Der 60ste Geburtstag ist in Sichtweite oder Ihr habt ihn schon hinter Euch? Noch steckt Ihr im Arbeitsleben, aber der Ruhestand ist nicht mehr weit? Ihr schaut mit Skepsis auf diesen Lebensabschnitt? Dann ist dieser Artikel für Euch! Ich nenne Euch 10 überraschende Vorteile im Ruhestand – aus meiner eigener Erfahrung!
10 unerwartete Vorteile im Ruhestand
Ich bin 61 und seit 4 Jahren im Vorruhestand. Der Ruhestand steckt voller Überraschungen – und viele davon sind besser als in Eurer Vorstellung. Wenn Ihr Euren Ruhestand plant, vielleicht sogar überlegt, ob ein vorgezogener Ruhestand in Frage kommt, zeigt Euch Britta Langhoff, warum dieser Lebensabschnitt der beste Eures Lebens werden kann.
Ich für meinen Teil sage glasklar: Mein Leben wurde besser, als ich aufhörte, zu arbeiten. Ruhestand ist viel besser als sein Ruf. Ich habe auf diese Zeit hingearbeitet und sie mir früh im Leben selbst erlaubt. Ich hatte Pläne, ich hatte Vorstellungen – und doch keine Ahnung.
Wir hissen die Flagge für überraschend schöne Momente
Hier erzähle ich von 10 unerwarteten Vorteilen meines Vorruhestands, die ich vorher so nicht auf dem Schirm hatte.
10 überraschende Vorteile im Ruhestand, die sich die meisten Menschen vorher nicht klarmachen
Der Druck ist weg. Ihr arbeitet gerne, seid gut im Job, habt ein gutes Standing im Team. Ihr denkt, Ihr werdet all das vermissen. Dachte ich auch. Überraschung: Ich vermisse die Arbeit gar nicht. Im Gegenteil: ich bin im 4ten Jahr Vorruhestand noch erstaunt über meine Erleichterung. Wie stark der Druck wirklich war, unter dem ich stand, habe ich gemerkt, als er weg war. Aber der Kontakt zu den Kollegen? Vermisse ich den? Nein! Aus einigen Kollegen sind Freunde geworden, der Kontakt ist enger als je zuvor. Und definitiv sitze ich mit den alten Kollegen lieber in einer privaten Runde als im Team-Meeting.
Der Blick für die einfachen Dinge des Lebens schärft sich. Simple Dinge werden großartig. Weil die Zeit da ist, sie zu genießen. Das fängt mit dem ersten Kaffee am Morgen an, dem gerne ein zweiter folgen darf. Natur genießen, Musik hören, lesen, sich ausgiebig pflegen – das alles muss nicht mehr husch, husch nebenbei stattfinden. Mit der Wertschätzung kommt Dankbarkeit für das, was man hat – und die macht viel zufriedener als jedes Benefit im Job. Nebeneffekt daraus: Nervige Alltagsdinge prallen viel mehr an einem ab.
Ich gebe viel weniger Geld aus als gedacht. Ok, das Reise-Budget in unserem Fall das Boot Budget lasse ich außen vor, das reizt in der Regel jeder Ruheständler aus, den ich kenne. Aber der normale Alltag wird billiger. Keine Fahrtkosten zur Arbeit mehr, weniger teure jobtaugliche Kleidung. Auch das Budget für Lebensmittel passt besser. Mahlzeiten werden in Ruhe geplant und gekocht. Überhaupt schwindet das Interesse an materiellen Dingen in dem Maße, in dem man nicht mehr das Gefühl hat, sich belohnen zu wollen für all den durchgestandenen Stress.
Mir geht es mit Anfang 60 gesundheitlich deutlich besser als mit Mitte Fünfzig. Ich bin viel draußen, bewege mich mehr, esse besser, habe Zeit für Pausen und vor allem schlafe ich genug. Mit Grausen denke ich an die Jahre, in denen müde der Normalzustand war. Wir alle wissen, dass Stress krank macht – aber den Umkehrschluss machen wir uns nicht klar: weniger Stress macht gesund.
Ihr alleine habt die Kontrolle über Eure Zeit. Ihr seid nicht mehr an Arbeitszeiten und Zeitvorgaben gebunden. Ihr bestimmt selber, wann Ihr was macht. Letztens dachte ich plötzlich während der gepflegt entspannten Hunderunde in der Mittagssonne: vor einigen Jahren lag um diese Uhrzeit noch richtig Stress vor mir. Heute kann ich durch mein Leben schlendern, anstatt zu rennen.
Ihr habt Zeit und Muße für alte oder neue Leidenschaften. Ihr könnt das ausleben, was Ihr schon immer tun wolltet. Oder Neues ausprobieren, es wieder verwerfen und das Nächste ausprobieren. Alles kann, nichts muss.
Es konzentriert sich nicht mehr alles auf das Wochenende. Die Wochenenden spielen bei uns nur insofern eine Rolle, als dass die Kinder da besser Zeit haben. Ansonsten ist es bei uns so, dass wir vieles lieber unter der Woche unternehmen und es am Wochenende ruhig angehen lassen. Stichwort happy on Mondays.
Reisen macht viel mehr Spaß, wenn man nicht an Zeiten gebunden ist. Außerhalb der Saison ist es nicht nur billiger, sondern auch nicht so voll. Vernünftig budgetiert, kann man zudem viel länger verreisen als früher. Nichts mehr mit das Maximum aus 14 Tagen rausholen. Außerdem fährt man erholt in Urlaub. Reisen ist jetzt wahlweise Genusszeit, Erlebniszeit, Abenteuerzeit. Erholen vom Urlaub kann man sich ja anschließend zuhause.
Pläne sind dazu da, geändert zu werden. Spontanität ist möglich. Das hab ich früher oft vermisst. Schönes Wetter? Ausflug heute. Lust zu verreisen? Dann los. Ihr braucht Euch in keine Urlaubspläne mehr eintragen, keine Rücksicht auf Dienstpläne nehmen. Und wenn Ihr ganz spontan einen Tag auf der Couch liegen wollt, geht das auch in Ordnung.
Es kümmert Euch jetzt wirklich einen Scheiß, was andere von Euch denken und wollen. Man rät es sich und anderen immer, dass man sich von den Erwartungen anderer freimachen soll. Aber das ist im Arbeitsleben nicht so einfach. Man ist abhängig von der Meinung des Chefs und der Kunden. Das fällt alles weg und das Gefühl, frei zu sein von Erwartungen und Meinungen anderer stellt sich ganz von alleine ein.
im hier und jetzt leben – der Flusenbär hat es drauf.
Warum sprechen so wenige Menschen über die Vorteile im Ruhestand?
Gute Frage oder? In Beitragstitel habe ich etwas reißerisch formuliert: Vorteile, über die keiner spricht. Ist nicht ganz richtig. Untereinander sprechen Ruheständler durchaus darüber. Nach außen eher weniger.
Der Rentner wird heutzutage gerne abgewertet. Ruhestand ist leicht schambehaftet, vorgezogener Ruhestand noch mehr. Wir sollen länger arbeiten, Pflichtdienste leisten usw. Ihr wisst schon. Klar möchte da keiner, dass die wertvolle Arbeitnehmerschaft die positive Wahrheit über den Ruhestand erfährt. Klar zögern manche Rentner da, ihr Glück in die Welt hinaus zu trompeten.
Mir aber egal: Die, die gerade am meisten gegen Rentner hetzen, müssen erstmal die 40 Jahre hinkriegen, die ich gearbeitet habe. Und dabei zwangsweise in eine Kasse eingezahlt, die ich mir selbst nie ausgesucht hätte und die für mich von vornherein ein Verlustgeschäft war. Nur mal so nebenbei bemerkt.
Ich habe mir auf die Fahne geschrieben, für mutig älter werden zu stehen und hoffe, ich habe mit meiner Auflistung der glücklich machende Dinge im Ruhestand Euch die Bestätigung gegeben für das, was in Euch schon lange unterschwellig arbeitet.
Ihr dürft mir glauben: Ich bin nicht alleine mit diesem Glück und der Empfindung der Vorteile im Ruhestand. Ich kenne nicht wenige Menschen, die der Arbeitswelt bereits den Rücken gekehrt haben. Alle bestätigen die Dinge, die ich am Ruhestand liebe – und Ihr werdet sie auch lieben.
Ruhestand im Blick 90%
Marie fragte neulich in den Kommentaren, wie lange es gedauert habe, bis ich an Montagsmorgens nicht mehr den Gedanken „Beginn der Arbeitswoche“ hatte. Die Antwort ist: Dieser Gedanke war sofort weg und wurde ersetzt durch: „großartig, dass ich nicht mehr arbeiten gehen muss“ und dieser neue Gedanke ist auch geblieben. Das denke ich jeden Montag, manchmal auch schon jeden Sonntagabend – umso mehr, da sich mir so viele Vorteile im Ruhestand erst nach und erschlossen haben.
Mein Fazit zum frühen Ruhestand
Ich schrieb einleitend: Ich hatte Pläne, ich hatte Vorstellungen – und doch keine Ahnung. Die Wirklichkeit meines Vorruhestands hat meine Vorstellungen bei weitem übertroffen. Ja, ich habe auf Geld verzichtet. Geld, welches mir nicht fehlt. Ich hatte aber immer mehr Angst vor der verrinnenden Zeit als nicht erneuerbarem Gut. Meine größte Dividende ist die Freiheit. Ich bin unglaublich froh, so früh in den Ruhestand gegangen zu sein, wie es irgend ging.
Schöne Momente genießen – freuen auf das, was kommt
Und? Geht es Euch jetzt besser mit dem Gedanken an den Ruhestand? Freut Ihr Euch darauf? Oder seid Ihr bereits wie ich im ’nen Scheiß muss ich Modus und kennt weitere überraschende Vorteile des Ruhestands? Kommentare sind offen – ich bin gespannt auf Eure Meinung und Erkenntnisse.
Bloggerin, Autorin, Ehefrau, Mutter, Hundemama und Bootsfrau. 60 Jahre alt und stolz darauf. Ich schreibe für Menschen, die mutig und entspannt älter werden. Es ist nie zu spät, das Leben nach den eigenen Vorstellungen zu gestalten. Jetzt haben wir die Freiheit für neue Abenteuer und ganz viel Lebensfreude. Wenn nicht jetzt - dann vielleicht nie
Einfach nur großartig und sooo beneidenswert (du weißt dass ich gönnen kann)!
Über die Rentner wird wirklich extrem viel gehetzt, vor allem in letzter Zeit! Aber nicht in meinem Universum! Ich habe in meinem Familien- Freundes- oder Bekanntenkreis wirklich niemanden der über Rentner hetzt! Ganz im Gegenteil! Hat es endlich jemand geschafft dann wird das bejubelt und aus vollem Herzen gegönnt! Ich habe in den letzten Jahren halt wirklich alle A*löcher radikal aussortiert und umgebe mich nur noch mit tollen Menschen…!
Zur Gesundheit: Das glaub ich dir sofort! Mir geht es selbst sooo viel besser seit ich nur noch 3 Tage die Woche arbeite! Einige Monate nach dieser Umstellung hat selbst mein Haarausfall, den ich jahrelang mit unzähligen Mitteln nur mäßig erfolgreich bekämpft habe, einfach aufgehört…!
Ich kann es nur immer wieder sagen: Du/ihr habt allet sowat von richtig gemacht…!!
In meinem Universum wird auch nicht gehetzt. Aber man kriegt natürlich ’ne Menge aus den Medien mit. Es ist eben auch da immer die Frage, wem nutzt dieses Bashing.
Ja, Stress kann schon eine Menge gesundheitlich anrichten. Keine Frage. Körper und Geist brauchen Zeit, um sich zu regenerieren. Oft merkt man das auch erst, wenn man diese Pausen dann macht. Man kommt ja nicht so schnell drauf, dass Beschwerden damit zu tun haben.
Liebe Britta,
in meinem Umfeld gibt es auch kein Bashing, im Gegenteil. Und die, die sich damit in den Medien wichtig machen wollen, kann man eh vergessen😁
Generell halte ich nichts von Spaltung der Generationen, mir tun auch die Jüngeren leid, wer weiß, was denen noch bevorsteht. Als wir jung waren, hatte ich das Gefühl, dass es kontinuierlich vorwärts geht, alles wurde immer wenigstens ein Stückchen besser. Heute ist es genau andersrum. 🙄
Zu den erfreulichen Dingen: Ich habe es ja schon mal beschrieben, ich liebe jetzt die Sonntagabende! Früher war der Sonntag nichts halbes und nichts ganzes, ab dem frühen Abend stets der bange Blick zur Uhr, weil du wusstest, dass um 4 Uhr 21 der blöde Wecker blökt.
Und heute? 23 Uhr? Ach komm, eine Folge der Serie geht noch und dazu ein Glas Rotwein. 😎
Liebe (und nachdenkliche) Grüße,
Uli
Lieber Uli,
natürlich ist die Situation der Jüngeren so, dass auch ich mir Gedanken darüber mache. Was ich davon in meinem direkten Umfeld mitkriege, ist aber nicht so düster, wie gerne dargestellt. So als „Boomer“ – wo auf eine freie Stelle 100 Bewerbungen kamen, das ist heute nicht mehr so. So als Beispiel. Etliche junge Leute aus meinem Umfeld haben sich auch dafür entschieden, sich im Handwerk zu orientieren. Die machen sich gar keine Zukunftssorgen, die können sich die Stellen auch aussuchen und verdienen gutes Geld. Besser als Handwerker zu unserer Zeit. Das, was Du und ich gearbeitet haben, das ist Auslaufmodell. Da sind wir gerade noch rechtzeitig alt geworden 😉
Und mein Funfact zum Sonntagabend: Seitdem Du das mal erwähnt hast, muss ich jeden Sonntagabend an Dich denken und denke, Uli hat gerade Spaß. Ich fühle das.
Liebe Grüße
Britta
„Überhaupt schwindet das Interesse an materiellen Dingen in dem Maße, in dem man nicht mehr das Gefühl hat, sich belohnen zu wollen für all den durchgestandenen Stress.“
Den Worten schließe ich mich unabhängig von Ruhestand, den es hier nicht planmäßig geben wird , an. Im Alltag vermeiden ich Stress. Das spart Geld.
Absolut. Das war mir vorher echt nicht klar. Ich konnte mein Geld zwar immer gut zusammenhalten und hab wenig überflüssige Ausgaben getätigt. Aber dieses Gefühl „komm, ich mag mich jetzt belohnen“ – das hatte ich deutlich öfter. Oder den Wunsch, es mir etwas leichter zu machen und z.b. Essen zu bestellen. Das kommt mittlerweile so gut wie gar nicht mehr vor.
Moin 😘
Jaaa… auch ihr habt es richtig gemacht. Das Rentnerleben ist lebenswert. Man kann den Tag ruhiger angehen und machen was man möchte. Keiner fordert und hetzt einen.
Hier hetzt, in meinem Umfeld, auchkeiner über das Rentner sein. Man gönnt es einem.
Sobald das Geld reicht, geht in den Ruhestand und lebt nach euren Wünschen.
LG Gina 🫶🏻
Das „erholt in den Urlaub gehen“ wird für mich (wenn auch noch in weiter Ferne) einer der größten Vorteile sein. Aktuell müssen wir die Tauchtage im Urlaub schon reduzieren, weil es uns sonst einfach zu viel Aktion ist und wir dann wirklich Urlaub vom Urlaub bräuchten. Wenn man aber eh nur so wenig zum Tauchen ans Meer kommt, ist das ein ziemlicher Konflikt. Da wir schon viele höhere Semester kennengelernt haben, die diesen Sport immer noch ausgiebig betreiben, bin ich guter Dinge, dass wir dieses Hobby auch in der Rente noch pflegen können – sofern die Meere dann noch betauchenswert sind.
Liebe Grüße!
Erholt in den Urlaub ist wirklich grandios. Wir haben früher auch immer jeden Tag ausgekostet und sind oft Montags arbeiten gegangen, wenn wir erst Sonntags aus dem Urlaub zurück kamen. Erholungstechnisch natürlich großer Käse. Das wird Euch sehr zugute kommen, gerade mit dem kräftemäßig anstrengenden Hobby Tauchen.
Und ich glaube schon, dass die Meere dann noch betauchenswert sind. Es werden so viele gute Aktionen angestoßen, das Bewusstsein hat sich geschärft – ich bin da zuversichtlich. Weil anders wär schlimm.
Du hast das richtig gemacht. Ich werde mal sehen, ob ich mit 65 vielleicht in Rente gehe. Hauptsächlich würde ich es wohl genießen nicht bei jedem noch so schlimmen Wetter um 6.30 morgens aus dem Haus zu müssen. ☺️
Ich wünsche Dir ein wunderschönes Wochenende, liebe Grüße Tina
Ja, das ist auch ganz toll, wenn man das nicht mehr muss. Fühle ich so. Ich denk so oft, wenn ich es morgens langsam angehen lassen kann auch an meine Kinder, die schon unterwegs sind….
Ich wünsche Dir auch ein tolles Wochenende
Liebe Grüße
Britta
Liebe Britta,
hach, wäre ich doch auch schon so weit, lach … nun, im April habe ich auch die 6 vorne stehen und ich sehe der kommenden Lebenszeit sehr positiv aufgeschlossen entgegen. Bis 67 zu arbeiten, kommt für mich nicht in Frage, ich arbeite fleißig und konsequent einem Rentendasein ab 63 entgegen. Und bis dahin mache ich mich froh auf die Vorteile, die du so einladend formuliert hast!
Ich freue mich auf sie!
Viele liebe Grüße
Gabi
Liebe Gabi,
davon bin ich überzeugt, dass Du dieser Zeit sehr aufgeschlossen entgegen siehst. Du hast ja auch so vieles, was Du sonst noch machst. Du wirst die Zeit auch lieben, davon bin ich überzeugt.
Liebe Grüße
Britta
Hey,
ich kenne doch einige die über ihren Ruhestand sprechen. Die Empfindungen sind da sehr unterschiedlich. Einige arbeiten noch etwas weiter, sonst fehlt ihnen etwas. Andere widmen sich Dingen, wozu ihnen die Zeit fehlte.
Ich persönlich sehe es wie du. Mein Ziel ist es als erstes: einen Hund anzuschaffen :).
Liebe Grüße!
Das ist doch mal ein Plan. Das haben wir ja tatsächlich auch im ersten Jahr des Ruhestands gemacht. Wir wollten immer gerne einen Hund haben, aber wir wären ihm nicht gerecht geworden. In den Ruhestand passt er aber nun prima, zumal es bei uns ja auch eher Unruhestand ist.
Alle Punkte sind nachvollziehbar. Und ich kann gar nicht verstehen, warum das so negativ belastet ist. Mir geht es im Urlaub deutlich besser als wenn ich arbeite. Aber ich stresse mich bei der Arbeit nicht mehr so wie früher. Aus dem Alter bin ich raus 😀
Liebe Britta,
zunächst vielen Dank für die namentliche Erwähnung und die noch ausführlichere Beantwortung von meinen Fragezeichen.
Bei wichtigen Entscheidungen lasse ich mir gern sehr viel Zeit, damit ich sicher oder zumindest sicher genug bin, dass ich mich später nicht ärgere. An der Entscheidung, mein Arbeitsleben in der jetzigen Form niederzulegen, denke ich (wie du wohl weißt) schon gut zwei Jahre herum, aber ich sehe mittlerweile die Ziellinie (und dahinter den Atlantik).
Ich habe gerade im letzten Jahr festgestellt, dass mir häufig Zeit für mindestens eine Beschäftigung, die mir Spaß macht, fehlt. Oder die Kraft, ich bin schließlich nicht mehr ganz so sehr im Saft wie einst im Mai. Selten sind die Tage, an denen ich alles mache, was ich möchte und ich freue mich mittlerweile sehr darauf, einige Dinge anzugehen, Pläne umzusetzen und mich hauptsächlich mit dem zu beschäftigen, was mir gut tut.
Auch habe ich deutlich serviert bekommen, wie Stress sich auswirkt – und umgekehrt, was der Wegfall von Stressoren mit mir macht.
In diesem Sinne schließe ich mich deinem Plädoyer auf jeden Fall an – und das, obwohl ich immer gern beruflich tätig war und manches Mal denke, dass ich agiler bin als manch Jüngere/r.
Viele liebe Grüße sendet und einen ganz entspannten Montag wünscht
Liebe Marie,
es ist definitiv so, dass man mehr Pausen braucht, je älter man wird. Mit fehlender Kraft ist es natürlich auch schwieriger, dann den Spaß an anderen Dingen zu empfinden.
Ich bin für mich zu der Erkenntnis gekommen – und die hat sich im Ruhestand noch verstärkt – dass sich die Aussagen „ich war immer gerne beruflich tätig“ und „ich bin gerne im Ruhestand“ ja nicht ausschließen müssen. Ich hab auch gerne gearbeitet, aber ich vermisse es nicht und finde alles prima so. Frei nach dem Motto „alles im Leben hat seine Zeit“ –
Liebe Grüße , heute mal wieder mit einem gepflegten Montagsschluck
Britta
Über die Gründe für das Bashing könnte man auch lange reden – letzten Endes aber läuft es darauf hinaus, dass sich die, die polarisieren, einen Nutzen davon versprechen.
Oder wenn es im kleinen Rahmen ist, spielt auch Neid mit rein.
Ich freu mich, dass Du meine Punkte nachvollziehen kannst
liebe Grüße in die neue Woche
Britta
So wunderbar wie sich das für Euch gefügt hat und passt!
Wir sind erst 53, aber unser Plan ( das Leben wahrscheinlich so: „HaHahahah“ ) ist schon bei erstbester sich bietender Gelegenheit in Rente zu gehen.
Ich merke jeden Tag, dass Stress an der Gesundheit meines Mannes knapst ( obwohl er seinen Job liebt ) – meine ist eh schon hin.
Das Leben hat noch so viel mehr zu bieten als Arbeit, langweilig wird uns bestimmt nicht! Bis dahin buddeln wir uns kleine Freiheiten frei und freuen uns auf die hoffentlich großen.
Das kostbarste ist doch die gemeinsame Zeit – da wünsch ich Euch viel von!!
Die kleinen Freiheiten bringen auch schon sehr viel. Ich denke, es ist schon wichtig, die sich bietenden Gelegenheiten zu forcieren und ihnen einen Stups zu geben.
Und Stress macht viel mit einem, je älter man wird, desto mehr gibt man von seiner Gesundheit her für den Stress. Ich wünsche Euch, dass Ihr auch einen gut gangbaren Weg findet. Und wie ich Dir schon sagte: ich bin sicher, (Un) Ruhestand könnt Ihr bestimmt auch gut.
Da finde ich mich eigentlich komplett wieder, Britta. Aktuell ist die Situation bei uns aber ein wenig anders. Meine Frau muss noch drei Jahre arbeiten, um dann vorzeitig zu gehen. Aber mein Leben hat sich, von den bekannten Projekten mal abgesehen, auch sehr zum Positiven verändert. Mir ist die Entschleunigung sehr wichtig. Den Tag so zu gestalten und zu genießen, wie ich es mag. Nicht mehr mitten in der Nacht um 5 aufstehen zu müssen, in Ruhe morgens Kaffee zu trinken, den Tag zu planen und dann spontan zu entscheiden, ihn umzusetzen oder auch nicht. Die persönliche Freiheit ist unbezahlbar. Für uns beide jedenfalls.
Du und ich, wir sind aber auch in einer sehr komfortablen Situation, da wir entsprechend vorsorgen konnten und das auch gemacht haben. Das ist bei vielen Menschen leider nicht der Fall. Und das finde ich einfach gruselig. Dass es diesen Menschen schwer fällt, ihren letzten Lebensabschnitt zu genießen, weil sie tatsächlich existenzielle Ängste haben. Die weiter arbeiten müssen, weil sie sonst nicht über die Runden kommen.Und das verhagelt einem den Ruhestand doch komplett. Denen brauchen wir mit „Ruhestand genießen“ nicht kommen.
Meine Frau und ich sind wirklich jeden Tag dankbar dafür, dass unser Leben so läuft wie es gerade läuft. Und das holen wir uns ständig ins Bewusstsein, denn die Art und Weise, wie wir unser Leben führen ist glaube ich eher die Ausnahme als die Regel und erst Recht keine Selbstverständlichkeit.
Bis die Tage 😊
Ich freue mich, dass Du es genauso empfindest. Persönliche Freiheit und Entschleunigung sind wirklich Gold wert, absolut unbezahlbar.
Ich bin aber auch in dem anderen Punkt bei Dir. Das ist gruselig und ich finde auch, dass das nicht sein dürfte. Bei einigen. Nicht bei allen. Denn es gibt auch die, die hätten vorsorgen können und es nicht getan haben. Das aber nur am Rande.
Tatsächlich gibt es viele, die nicht wirklich vorsorgen konnten und oder diejenigen, die in falscher Sicherheit gewiegt wurden. Oft sind es auch diejenigen, die Jobs gemacht haben, ohne die ein Gemeinwesen nicht funktioniert und die ohnehin schon nie die Anerkennung und den Lohn bekommen haben, den sie verdient hätten.
Eine Selbstverständlichkeit ist es nicht, wie wir leben können. Und dafür bin ich auch dankbar, jeden Tag neu.
Einfach nur großartig und sooo beneidenswert (du weißt dass ich gönnen kann)!
Über die Rentner wird wirklich extrem viel gehetzt, vor allem in letzter Zeit! Aber nicht in meinem Universum! Ich habe in meinem Familien- Freundes- oder Bekanntenkreis wirklich niemanden der über Rentner hetzt! Ganz im Gegenteil! Hat es endlich jemand geschafft dann wird das bejubelt und aus vollem Herzen gegönnt! Ich habe in den letzten Jahren halt wirklich alle A*löcher radikal aussortiert und umgebe mich nur noch mit tollen Menschen…!
Zur Gesundheit: Das glaub ich dir sofort! Mir geht es selbst sooo viel besser seit ich nur noch 3 Tage die Woche arbeite! Einige Monate nach dieser Umstellung hat selbst mein Haarausfall, den ich jahrelang mit unzähligen Mitteln nur mäßig erfolgreich bekämpft habe, einfach aufgehört…!
Ich kann es nur immer wieder sagen: Du/ihr habt allet sowat von richtig gemacht…!!
In meinem Universum wird auch nicht gehetzt. Aber man kriegt natürlich ’ne Menge aus den Medien mit. Es ist eben auch da immer die Frage, wem nutzt dieses Bashing.
Ja, Stress kann schon eine Menge gesundheitlich anrichten. Keine Frage. Körper und Geist brauchen Zeit, um sich zu regenerieren. Oft merkt man das auch erst, wenn man diese Pausen dann macht. Man kommt ja nicht so schnell drauf, dass Beschwerden damit zu tun haben.
Liebe Britta,
in meinem Umfeld gibt es auch kein Bashing, im Gegenteil. Und die, die sich damit in den Medien wichtig machen wollen, kann man eh vergessen😁
Generell halte ich nichts von Spaltung der Generationen, mir tun auch die Jüngeren leid, wer weiß, was denen noch bevorsteht. Als wir jung waren, hatte ich das Gefühl, dass es kontinuierlich vorwärts geht, alles wurde immer wenigstens ein Stückchen besser. Heute ist es genau andersrum. 🙄
Zu den erfreulichen Dingen: Ich habe es ja schon mal beschrieben, ich liebe jetzt die Sonntagabende! Früher war der Sonntag nichts halbes und nichts ganzes, ab dem frühen Abend stets der bange Blick zur Uhr, weil du wusstest, dass um 4 Uhr 21 der blöde Wecker blökt.
Und heute? 23 Uhr? Ach komm, eine Folge der Serie geht noch und dazu ein Glas Rotwein. 😎
Liebe (und nachdenkliche) Grüße,
Uli
Lieber Uli,
natürlich ist die Situation der Jüngeren so, dass auch ich mir Gedanken darüber mache. Was ich davon in meinem direkten Umfeld mitkriege, ist aber nicht so düster, wie gerne dargestellt. So als „Boomer“ – wo auf eine freie Stelle 100 Bewerbungen kamen, das ist heute nicht mehr so. So als Beispiel. Etliche junge Leute aus meinem Umfeld haben sich auch dafür entschieden, sich im Handwerk zu orientieren. Die machen sich gar keine Zukunftssorgen, die können sich die Stellen auch aussuchen und verdienen gutes Geld. Besser als Handwerker zu unserer Zeit. Das, was Du und ich gearbeitet haben, das ist Auslaufmodell. Da sind wir gerade noch rechtzeitig alt geworden 😉
Und mein Funfact zum Sonntagabend: Seitdem Du das mal erwähnt hast, muss ich jeden Sonntagabend an Dich denken und denke, Uli hat gerade Spaß. Ich fühle das.
Liebe Grüße
Britta
„Überhaupt schwindet das Interesse an materiellen Dingen in dem Maße, in dem man nicht mehr das Gefühl hat, sich belohnen zu wollen für all den durchgestandenen Stress.“
Den Worten schließe ich mich unabhängig von Ruhestand, den es hier nicht planmäßig geben wird , an. Im Alltag vermeiden ich Stress. Das spart Geld.
Habt es weiterhin fein!
Absolut. Das war mir vorher echt nicht klar. Ich konnte mein Geld zwar immer gut zusammenhalten und hab wenig überflüssige Ausgaben getätigt. Aber dieses Gefühl „komm, ich mag mich jetzt belohnen“ – das hatte ich deutlich öfter. Oder den Wunsch, es mir etwas leichter zu machen und z.b. Essen zu bestellen. Das kommt mittlerweile so gut wie gar nicht mehr vor.
Moin 😘
Jaaa… auch ihr habt es richtig gemacht. Das Rentnerleben ist lebenswert. Man kann den Tag ruhiger angehen und machen was man möchte. Keiner fordert und hetzt einen.
Hier hetzt, in meinem Umfeld, auchkeiner über das Rentner sein. Man gönnt es einem.
Sobald das Geld reicht, geht in den Ruhestand und lebt nach euren Wünschen.
LG Gina 🫶🏻
Moin meine Liebe ,
Man kann es jedem wirklich nur ans Herz legen. Keine Angst davor heben, ruhig so früh gehen, wie es irgend geht.
LG Britta
Das „erholt in den Urlaub gehen“ wird für mich (wenn auch noch in weiter Ferne) einer der größten Vorteile sein. Aktuell müssen wir die Tauchtage im Urlaub schon reduzieren, weil es uns sonst einfach zu viel Aktion ist und wir dann wirklich Urlaub vom Urlaub bräuchten. Wenn man aber eh nur so wenig zum Tauchen ans Meer kommt, ist das ein ziemlicher Konflikt. Da wir schon viele höhere Semester kennengelernt haben, die diesen Sport immer noch ausgiebig betreiben, bin ich guter Dinge, dass wir dieses Hobby auch in der Rente noch pflegen können – sofern die Meere dann noch betauchenswert sind.
Liebe Grüße!
Erholt in den Urlaub ist wirklich grandios. Wir haben früher auch immer jeden Tag ausgekostet und sind oft Montags arbeiten gegangen, wenn wir erst Sonntags aus dem Urlaub zurück kamen. Erholungstechnisch natürlich großer Käse. Das wird Euch sehr zugute kommen, gerade mit dem kräftemäßig anstrengenden Hobby Tauchen.
Und ich glaube schon, dass die Meere dann noch betauchenswert sind. Es werden so viele gute Aktionen angestoßen, das Bewusstsein hat sich geschärft – ich bin da zuversichtlich. Weil anders wär schlimm.
Du hast das richtig gemacht. Ich werde mal sehen, ob ich mit 65 vielleicht in Rente gehe. Hauptsächlich würde ich es wohl genießen nicht bei jedem noch so schlimmen Wetter um 6.30 morgens aus dem Haus zu müssen. ☺️
Ich wünsche Dir ein wunderschönes Wochenende, liebe Grüße Tina
Ja, das ist auch ganz toll, wenn man das nicht mehr muss. Fühle ich so. Ich denk so oft, wenn ich es morgens langsam angehen lassen kann auch an meine Kinder, die schon unterwegs sind….
Ich wünsche Dir auch ein tolles Wochenende
Liebe Grüße
Britta
Liebe Britta,
hach, wäre ich doch auch schon so weit, lach … nun, im April habe ich auch die 6 vorne stehen und ich sehe der kommenden Lebenszeit sehr positiv aufgeschlossen entgegen. Bis 67 zu arbeiten, kommt für mich nicht in Frage, ich arbeite fleißig und konsequent einem Rentendasein ab 63 entgegen. Und bis dahin mache ich mich froh auf die Vorteile, die du so einladend formuliert hast!
Ich freue mich auf sie!
Viele liebe Grüße
Gabi
Liebe Gabi,
davon bin ich überzeugt, dass Du dieser Zeit sehr aufgeschlossen entgegen siehst. Du hast ja auch so vieles, was Du sonst noch machst. Du wirst die Zeit auch lieben, davon bin ich überzeugt.
Liebe Grüße
Britta
Hey,
ich kenne doch einige die über ihren Ruhestand sprechen. Die Empfindungen sind da sehr unterschiedlich. Einige arbeiten noch etwas weiter, sonst fehlt ihnen etwas. Andere widmen sich Dingen, wozu ihnen die Zeit fehlte.
Ich persönlich sehe es wie du. Mein Ziel ist es als erstes: einen Hund anzuschaffen :).
Liebe Grüße!
Das ist doch mal ein Plan. Das haben wir ja tatsächlich auch im ersten Jahr des Ruhestands gemacht. Wir wollten immer gerne einen Hund haben, aber wir wären ihm nicht gerecht geworden. In den Ruhestand passt er aber nun prima, zumal es bei uns ja auch eher Unruhestand ist.
Alle Punkte sind nachvollziehbar. Und ich kann gar nicht verstehen, warum das so negativ belastet ist. Mir geht es im Urlaub deutlich besser als wenn ich arbeite. Aber ich stresse mich bei der Arbeit nicht mehr so wie früher. Aus dem Alter bin ich raus 😀
Liebe Grüße
Sabine
Irgendwann kann man dieses sich stressen auch körperlich gar nicht mehr. Gut, wenn Du da für Dich einen machbaren Weg gefunden hast.
Liebe Britta,
zunächst vielen Dank für die namentliche Erwähnung und die noch ausführlichere Beantwortung von meinen Fragezeichen.
Bei wichtigen Entscheidungen lasse ich mir gern sehr viel Zeit, damit ich sicher oder zumindest sicher genug bin, dass ich mich später nicht ärgere. An der Entscheidung, mein Arbeitsleben in der jetzigen Form niederzulegen, denke ich (wie du wohl weißt) schon gut zwei Jahre herum, aber ich sehe mittlerweile die Ziellinie (und dahinter den Atlantik).
Ich habe gerade im letzten Jahr festgestellt, dass mir häufig Zeit für mindestens eine Beschäftigung, die mir Spaß macht, fehlt. Oder die Kraft, ich bin schließlich nicht mehr ganz so sehr im Saft wie einst im Mai. Selten sind die Tage, an denen ich alles mache, was ich möchte und ich freue mich mittlerweile sehr darauf, einige Dinge anzugehen, Pläne umzusetzen und mich hauptsächlich mit dem zu beschäftigen, was mir gut tut.
Auch habe ich deutlich serviert bekommen, wie Stress sich auswirkt – und umgekehrt, was der Wegfall von Stressoren mit mir macht.
In diesem Sinne schließe ich mich deinem Plädoyer auf jeden Fall an – und das, obwohl ich immer gern beruflich tätig war und manches Mal denke, dass ich agiler bin als manch Jüngere/r.
Viele liebe Grüße sendet und einen ganz entspannten Montag wünscht
Marie
Liebe Marie,
es ist definitiv so, dass man mehr Pausen braucht, je älter man wird. Mit fehlender Kraft ist es natürlich auch schwieriger, dann den Spaß an anderen Dingen zu empfinden.
Ich bin für mich zu der Erkenntnis gekommen – und die hat sich im Ruhestand noch verstärkt – dass sich die Aussagen „ich war immer gerne beruflich tätig“ und „ich bin gerne im Ruhestand“ ja nicht ausschließen müssen. Ich hab auch gerne gearbeitet, aber ich vermisse es nicht und finde alles prima so. Frei nach dem Motto „alles im Leben hat seine Zeit“ –
Liebe Grüße , heute mal wieder mit einem gepflegten Montagsschluck
Britta
Ich finde es sehr schön, wie du eure neue Zeit beschreibst. Nachvollziehen kann ich jeden Punkt, dass du genießt, finde ich wunderbar.
Für mich gibt es keinen Grund zum Bashing. Aber ich weiß, was du meinst, ich erlebe das manchmal aus anderen Gründen.
Behaltet eure Neugier und euren Spaß. Das ist richtig cool.
Liebe Grüße
Nicole
Über die Gründe für das Bashing könnte man auch lange reden – letzten Endes aber läuft es darauf hinaus, dass sich die, die polarisieren, einen Nutzen davon versprechen.
Oder wenn es im kleinen Rahmen ist, spielt auch Neid mit rein.
Ich freu mich, dass Du meine Punkte nachvollziehen kannst
liebe Grüße in die neue Woche
Britta
So wunderbar wie sich das für Euch gefügt hat und passt!
Wir sind erst 53, aber unser Plan ( das Leben wahrscheinlich so: „HaHahahah“ ) ist schon bei erstbester sich bietender Gelegenheit in Rente zu gehen.
Ich merke jeden Tag, dass Stress an der Gesundheit meines Mannes knapst ( obwohl er seinen Job liebt ) – meine ist eh schon hin.
Das Leben hat noch so viel mehr zu bieten als Arbeit, langweilig wird uns bestimmt nicht! Bis dahin buddeln wir uns kleine Freiheiten frei und freuen uns auf die hoffentlich großen.
Das kostbarste ist doch die gemeinsame Zeit – da wünsch ich Euch viel von!!
Die kleinen Freiheiten bringen auch schon sehr viel. Ich denke, es ist schon wichtig, die sich bietenden Gelegenheiten zu forcieren und ihnen einen Stups zu geben.
Und Stress macht viel mit einem, je älter man wird, desto mehr gibt man von seiner Gesundheit her für den Stress. Ich wünsche Euch, dass Ihr auch einen gut gangbaren Weg findet. Und wie ich Dir schon sagte: ich bin sicher, (Un) Ruhestand könnt Ihr bestimmt auch gut.
Da finde ich mich eigentlich komplett wieder, Britta. Aktuell ist die Situation bei uns aber ein wenig anders. Meine Frau muss noch drei Jahre arbeiten, um dann vorzeitig zu gehen. Aber mein Leben hat sich, von den bekannten Projekten mal abgesehen, auch sehr zum Positiven verändert. Mir ist die Entschleunigung sehr wichtig. Den Tag so zu gestalten und zu genießen, wie ich es mag. Nicht mehr mitten in der Nacht um 5 aufstehen zu müssen, in Ruhe morgens Kaffee zu trinken, den Tag zu planen und dann spontan zu entscheiden, ihn umzusetzen oder auch nicht. Die persönliche Freiheit ist unbezahlbar. Für uns beide jedenfalls.
Du und ich, wir sind aber auch in einer sehr komfortablen Situation, da wir entsprechend vorsorgen konnten und das auch gemacht haben. Das ist bei vielen Menschen leider nicht der Fall. Und das finde ich einfach gruselig. Dass es diesen Menschen schwer fällt, ihren letzten Lebensabschnitt zu genießen, weil sie tatsächlich existenzielle Ängste haben. Die weiter arbeiten müssen, weil sie sonst nicht über die Runden kommen.Und das verhagelt einem den Ruhestand doch komplett. Denen brauchen wir mit „Ruhestand genießen“ nicht kommen.
Meine Frau und ich sind wirklich jeden Tag dankbar dafür, dass unser Leben so läuft wie es gerade läuft. Und das holen wir uns ständig ins Bewusstsein, denn die Art und Weise, wie wir unser Leben führen ist glaube ich eher die Ausnahme als die Regel und erst Recht keine Selbstverständlichkeit.
Bis die Tage 😊
Ich freue mich, dass Du es genauso empfindest. Persönliche Freiheit und Entschleunigung sind wirklich Gold wert, absolut unbezahlbar.
Ich bin aber auch in dem anderen Punkt bei Dir. Das ist gruselig und ich finde auch, dass das nicht sein dürfte. Bei einigen. Nicht bei allen. Denn es gibt auch die, die hätten vorsorgen können und es nicht getan haben. Das aber nur am Rande.
Tatsächlich gibt es viele, die nicht wirklich vorsorgen konnten und oder diejenigen, die in falscher Sicherheit gewiegt wurden. Oft sind es auch diejenigen, die Jobs gemacht haben, ohne die ein Gemeinwesen nicht funktioniert und die ohnehin schon nie die Anerkennung und den Lohn bekommen haben, den sie verdient hätten.
Eine Selbstverständlichkeit ist es nicht, wie wir leben können. Und dafür bin ich auch dankbar, jeden Tag neu.