Tach auch Liebeleins! Ja, ich weiß. Ich bin spät mit dem Rückblick auf den Wonnemonat. Was schlicht und ergreifend daran liegt, dass wir durchgehend mit schönen Mai-Dingen beschäftigt waren. Aber hier ist er jetzt: Der Rückblick auf den Mai 2026. Ein Monat mit 2 Vollmonden und jeder Menge anderer Highlights.

Darum geht es hier:
Britta Langhoffs Rückblick auf den Mai 2026: Einblicke, Erkenntnisse und Fortschritte! Autoren- und Familienleben an Bord.
Der Mai endete, wie er begann: An Bord. Nur kurz waren wir zwischendurch über Pfingsten im Pott. Die Wiederauferstehung des heiligen Geistes dürfen die zahlreichen Pfingsttouristen in den Niederlanden gerne ohne uns feiern. Auch wenn ich mich schuldig bekenne: Bei der Erfindung des ausufernden Springbreaks in Holland war ich dabei. Damals.
Einblicke des Monats Mai:
Doch zunächst fand im Mai unsere große Feierwoche statt. Der Captain hat genullt! Juchhu! Ich bin in dieser Familie nicht mehr die Einzige mit einer 6 vor der Altersangabe. Ganz unbedingt wünschte er sich, diesen Tag an seinem allerliebsten Platz auf der Welt zu feiern und so wurde unsere Aquamarijn zum Partyboot.

Leider spielte ausgerechnet in dieser Woche das Wetter nicht so ganz mit. Erste Erkenntnis des Monats: Mairegen macht auch nicht schöner! Haben wir eh nicht nötig, sind wir uns einig oder?
Da der 60ste auf einen Montag fiel, begingen wir diesen Tag ganz unter uns. Happy on mondays feierten wir im Heimathafen, kleiner Ausflug samt versuchter Walrettung und leckerem Fischessen frisch von der Küste zum etwas exclusiveren Montagsschluck.

Am 12ten beglückten wir unsere bewährte Einkaufsstadt Sneek und feierten abends mit den langjährigen Hamburger Freunden im Sneeker „Walrus“ – durch diesen Tag, den 12 von 12 im Mai hab ich Euch ergiebig mitgenommen.
Familienzeit im Mai
Vor der Wiederauferstehung ist die Himmelfahrt – noch so ein gesetztes Datum im NL-Touri-Kalender. Die Herren Söhne und die Schwiegertochter in Bälde kamen nach Heeg, um den Captain hochleben zu lassen und ein schönes langes Wochenende mit uns zu verbringen. Auch da – das ansonsten fast durchgehend schöne Maiwetter ließ ausgerechnet an diesem Wochenende zu wünschen übrig. War aber trotzdem schön und zumindest hat es nicht durchgeregnet.
Die drei hatten sich für die Tage ein Ferienhaus gemietet – zu fünft wäre es arg eng an Bord gewesen. Und Überraschung: zum Haus gehörte ein kleines feines Schalüppchen, Nutzung gestattet. Wusste vorher keiner – die Buchungsplattform hat das glatt unterschlagen.

Die Erweiterung der Flotte war hochwillkommen. So konnten die drei direkt nach der Ankunft mit ihrer Schaluppe rüber zu unserem Hafen. In Heeg ist am Himmelfahrtstag Ausnahmezustand – man feiert an diesem Tag „Heechspanning“ – zu deutsch Hochspannung ( Heech ist die friesische Bezeichnung von Heeg und bedeutet im friesischen Hoch, daher das Wortspiel) Heechspanning ist ein Straßenfest mit allem Zipp und Zapp und vor allem gesperrten Straßen – da war die Schaluppe perfekt.
Natürlich wurde die Sloep – wie Schaluppe im Niederländischen heißt, gesprochen Slupp – das ganze Wochenende über ausgiebig genutzt. Auch wir fanden es super, mal mit dem Sloepje durch Heegs Kanäle zu gondeln – das geht wegen der Höhe diverser feststehender Brücken mit unserem Boot nicht. Egal, wie gut man einen Ort kennt – vom Wasser aus sind die Einblicke doch nochmal komplett anders. Kleine Kostprobe:



Ansonsten gab es an diesem Wochenende viel Schönes: Lecker essen gehen, lecker trinken, kleinere Ausflüge u.a. ins „Arenal“ Frieslands Lemmer, viele Gespräche, viel Lachen und sogar ein paar Gesellschaftsspiele. Nach soviel Feierei hieß es dann zuhause: Erholen vom Urlaub. Inclusive Männergrippe des sonst so unverwüstlichen Captains. Kaum ist er 60 – ist der Lack ab.
Das Ijsselmeer hat heilende Kräfte
Generös gab er die Seuche an mich weiter – da waren wir aber schon wieder zurück an Bord. Hüsterchen hin, Schniefnase her – das Wetter war super und wir hatten Ijsselmeer Sehnsucht. Also ab nach Stavoren, einer unser ewigen Lieblingsorte. Normalerweise sind wir über Mittsommer dort, aber da haben wir in diesem Jahr andere Pläne – wird auch schick.

Stavoren war schön wie immer – viel Hafenkino, viel Schleusenkino und das Ijsselmeer hat heilende Kräfte. Den Schnupfen hab ich jedenfalls dort gelassen. Wir waren zur Zeit des zweiten Vollmonds – dem sogenannten blue moon – dort und auch wenn es noch nicht ganz die Zeit der weißen Nächte ist: das Licht war ebenso magisch wie zur Sommersonnenwende. Auch einige andere aus unserem Heimathafen nutzten das schöne Wetter für ein Zwischenspiel am Ijsselmeer, man traf sich bei der abendlichen Sunset-Beach-Party.


Erkenntnisse des Monats – Gesundheitsupdate
Mal abgesehen von der überstandenen Männergrippe geht es mir gut. Bis jetzt hatte ich noch keine Sehnsucht nach meiner giftigen Galle. Die Rekonvaleszenz ist ohne Auffälligkeiten vorüber, die Hausärztin war soweit zufrieden. Gut wäre, wenn ich einen anderen Essens-Rhythmus hinkriege. Besser für mich wäre es mehrmals am Tag kleine Portionen zu essen. Ebenso experimentiere ich noch mit dem, was ich vertrage und was nicht.
Spannender Nebeneffekt: Ich habe seit der ersten OP im Februar gute 10 Kilo abgenommen. Einfach so nebenbei. Was mich zu der Erkenntnis bringt: Ich hatte Recht. An irgendwas muss meine Gewichtszunahme gelegen haben. Wahrscheinlich also an der Galle bzw. ihren Steinen.
Ich zähle seit Ewigkeiten Kalorien – nicht um abzunehmen, sondern um nicht noch mehr zuzunehmen. Normal waren Tage mit 1500 Kalorien – und das ist nicht viel. Einmal über die Stränge geschlagen, zack zwei Kilo mehr. Die nicht mehr runtergingen. Was mich ehrlich ankotzte. Nicht nur klamottentechnisch.
Seitdem die Galle raus ist, habe ich nicht besonders viel Hunger und lande nach wie vor bei meinen üblichen 1500 Kalorien. Doch jetzt purzeln die Pfunde. Was eigentlich richtig ist, denn 1500 Kalorien am Tag sind definitiv ein Kaloriendefizit. Welches in den letzten Jahren gerade gereicht hat, um nicht noch dicker zu werden.
So ganz traue ich dem Braten noch nicht. Auch wenn ich derzeit in meinem liebsten Einkaufsland weile – neue Klamotten gibbet erstmal nicht. Mein derzeitiger Schlabberlook ist vor allem eins: bequem. Funfact: Meine „Mutter des Bräutigams“ Outfits hab ich Anfang März gekauft. Ich hab sie noch nicht wieder anprobiert, aber ich sag mal so: Zu eng sind sie wohl auf keinen Fall. Ist ja Sommer bei der Hochzeit, locker luftig passt da ja.
Fortschritte des Monats: Neues aus der Schreibkajüte
Partyboot hin, Hafenkino her – nebenbei geht an Bord das ganz normale Blogger- und Autorenleben weiter. Mein Manuskript – Teil eins meiner Geschichten vom Deich – ist komplett Korrektur gelesen und vom Captain in eine zu nutzende Form gesetzt. Ich habe entschieden, es für’s erste in nicht allzu ferner Zukunft als E-Book in die Welt zu entlassen. Wir haben einen Titel, wir haben ein Cover und wir haben uns ergiebig mit den Feinheiten und Fallstricken Selfpublishing KDP auseinander gesetzt. Erzähle ich demnächst ausführlich in einem extra Beitrag.

Auch im Blog gab es ein bißchen was Neues zu lesen. Neben dem erwähnten 12 von 12 schrieb ich einen Artikel darüber, warum Geschichten über Neuanfänge inspirieren und wir sie heute mehr denn je brauchen. Ihr habt das eifrig und zustimmend kommentiert. Da auch mein Roman viel von Neuanfängen erzählt, ermutigt das wiederum mich.
Der runde Geburtstag des Gatten brachte mich einmal mehr dazu, mich mit der Zahl, dem Alter 60 zu beschäftigen und somit zum Artikel: Warum ich mit 60 entspannter bin als mit 40 inclusive meiner TOP 5 der Dinge, die ich heute anders sehe.
Darüber hinaus habe ich ziemlich viele kleine Ankerpunkte im Blog anders gesetzt, ein paar Leinen straff gezogen und den Kompaß leicht geändert. Will sagen: Ich habe die Über mich, über meinen Blog und die Autorinnen-Seite überarbeitet. Ebenso habe ich diverse Artikel, von denen ich nicht möchte, dass sie in der Versenkung verschwinden, überarbeitet, aktualisiert und zukunftsfit gemacht.
Manche haben neue Abschnitte spendiert bekommen, andere „nur“ ein Inhaltsverzeichnis und eine Einleitungsbox. Geändert habe ich auch viele Bildbeschreibungen, alles vor dem Hintergrund der geplanten Buchveröffentlichung. Bisher habe ich – diversen Unsicherheiten geschuldet – Schlüsselwörter wie Autorin, in meinem Fall Autorin an Bord, geplanter Roman, Romandebut etc. sehr stiefmütterlich genutzt. Nun ist all das besser verteilt und klarer definiert sowohl im Blog als auch in social media.
Und damit zur Statistik des Monats
- Vermissen des Monats: Ich mag immer noch keinen Kaffee trinken. Aber er fehlt mir trotzdem.
- Vermutung des Monats: Wahrscheinlich war nicht ich die Kaffeetante, sondern meine dämliche Galle.
- Buch des Monats: Der Duft des Glücks wird stärker, wenn es regnet – von Virginie Grimaldi
- Buchenttäuschung des Monats: Just like you von Nick Hornby – der ansonsten sehr geschätzte Autor begegnet dem Elend der Welt leider nicht mehr mit scharfem Witz, sondern mit nervtötender Larmoyanz. Sehr schade. Aber ein anderer Brite macht es wieder gut:
- Song des Monats: All my life von Robbie Williams – was für ein tolles Lied. Britpop at its best mit leichten Oasis-Vibes – da hat good old Robbie nochmal richtig einen rausgehauen. Freut mich.
- Zahl des Monats: 60
- Doku-Serie des Monats: Clarksons Farm – noch ein Brite, der mich bestens unterhält. Unser bewährtes Bord-Entertainment- Ritual. Und im Juni kommt schon die neue Staffel. Prime Video.
- Serie des Monats: Der Kastanienmann, Staffel zwei Untertitel: Versteckspiel. Ziemlich düster, teils deprimierend, aber sehenswert. Auf Netflix.
- Ansage des Monats: Hunde sind willkommen, Kinder bitte an die Leine:

Auch wenn ich diesen Rückblick – mal wieder – im Takt stürmischer Wellen in die Tasten gekloppt habe und zumindest die erste Hälfte des Juni nicht allzu erfolgsversprechend aussieht:
Ich wünsche allen einen schicken Start in den Juni. Feiert nichts, was ich nicht auch feiern würde.
(Noch so etwas, was mich ankotzt: Wegen better safe than sorry kennzeichne ich diesen Artikel als Werbung wegen Namensnennungen. Alles unbeauftragt, nichts gesponsert, alles selbst bezahlt. Alle Erwähnungen dienen lediglich der Klarstellung und Vollständigkeit und sind allenfalls persönliche Empfehlungen von mir. Aber Pferde Apotheke usw. Ihr wisst schon.)
Hier geht es zu den aktuellen Blogartikeln:
- Rückblick – so schön war der MaiRückblick auf den Mai 2026: Einblicke, Erkenntnisse und Fortschritte! Autoren- und Familienleben an Bord.
- Warum ich mit 60 gelassener bin als mit 40Mit 60 gelassener als mit 40: Diese 5 Dinge sehe ich heute anders. Erfahre, wie mich diese neue Freiheit inspiriert. Auch in meiner Schreibkajüte an Bord
- 12 von 12 Mai 2026 – an Bord. Der Tag danachIn 12 Bildern durch den 12 Mai 2026 – wir sind an Bord und halten Kurs in einer aufregend feierlichen Woche
- Warum Geschichten über Neuanfänge inspirierenGeschichten über Neuanfänge lassen uns nicht los. Warum das so ist – und wie sie uns Mut machen, unser eigenes Leben neu zu denken.
- Ein Monat mit happy End – so war der AprilRückblick auf den Monat April 2026 – mehr Höhe- als Tiefpunkte und ein Happy End.
Der Kastanienmann als Serie auf Netflix – das muss ich mir merken. Ich hatte das Buch gelesen und fand es extrem spannend.
Dein Sundowner-Foto lässt Großartiges vermuten. Das hätte ich zu gerne live gesehen. Hier stehe ich zwar auch oft bewundernd am Fenstern aber das Meer fehlt dabei einfach. Mit so einer kleinen Schaluppe durch die Kanäle zu schippern, klingt richtig gemütlich. Da hätte ich auch keine Probleme mit dem Seegang 😄. Wobei ich schon festgestellt habe, dass türkises Wasser sehr effektiv von zu viel Wellenreiten ablenkt.
Liebe Grüße und einen entspannten Start in den Juni!
Ach du bist so herrlich strukturiert und konsequent in der Pflege deines Blogs. Meine Hochachtung dafür. Ich bin da leider etwas anders unterwegs. Aktuell bin in ein wenig schreibfaul und verzettel mich gerade wieder in andere Projekte. Naja mal schauen. Vielleicht bekomme ich ja noch die Kurve.
Ansonsten kamen wir noch nicht in den Genuss, unsere Lieblingsnachbarn zu besuchen. Irgendwas ist immer. Naja, wenigstens geht es morgen für das WE nach Kessel, auch wenn das Wetter alles andere als gut wird. Egal, Tapentenwechsel muss sein.
Cool, dass ihr mit dem kleinen Boot nochmal andere Perspektiven genossen habt.
Der blue moon samt deines Sonnenuntergangbildes ist traumhaft.
Freut mich, dass dein Körper ohne Galle offenbar wieder so arbeitet in Bezug auf die Kalorien, wie er soll. Und lustig, dass er nicht mehr nach Koffein ruft.
„Hunde sind willkommen, Kinder bitte an die Leine“ ist großartig :). Es wäre so schön, wenn einige Kinder sich auch nur ansatzweise so gut benehmen würden wie mancher Hund …
Super, dass das Romanprojekt voranschreitet. Bin gespannt!
Einen schönen Juni wünscht dir
Ines
Das Schild ist sooo genial, das hätte ich gern an unserem Hoftor…!
oh je, beide Männergrippe! Zum Glück ging sie scheinbar recht schnell vorbei…!
Toll dass die Jungs beide Zeit hatten, an das Schalüppchen denke ich auch gern zurück!
Der Mai war wirklich toll, hoffentlich wird es der Juni auch…!
Dein Buch brauch dann unbedingt als PDF denn ich hab nichts worauf ich es lesen könnte! Würd ich mir dann heimlich auf der Arbeit ausdrucken…