch sein. Das haben wir nie vergessen. Wir haben uns immer Zeit für uns genommen, egal wie eng wir diese Zeit abknapsen mussten.
Wenn wir älter werden, verändert sich auch unser Alltag. Wir beenden so langsam unsere Karrieren und oder gehen einer anderen Berufung nach. Unser Leben wird weniger hektisch, wir lösen uns langsam aus eingefahrenen Alltags-Rhythmen. Wir lassen unsere Kinder ziehen und finden uns in ungewohnter Freiheit wieder. Leider stellen wir auch öfter fest, dass bestehende Freundschaften sich in späteren Jahren ändern. All das bedeutet auch für unsere Partnerschaft eine einschneidende Veränderung mit dem dritten Lebensabschnitt.
Plötzlich „nur noch“ Ehepaar?
Plötzlich und unerwartet findet man sich wieder – als Ehepaar. Da denkt man, alles hat sich doch ganz kommod eingespielt über die letzten Jahre.
Oder nicht?
Der einst leidenschaftlich, heißgeliebte Gatte heißt nicht mehr Michael, Thomas, Peter sondern Vati und man selbst fällt in die Kategorie „lass das mal die Mutti machen“
Die Kinder sind aus dem Haus, nabeln sich mit aller Macht und allem Recht ab – und man sitzt da mit Michael, Thomas, Peter, der jetzt Vati heißt. Wie wiederbeleben, die Leidenschaft, die heiße Liebe? Was tun mit der Beziehung im Alter? Was jetzt anfangen mit dem Rest des gemeinsamen Lebens? Hat man sich noch was zu sagen? Hat man noch gemeinsame Träume?
Oder fällt man in ein tiefes Loch?
Ich beobachte es oft: Viele müssen ihre Ehe, ihre Partnerschaft neu lernen. Manche auch ihren Partner neu kennenlernen. Man war so lange nur Familie, so lange lag der Fokus auf den Kindern. Auch bei uns kamen die Kinder an allererster Stelle. Das ist ganz natürlich und für mein Empfinden auch genau richtig so. Auch wir vermissen die Kinder, auch wir wissen, was ein empty nest Syndrom ist.
Unter der Voraussetzung, dass die Kinder auf guten eigenen Wegen sind, kann es sich aber auch fein anfühlen, die Deutungshoheit über das eigene Leben wieder erlangt zu haben. Wir genießen jedes Zusammensein mit den Kindern. Wir freuen uns über jede Nachricht, wir wollen auch wissen, wie es ihnen geht, was sie treiben. Gerne täglich. Aber unsere Pläne – die schmieden wir jetzt wieder für uns.
Wie bleibt Liebe und Partnerschaft auch im Alter lebendig?
Wir haben unsere Zweisamkeit nicht verlernt. Dafür sind wir heute dankbar. Etwas lebendig halten ist immer einfacher als etwas wieder zu beleben. Dennoch sind die Ehe und der Partner nichts, was man für selbstverständlich nehmen sollte.
Es gibt sicher kein Patentrezept dafür, wie man Liebe lebendig hält. Aber alleine sich darüber Gedanken zu machen, ist ein guter Anfang, finde ich. So wie jeder für sich selbst rausfinden muss, was seine Träume sind, wo er im Leben hin will, was er sich noch vom Leben wünscht – so muss das auch jedes Paar für sich selbst rausfinden.
Jetzt haben wir wieder mehr Zeit für uns. Nehmen wir das als Geschenk. Interesse für den anderen, gegenseitige Achtsamkeit und Rücksichtnahme für die Bedürfnisse und Wünsche – das sind Werte, die in der Lebensphase des Älterwerdens auch und gerade jetzt besonders wichtig sind.
In dieser Zeit eröffnen sich Chancen für eine andere, oft reifere Art der Verbindung, die nicht nur von Romantik, sondern auch von Freundschaft, Vertrauen und gemeinsamer Lebenserfahrung samt aller Lebenswahrheiten getragen wird.
Unsere Sicht auf unser Leben ändert sich, wir verstehen die Endlichkeit unseres Lebens. Das kann Angst machen. Dazu kommt: Wir verändern uns auch körperlich, erste Alterswehwehchen zeigen sich. Nicht alle nehmen das leicht, zusammen lässt es sich aber mit mehr Humor nehmen.
Kleine Gesten sind dabei oft wichtiger als große. Sich in den Arm nehmen, kuscheln, Körperlichkeit spüren. Im dritten Lebensabschnitt sticht innige Vertrautheit die wilde Leidenschaft. Wobei das eine das andere nicht ausschließt. Liebe in all ihren Ausdrucksformen gehört zum entspannt älter werden dazu.
Aber – gerade auch in unseren goldenen Jahren ist Liebe auch ein Thema, welches aus Mut gemacht wird, wie wir alle von Nena gelernt haben. Deswegen ist Liebe auch ein wichtiger Punkt in meinem Beitrag zum mutig älter werden.
Zweisamkeit im Alter genießen: Urlaubsreisen, gemeinsame Hobbys, neue Ziele
Wir achten darauf, dem anderen seinen Freiraum zu lassen. Aber genauso wichtig ist es uns, etwas zu haben, was wir gemeinsam machen. Wovon wir gemeinsam träumen, auf das wir gemeinsam hinarbeiten. Gemeinsame Erlebnisse im Alter, neue Erfahrungen und Abenteuer sind das Lebenselixier jeder Partnerschaft.
Klar, ich habe gut reden. Wir hatten einen großen Traum und haben ihn bereits verwirklicht. Aber gerade unser Traum eignet sich prima als Symbol für das, was Ehe und Partnerschaft ein Leben lang ausmacht:
In der Ehe ist es so wie beim Bootfahren. Die Balance muss stimmen. Auf dem Boot ist der Blick auf die Wasserwaage stets präsent. Gut, wenn man das in einer Ehe auch im Blick hat. Jeder für sich muss sich in einer Partnerschaft gesehen fühlen, jeder muss sich gleich gewichtet fühlen.
Beim Leben und Reisen auf dem Wasser ist es besonders wichtig, dass man sich jederzeit aufeinander verlassen kann. Dass man klar hat, wer in welcher Situation das Ruder in der Hand hält, damit man gemeinsam durch die Untiefen des Lebens kommt und in einem sicheren Hafen anlegen kann. Das können wir als Team richtig gut. Nicht nur auf dem Boot, das lässt sich auch bestens auf unseren Alltag übertragen.
Ich kann das wirklich nur empfehlen. Träumt einen gemeinsamen Traum, begebt Euch gemeinsam auf neue Wege, erkundet Unbekanntes. Erzählt Euch, was Ihr immer schon mal machen wolltet, inspiriert Euch gegenseitig. Vielleicht findet Ihr ein Projekt, vielleicht mögt auch Ihr einem im Stich gelassenen Flusenbären sein Für immer Zuhause geben. Was auch immer – der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Der Umsetzung vielleicht schon eher.
Überlegt Euch, was davon sich verwirklichen lässt, was Ihr zusammen tun könnt und wollt. Ruhig aber auch, was jeder von Euch für sich alleine tun kann. Dann habt Ihr auch jede Menge, was Ihr Euch erzählen und worüber Ihr reden könnt.

Gemeinsam durch die Untiefen des Lebens – liebevoll auch im Alter
Nachtrag am Ende des Jahres 2025:
Nicht immer ist alles eitel Sonnenschein im Leben. Ihr liebt Euren Partner, Eure Partnerin, Ihr führt eine gute Ehe. Schätzt es, pflegt es, bewahrt es. Ihr seid gemeinsam durch harte Zeiten gegangen, Ihr könnt gemeinsam Krisen bewältigen. Es werden neue Krisen kommen, neue Probleme müssen gelöst werden. Das wird anstrengender, je älter man wird. Aber gemeinsam wird es leichter.
Wir gehen gerade durch eine nicht einfache Zeit – vieles ist in den letzten Monaten nicht so gelaufen, wie wir es uns gewünscht haben. Aber wir halten zusammen, wir halten uns aneinander fest, stärken uns und sind füreinander da.
Liebe und Partnerschaft in späteren Jahren – mein Fazit
Wenn wir es richtig anstellen und wertschätzen, dann kann die Partnerschaft mit 60 und älter die zweite Jugend der Liebe sein. Mein Mann ist nicht nur meine Liebe für’s Leben , er ist auch mein Anker, mein bester Freund und mein bester Teampartner, um durch bekannte und unbekannte Gewässer zu segeln.
Wir sind nie zu alt für die Liebe, aber Liebe hält uns jung.
Und – gerade in diesen Zeiten: Liebe ist auch Frieden. Innerer Frieden, Seelenfrieden. Ohne das kommen wir nicht durch diese Zeit.
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Ein gemeinsames Hobby ist in jedem Lebensabschnitt eine wunderbare Basis, um als Paar zusammen zu wachsen. Das gegenseitige Interesse und den Partner nicht als selbstverständlich wahrzunehmen, ist für mich auch eine Grundvoraussetzung – ganz unabhängig vom Alter. Bei manchen Paaren scheint das Zusammenleben eher einer Zweck-WG zu ähneln und ja, es gibt Momente, da will ich auch meinen Lieblingsmann am liebsten… Aber ich weiß, was ich an ihm habe (und er an mir) und ich hoffe auf noch ganz viele weitere gemeinsame Hochzeitstage. Wir haben gerade die Saphirhochzeit gefeiert. Anscheinend steht jedes „geschaffte“ Jahr unter irgendeinem Schwachsinn. Es gibt also genug zu feiern, wenn man nicht bis zur Goldenen warten will 😉.
Liebe Grüße!
Was es doch alles gibt. Saphirhochzeit! Da musste ich doch gerade erstmal nachschauen, wieviele Jahre das sind. Unser zwanzigster ist wohl Porzellan-Hochzeit, finde ich irgendwie eine komische Bezeichnung. Aber – nun. Letztendlich genau wie die Zahlen alles Schall und Rauch. Wichtiger finde ich auch, dass es uns als Ehepaar gut geht und wir alles andere als eine Zweck-WG sind.
Und das kann man ja eigentlich auch jeden Tag feiern.
Liebe Grüße
Britta
Liebe Britta,
ich freue mich für dich für deine erfüllte Beziehung und bald schon 20 Ehejahre!
Du hast also geheiratet, als ich mich von der Ehe verabschieden musste – und im Nachhinein war das goldrichtig (für mich).
Dennoch hätte ich nie gedacht, dass ich heute nach wie vor alleine lebe, alleine durchs Leben ziehe und inzwischen tatsächlich auch richtig zufrieden damit bin.
Glücksgefühle kommen vor allem durch andere zwischenmenschliche Begegnungen, vor allem mit meinen Kindern, die ohne meine Ehezeit nicht auf der Welt wären.
Diese Familienbindungen sind stark, tragen mich durch meine Tage und hoffentlich noch mindestens 20+ Jahre weiter.
Hab einen glücklichen Start in den Frühling,
herzlichst Gabi
Liebe Gabi,
zur Wahrheit bei mir gehört allerdings auch, dass das schon meine zweite Ehe ist. Die Verabschiedung kenne ich also auch. Anders als Du habe ich allerdings immer gedacht, dass ich ab da alleine bleiben würde und das auch so möchte. Vom Zusammenkommen bis zur Heirat verging dann auch recht viel Zeit, ich musste das für mich erstmal klar kriegen.
Vielleicht ist die Liebe ja auch etwas, was uns passiert, wenn wir gar nicht damit rechnen.
Ich wünsche Dir auch einen glücklichen Start in den Frühling und wünsche Dir ganz viele 20+Jahre weiter mit und in all diesen Bindungen, die Du Dir aufgebaut hast.
Liebe Grüße
Britta
Ich mag deine Blogeinträge ja immer sehr aber diesen finde ich besonders toll geschrieben! Da steckt (im wahrsten Sinne des Wortes) so viel Liebe drin!
Wir haben ja das Privileg immer nur Eheleute sein zu dürfen und ich genieße das sehr! Dafür werde ich irgendwann zwar einsam in einem Pflegeheim vor mich hinsiechen aber irgendwas is ja immer…! 😉
Ich find es in jedem Alter wichtig gemeinsame Interessen und Träume zu haben aber im Alter ist das bestimmt nochmal etwas wichtiger! Hab es schon öfter mitbekommen dass Paare „plötzlich“ nichts mehr miteinander anfangen können wenn das Arbeitsleben vorbei ist…!
Ich kenne auch Paare die IMMER nur Pärchenurlaub machen weil sie sich zu zweit langweilen- wirklich traurig!
Meine Oma ist übrigens sehr früh gestorben und mein Opa hat mit 84 (nach über 10 Jahren alleine) tatsächlich nochmal geheiratet und wurde 94 Jahre! Er ist nochmal so richtig aufgeblüht…!
Ja, da steckt viel Liebe drin. Der zwanzigste hat mich da ein bißchen drüber nachdenken lassen. Ich bin wirklich froh, dass mein ganz normales Leben von Liebe getragen wird und stelle es mir furchtbar vor, in einer Beziehung zu stecken, die anders ist. Unsere Ehe und ja auch die Eure sind sturmerprobt und wie gerne wir eng zu zweit zusammen sind, zeigt sich ja auch an Otto und der Aquamarijn.
Umso schöner, dass wir zwei Paare es aber auch mal ein paar Tage miteinander aushalten, auch wenn Pärchenurlaub sonst nicht so unser Ding ist. Das liegt aber auch daran, dass wir auch als Paare ähnlich ticken. Was ich immer schlechter ab kann, ist dabei zu sein, wenn Paare sich gegenseitig dauernd an die Gurgel gehen oder so unauffällig bekritteln. Das sehe ich leider auch echt oft und finde das so unangenehm.
Die Story von Deinem Opa ist ja süß. Klasse !
Ich bin ja absolut kein Freund von Pärchenurlaub, das geht tatsächlich ausschließlich mit euch, darauf könnt ihr euch echt was einbilden… 😉
Wieder wunderbar geschrieben, liebe Britta! 😍
Wir haben nächste Woche Hochzeitstag, werden spontan feiern und nichts planen, da ich letztes Jahr den Tag (Silberhochzeit) ja in der Klinik verbringen musste.
Ich bin jeden Tag froh und dankbar, an dem wir zusammen sind, aber wie gesagt, langfristig planen tun wir nichts, dazu sind wir zu oft enttäuscht worden.
GLG, Uli
Ich erinnere mich an Euren gar nicht schönen Silberhochzeitstag. Ich bin froh, dass das Geschichte ist und ich wünsche Euch für dieses Jahr einen richtig schönen Tag, an dem Ihr es Euch gut gehen lasst.
Ganz liebe Grüße zu Euch
( und gib der Holden ein Beso von mir )
Eine glückliche Ehe ist bestimmt nicht selbstverständlich. Klar, manchmal passt es einfach nicht mehr. Und dann ist es besser, getrennte Wege zu gehen.
Für mich ist Liebe eine tiefe innere Vertrautheit und Wertschätzung. Schön, dass ihr schon den 20 Hochzeitstag. geschafft habt. Ich hatte im letzten Jahr den 40. und kenne meinen Mann bereits seit 1980. Eine Jugendliebe sozusagen.
Das ist eine irre lange Zeit, wenn man bedenkt, dass ich jetzt 63 Jahre alt bin.
Liebe Grüße
Sabine
Liebe Bine,
das hast Du so schön formuliert. Tiefe innere Vertrautheit und Wertschätzung – ist auch genau das, was ich sehr genieße und von dem ich so dankbar bin, es zu haben.
Ich gratuliere Euch von Herzen zu Eurem 40sten im letzten Jahr. Das ist ein sehr großer Meilenstein. Ich bin ehrlich und wünschte mir manchmal, auch ich hätte das so gehabt und nicht so viele Umwege gehen müssen bis zu meiner Ehe. Es ist toll, wenn man sich das ganze Leben begleitet. Immerhin kennen mein Mann und ich uns auch schon seit den 80ern Jahren. Das finde ich heute auch ganz schön, dass wir zumindest voneinander wissen, wie wir in unseren jungen Jahren waren.
Ich wünsche Dir einen liebevollen Start in die Woche
Britta
Wir, 78 und 65, hatten letzte Woche unsere sogenannte Silberhochzeit, haben die unter uns gefeiert, ganz innig, und ich kann Deine schöne Analyse nur bestätigen…
Herzlichen Glückwunsch liebe Uschi ! Auch wenn es schön sein kann, so einen Tag mit mehreren zu feiern, finde ich es aber auch toll, wenn man nach all den Jahren auch innig zu zweit feiern kann. Ich fand unsere Date Night letzte Woche auch ganz wunderbar. Genau das, was ich gebraucht hab.
Liebe Grüße !
Hallo liebe Katja ,
danke schön ! Das Kompliment kann ich Dir nur zurückgeben, so schön geschrieben Dein Kommentar. Auch bei Dir merkt man immer, wie gut Ihr miteinander und füreinander seid. Das schimmert auch immer so schön durch Deine Insta-Beiträge. Genauso wichtig aber auch, dass man sich das immer bewusst macht. Es kann so schnell vorbei sein, wir haben das im Freundeskreis leider auch bereits erleben müssen.
Dein letzter Satz ist wunderschön. Den nehme ich mir für mich mit. Ja, es sind die vielen kleinen Tage, die uns glücklich machen und diese sind es auch, die in der Erinnerung glücklich machen.
Liebe Grüße zu Euch
Britta
Hallo Traude, das finde ich auch sehr schön mit dem ZZ-Tag. Das ist auch eine gute Anregung. Es heißt ja immer, dass man für den anderen interessant bleiben müsse. Aber das fand ich auch schon immer den falschen Ansatz. Ich finde es besser, zu sagen: Man sollte nicht verlernen, sich für den anderen zu interessieren. Und das ist ja genau das, was Ihr tut.
Ich wünsche Euch auch, dass Ihr noch ganz viele lange Jahre miteinander habt und alle Abenteuer teilt.
Liebe Grüße
Britta
Liebe kennt kein Alter. 😉
Das ist wohl wahr !
Liebe lebt nicht nur in klassischen Zweierbeziehungen / Ehen. Ich habe nie geheiratet, weil ich schon vom Start weg nicht daran glaubte, dass ich je ein Versprechen im Sinne von „bis dass der Tod uns scheidet“ hätte geben wollen. Auch wenn die alte Formel abseits kirchlicher Trauungen nicht genutzt wird, so wird doch das romantische Ideal der lebenslangen Beziehung immer noch hoch gehalten, obwohl jede dritte Ehe geschieden wird. Ich hatte so etwas nie vor, sondern ging davon aus: Es dauert, solange es geht.
Wie auch immer: Als ich kürzlich bei meinem liebsten Freund, mit dem ich bis 2003 viele Jahre in „klassischer Beziehung“ gelebt hatte, wie jeden Sonntag zu Besuch war (zum gemeinsamen Yoga, zum Tatort, zum philosophischen Gespräch) – da traf mich plötzlich ein Gedanke wie ein emotionaler Blitz: Uns kann nur noch der Tod scheiden, mehr noch: Uns WIRD DER TOD SCHEIDEN. So hatte ich noch nie darüber gedacht, nie hatte ich derlei versprochen – aber jetzt wusste ich plötzlich, dass ich mich dem garnicht entziehen kann! Und auch, dass es bedeutet, dass er oder ich es werden verkraften müssen, den Anderen sterben zu sehen.
Heute war war mein Freund, den ich mittlerweile meinen „Wahlverwandten“ nenne, ausnahmsweise bei mir zu Besuch, weil sich mein Liebster (seit 20 Jahren) mal wieder etwas Zeit zu dritt gewünscht hatte. Zeit, wie wir sie Sommers im Garten genießen, was im Spätherbst dann wetterbedingt einschläft.
***
Diesen Artikel hab ich erst heute entdeckt, deshalb der späte Kommentar. Wünsche dir gehaltvolle Rauhnächte, frohe Restweihnachten und einen guten Rutsch! 🙂
Liebe Claudia,
vielen Dank für Deinen Kommentar, der noch einen neuen Blickwinkel zum Thema eröffnet. Ja, das ist so. Wenn eine Liebe – in welcher Form auch immer sie manifestiert ist – bis in unser Alter überdauert hat, wird es so sein, dass einer übrig bleibt und den Tod des anderen verkraften muss. Das ist ein Gedanke, der mich auch ab und an durchzuckt, das ist auch etwas, wobei ich Freunde schon begleitet habe. Aber ich gebe zu, dass ich diesen Gedanken schnell wieder beiseite schiebe. Weniger den an den Tod an sich, mehr den Gedanken an das zurückbleiben. Ich halte es für möglich, dass man sich auf das zurückbleiben schlechter vorbereiten kann als auf den Tod.
Ich wünsche Dir auch gehaltvolle Rauhnächte, frohe Weihnachten gehabt zu haben und ebenfalls einen guten Übergang ins neue Jahr.
Liebe Grüße
Britta