Was man als über 60jährige nicht mehr tun sollte

Veröffentlicht am 43 Kommentare zu Was man als über 60jährige nicht mehr tun sollte
In diesem Artikel erfahrt Ihr, was Ihr wirklich mit Ü60 nicht mehr tun solltet. Die wichtigste Regel: Lasst Euch nichts mehr vorschreiben.

Kennt Ihr das? Diese Glaubenssätze, die uns erzählen, was wir mit Ü 60 nicht mehr dürfen! Die Liste, was man als Ü60jährige nicht mehr tun sollte, ist endlos.

Gerne auch umgekehrt, wie und was wir zu tun haben und wie wir uns benehmen müssen. Das fängt beim Äußeren an: „Was man ab 60 nicht mehr tragen sollte“ „Ärmellose Blusen für Ü60 – geht gar nicht. Die Winkearme, so peinlich“ und so weiter. Ich bin sicher, Ihr kennt das und das geht Euch mindestens so sehr auf den Geist wie mir!

Selbstbewusst und unabhängig als Ü60jährige

Und weil uns das so auf den Geist geht, setz ich jetzt noch einen Artikel obendrauf, in dem ich Euch genau das aufliste! Was man als Ü60jährige nicht mehr tun sollte. Was Ihr lassen solltet. Plus wo Ihr nicht mehr hingehen solltet. Aber in ehrlich. Aus der Sicht der Generation der über 60jährigen.

Was man als Ü60jährige nicht mehr tun sollte:


Lasst Euch nichts vorschreiben.
Sagt nie: Meine Meinung zählt nicht.
Geht niemals an Orte, an denen Ihr nicht willkommen seid.

Wer Euch Schuldgefühle einzureden versucht, will Kontrolle ohne Verantwortung. Euer innerer Frieden ist kein Luxus, er ist eine Überlebensstrategie !

Lest hier Britta Langhoffs ehrliche Liste der Dinge, die man ab 60 Jahren nicht mehr tun sollte.

Warum?

In erster Linie finden sich meistens Glaubenssätze, die uns in unserer zweiten Lebenshälfte einschränken und leichter händelbar machen sollen. Ich möchte das Ganze in ehrlich schreiben.

Mein Ziel ist nicht Einschränkung, sondern das Gegenteil. Unabhängigkeit und Freiheit gerade für uns über 60jährige.

So nämlich. Um jeden Zweifel auszuräumen: Ich meine das ernst, was ich jetzt schreibe. Das wird kein Spaß-Artikel, in dem ich die überheblichen moralinsauren Zeigefinger aufs Korn nehme. Denn leider ist es nicht damit getan, einfach über solche überheblichen Regeln hinweg zu scrollen.

Mir begegnen immer wieder Menschen meiner Generation, die sich genau von diesen Vorschriften und Glaubenssätzen Ü60 verunsichern lassen und in eine Sinnkrise mit 60 fallen. Deswegen zeige ich, welche Konsequenzen wir best-ager daraus ziehen sollten.

Für die Freiheit, unabhängig man selbst zu sein. Los geht’s:

Was Ihr als Ü60-jährige nicht mehr sagen und tun dürft

  1. Lasst Euch nicht sagen, was Ihr anziehen sollt, welche Frisur Ihr tragen sollt. Ihr seht dann toll aus, wenn Ihr Euch wohl fühlt. Ende der Geschichte. Ob lange fliegende Mähne oder frecher Pixie – keine Frage des Alters. Um klar zu sein: Inspiration wird jederzeit gerne genommen. Ganz unten als Goodie eine kleine Styling Blogroll.
  2. Lasst Euch nichts vorschreiben. Aus dem Alter sind wir raus. Solange wir keinem anderen schaden, können wir tun und lassen, was wir wollen.
  3. Sagt niemals: Ich zähle nicht mehr, ich bin uninteressant. Seid Ihr nicht. Ihr habt eine Menge anzubieten. Ihr habt Lebenserfahrung, die anderen ein guter Wegweiser sein kann. Ihr seid nicht so alt geworden, ohne Krisen zu überstehen. Ihr seid bis hierhin gekommen und dürft stolz darauf sein. Letzten Endes seid Ihr Überlebende. Sobald Ihr sagt: ich zähle nicht mehr – fängt die Welt an, das zu glauben. Seid sichtbar, traut Euch.
  4. Sagt nicht: Meine Meinung will keiner hören. Doch! Es gibt eine Menge Leute, die Eure Meinung interessiert. Lasst Euch das nicht einreden. Bloggt, twittert, postet, wenn Euch danach ist. Ihr werdet Gleichgesinnte treffen und Euch austauschen. Auch über Generationen hinweg.
  5. Lasst Euch nicht provozieren. Derzeit spielen so einige das Spiel „böse Boomer – arme GenZ!“ Da hilft nur Ignorieren. Fragt Euch, warum sie dieses Spiel spielen. Es hat nichts mit Euch zu tun, soviel ist sicher. Ich hab Euch das im Artikel „Schutz gegen Hass und Hetze im Netz aufgedröselt“
  6. Lasst Euch nicht emotional manipulieren. Seid nicht zu vertrauensselig. Aber auch nicht mißtrauisch. Findet Euren Weg. Ihr müsst überhaupt gar nichts.
  7. Trauert keiner Freundschaft, keiner Liebe hinterher, die Euch verlassen hat. Mit manchen Menschen geht man nur ein Stück des Weges zusammen. Das schmälert nicht ihren Wert. Freundschaften ändern sich im Leben, leider auch gerade im späteren Leben.
  8. Lasst Euch keine Schuldgefühle einreden. Besteht überhaupt kein Grund für. Wer Euch Schuldgefühle einzureden versucht, will Kontrolle ohne Verantwortung. Macht Euch das glasklar.
  9. Es gibt keinen Zwang zur Vergebung. Vergeben, verzeihen, vergessen ist Eure Entscheidung. Und nur Eure!
  10. Trauert keiner Gelegenheit nach, die Ihr nicht ergriffen habt. Es war Eure Entscheidung. Denkt über die Weggabelung nach. Vielleicht war es aus der Abteilung „nichts so schlecht, dass es nicht irgendwo gut für ist
  11. Gebt niemals die Kontrolle über Eure Finanzen ab. Glaubt mir das bitte. Das ist keine Paranoia, das ist Erfahrung. In meinem Fall zum Glück nur beobachtete Erfahrung.

Plus: Orte, an die Ü60jährige nicht gehen sollten

  1. Geht niemals dahin, wo Ihr nur geduldet seid. Wenn Ihr nur eingeladen werdet, weil „man es eben so macht“ oder noch schlimmer, weil man sich ein fulminantes Geschenk erwartet – dann bleibt weg.
  2. Ihr werdet belächelt? Bleibt fern. Geht da nicht hin. Jede Generation hat und braucht ihre eigenen Schutzräume. Wir brauchen sie. Aber die anderen brauchen sie auch. Lassen wir sie ihnen. Wir brauchen uns nicht anbiedern. Es gibt genug Orte, an denen sich Generationen verbinden können. Ein Beispiel: Sommerzeit – Festivalzeit. Es gibt Festivals, die gab es schon, als wir jung waren. Wacken zum Beispiel. Da treffen sich jung und alt. Weil wir Alten diesen Raum gerne mit den Jungen teilen. Aber ein Rave wiederum? Das haben die Jungen für sich erschaffen. Lassen wir es ihnen. Wir alle können uns ja bei Bochum-Total wieder treffen.
  3. Meidet Orte, die Euren inneren Frieden bedrohen. Ob es ein Haus ist von jemandem, der Euch nicht mag, ein Ort, der mit unangenehmen Erinnerungen verbunden ist oder ein chaotisches Event. Wenn Ihr damit nicht klar kommst, lasst es einfach. Keiner kann Euch zwingen.
  4. Geht niemals irgendwohin, wo man Euch ausnutzt. Euer Rat, Eure Hilfe, Eure Expertise ist viel wert. Andere dürfen sich glücklich schätzen, wenn sie davon profitieren. Leider ist es oft andersrum und man will Euch glauben lassen, dass Ihr dankbar sein müsst, wenn Ihr etwas für andere tut. Das betrifft leider auch das Thema Ehrenamt.

Wenn es Euren Frieden kostet, ist es zu teuer. Frieden ist kein Luxus. Es ist eine Überlebensstrategie. Auf den Punkt gebracht hat es der derBikey auf Twitter:

Weisste watte mit Ü50, 60 oder 70 tragen muss? Datt Herz auffen richtigen Fleck. Sonst musste gar nix. Gilt natürlich für alle andere Andersklassen auch.

@Opa:Mit_Bike auf Twitter

Fazit: Lasst Euch nichts vorschreiben, lasst Euch nicht klein machen!

Warum ich das aufschreibe? Weil ich Euch sagen will, dass es okay ist, wenn Ihr danach handelt. Seid Euer bestes Selbst. Werdet mutig älter. Wir hatten neulich in diesem Blog das Thema „sich fremd in der Welt fühlen“ – die Quintessenz aus vielen Kommentaren ist genau das: wir müssen uns nicht fremd fühlen. Wir sind es, die bestimmen, wie wir uns in der Welt fühlen. Achtet darauf, dass Ihr Euch selber leiden könnt. Ihr habt soviel geleistet, soviel gegeben – es ist ok, wenn jetzt Eure Zeit ist.

selbstbestimmt durch das Leben steuern - auch als ü60jährige
Ihr seid der Steuermann / die Steuerfrau in Eurem Leben! Ahoi

Welche Dinge fehlen in meiner Liste? Was darf man als Ü-60jährige nie sagen, tun oder welche Orte liegen im Verborgenen, an die wir besser nicht gehen. Teilt Eure Erfahrungen und Gedanken gerne mit mir in den Kommentaren.

Inspiration Mode und Beauty Ü60 gewünscht?

Ab und an kommt aus Euren Reihen, dass Ihr Euch über einen Beitrag Mode für Ü60jährige und meine Einstellung dazu freuen würdet. Meine Einstellung dazu ist simpel: Geht nicht, gibt’s nicht. Keine Überraschung am Ende dieses Artikels. Aber ganz ehrlich: Das ist nicht meine Kernkompetenz. Ich mag Mode, ich mag Styling. Ich mag entsprechende Blogs und stöbere da auch gerne. Aber ich fühle mich nicht berufen, mich diesem Thema separat zu widmen. Zum Glück gibt es tolle Styling-Blogs 50 plus, die nicht mit dem erhobenen Zeigefinger agieren, gute Ideen haben und schöne Vorschläge. Nachfolgend findet Ihr die, denen ich folge.

Blogs, die sich – auch – mit Mode Ü50 beschäftigen

Sabine von Lifestyle by Bine schreibt auch über Mode und Beauty Themen. Ihre Besonderheit: Sie ist kreativ und nicht nur mit Nadel und Faden geschickt. Wer Mode gerne mit DIY Anregungen schaut, ist bei ihr prima aufgehoben.

Sehr gerne mag ich Tinaspinkfriday . Tina sagt entschieden: „Ich möchte euch mitnehmen und Spaß an Mode ohne dämliche Moderegeln kommunizieren und zeigen.“ Bei ihr findet man einen breiten Querschnitt an Mode-Inspirationen, Kleidung, Tüll, Accessoires und dazu noch mehr Lifestyle Ü50

Bei Nicole von Life with a glow findet Ihr viele Anregungen rund um Lifestyle Ü50 mit dem gewissen Extra – eben dem Glow. Nicht nur Mode und Beauty.

Ines von meyrose – fashion, beauty & me ist Stylingberaterin aus Hamburg und gibt viele gute Tipps auf ihrem Blog. Sehr detailliert und sorgfältig kuratiert.

Und hier geht es zu meinen aktuellen Blogartikeln


Von Britta Langhoff

Bloggerin, Autorin, Ehefrau, Mutter, Hundemama und Bootsfrau. 60 Jahre alt und stolz darauf. Ich schreibe für Menschen, die mutig und entspannt älter werden. Es ist nie zu spät, das Leben nach den eigenen Vorstellungen zu gestalten. Jetzt haben wir die Freiheit für neue Abenteuer und ganz viel Lebensfreude. Wenn nicht jetzt - dann vielleicht nie

43 Kommentare

  1. Daaaaankeee für die Verlinkung, das freut mich so sehr und ist mir eine Ehre.
    Ich bin bei allem, was du sagst, bei dir.

    Wer soll uns denn vorschreiben, was wir nicht dürfen? Oder überhaupt irgendwem?

    Was wir müssen ist: (i.d.R)
    Respekt haben
    Freundlich sein
    Spaß haben
    Den Glow sehen
    Genießen
    Die nette Ausgabe von uns sein.

    Ich bin also sehr bei dir.
    Liebe Grüße und einen schönen Abend
    Nicole

    1. Sehr gerne, liebe Nicole ! Gegenseitige Unterstützung, das hat unsere Generation immer noch ziemlich gut drauf, denke ich.
      Du hast das sehr schön zusammengefasst. Ich mag besonders Deinen Glow-Ansatz, der ist für mich immer so eine Erinnerung, dass wir uns selber Gutes tun und unser Leben upgraden dürfen. Da bin ich nicht immer ganz so gut drin.
      Liebe Grüße
      Britta

  2. Moin Britta 🫶
    Auch ich bin ganz und gar bei dir.
    Klamotten bestimmen wir natürlich selber. Was uns gefällt und bequem ist wird getragen. Nicht nur graues, sondern auch buntes, ist in unserem Kleiderschrank. 💪
    Wir gehen hin wo wir wollen. Auch wenn es was kostet. Dafür arbeitet man und hat es sich allemal verdient. Auch mit über 60 legten wir uns e-Räder zu. Ist gefährlich? Auto fahren oder zu Fuß sein, kann genauso gefährlich sein. Also macht was IHR wollt.
    LG Gina

  3. Liebe Britta, dein Artikel kommt genau richtig und stärkt mir den Rücken.
    Danke für deine klugen Gedanken und Anregungen.
    Nach 40 Jahren Berufstätigkeit, 2 Kinder Großziehen, Kümmern um die Eltern muss ich noch üben im Club „nen Scheiß muss ich“ anzukommen.
    Herzliche Grüße, Brigitte

    1. Liebe Brigitte,
      ich heiße Dich herzlich willkommen im Club nen Scheiss muss ich.
      Das heißt ja auch nicht, dass man nicht ne ganze Menge noch will, gerne auch für andere da sein. Aber nicht mehr, in dem man sich selber zurückstellt.
      Man muss das wirklich üben und sich selbst die eigene Welt zurückerobern. Ich kenne all das, wovon Du schreibst. Ebenfalls 40 Jahre malocht, mit zwei Kindern und die Eltern gepflegt – das kostet Kraft. Kraft, die man nicht leicht zurück bekommt. Aber es ist Dein Recht, Dich jetzt zuerst um Dich selbst zu kümmern.
      Wir alle üben am besten gemeinsam und stärken uns den Rücken
      Liebe Grüße
      Britta

  4. Moin vonner Weser – wo ich mich bei der Überschrift dieses Posts kurz gefragt habe, ob du jetzt vielleicht seltsam geworden bist und mir am Ende noch meine pinke Jeans verbieten willst…
    Aber ich habe dann rasch gemerkt, wohin die Reise geht, uff, Glück gehabt, Paulchen Panther darf bleiben.

    Was du beschreibst, ist (mit Erweiterungen) das wunderbare: „Ich bin zu alt für diesen Sch**ß“, welches auch mit zunehmenden Jahren mein Alterscredo geworden ist. Immerhin. An der dahinter stehenden Gelassenheit arbeite ich noch, denn ich bin in vielen Dingen zwar ausgesprochen leidenschaftlos – habe aber das Potential zur Totaleskalation durchaus in mir.

    LG
    Marie

    1. Liebe Marie,
      immer her mit den pinken Leggings ! Selbstredend.
      Natürlich ist das alles ein weites Feld und ein ewiges Ausbalancieren. Die Eine – Du – hat das Potential zur Totaleskalation, die andere – ich – ist eher Team stiller Rückzug.
      Aber ich denke, den Grundtenor haben wir verinnerlicht. An den Feinheiten arbeiten wir noch.
      LG Britta

  5. Zum Glück lassen wir uns im Rentner dasein nicht mehr vorschreiben und entscheiden was uns gut tut und was wir anziehen. und mir ist es auch völlig egal wie alt ich bin, wenn ich beim Sport noch in allen Kursen mithalten kann. Manch junger Mensch hat da Koordinations Schwierigkeiten wo links und rechts ist. ist mir auch egal, ich bin froh fit und gesund zu sein. Denke das ist doch das wichtigste im Leben… Gesundheit und Zufriedenheit.

    1. Ja, liebe Jutta. Du sagst es. Aus dem Vorschreiben lassen Alter sind wir raus, das steht mal fest. Und bei allem anderen sind wir selber bei. Die Zahl meines Alters ist mir auch weitestgehend wumpe, aber die Tatsache, dass die Uhr läuft, die sehe ich schon.

  6. Ich hatte schon die Befürchtung, dass du jetzt auch mit diesen blöden „Regeln“ kommst, was man / frau ü60 nicht mehr darf. Manchmal frage ich mich, wer das erfunden hat. Zum Glück stelle ich meine persönlichen Regeln selbst auf, wie du vermutlich auch. Danke für Deine Erwähnung.

    Liebe Grüße
    Sabine

    1. Liebe Bine, im Leben nicht. Ich empfinde diese Regeln als absolute Grenzüberschreitung und Anmaßung. Wird von mir niemals kommen, das kann ich Dir versprechen.
      Erfunden haben das die, die davon auf welche Art auch immer profitieren.

  7. Also Mode interessiert mich ja so gar nicht aber ich finde und fand es schon immer schlimm wenn Leuten bestimmte Klamotten verboten werden sollen! Das fängt mittlerweile übrigens auch schon bei ü40 an! Sooo übergriffig, egal in welchem Alter! Und über die „bösen Boomer“ und die „arme GenZ“ musste ich in letzter Zeit auch viel lesen und da geht mir das Messer in der Tasche auf…!

    1. Ja, das finde ich auch. Übergriffig ist genau das richtige Wort. Geht keiner was an und wem es nicht passt, der kann ja weggucken. Ich kann mir so manche Lackaffen auch kaum ansehen ohne das Grausen zu kriegen.
      Diese Boomer/ GenZ Kacke lass ich gar nicht an mich ran, aber ich merke, dass das einigen sehr nahe geht. Und überlege manchmal doch, ob ich da was zu schreibe. Denn mit diesem inszenierten Generationenkonflikt ist es wie mit vielem anderen: Irgendwer profitiert davon und das sind weder die Boomer noch die GenZler

  8. Herzlichen Dank für die Empfehlung meiner Stylingtipps! Darüber freue ich mich.

    Was ich über das Leben Ü60 denke und fühle, weiß ich in sechs Jahren – so das Leben das will. Frei nach dem Motto: Darüber reden wir später :).

    Sonnige Grüße
    Ines

  9. Und weil das alles so wichtig ist, sollte man schon in jungen Jahren anfangen zu üben 😉. Dann kann man sich auch auf die 60 freuen oder welches Alter auch immer.
    Das mit den Schutzräumen finde ich gut und wichtig. Wenn man sich für „AdultsOnly“ Restaurants und Hotels begeistern kann, wird man ja gerne mal als asozial und kinderfeindlich abgestempelt. Aber wehe, ich setze mich mit in den Sandkasten… Man muss nicht überall mitspielen und es gibt genug gemeinsame Räume, an denen man wunderbar in den Austausch kommt.
    Liebe Grüße!

    1. Genau so ist das nämlich. Je früher man sich freimacht von ungerechtfertigten unbegründeten Regeln, desto freier lebt es sich bis in die 60 und weit darüber hinaus.
      Ich finde Schutzräume auch gut und wichtig. Und wenn man adults only zu Ende denkt, ist das eigentlich ja sehr kinderfreundlich. Indem man nicht in die Refugien der Kinder eindringt und sie dort in Grenzen weist, in die wiederum Kinder nicht gehören.

  10. Jawoll! Ich habe auch mal gelesen: „Was Ü40-jährige Frauen nicht mehr tragen sollten: Die Erwartungen anderer Menschen“

    Im Grund wäre es schön, wenn wir uns in jedem Alter so gut wie möglich von diesen künstlichen Ansprüchen und Glaubenssätzen der Gesellschaft freimachen könnten. Aber spätestens mit 60 😉

    Danke!

  11. Wenn es diesen „Einen Scheiß muß ich“ -Club geben sollte, dann beantrage ich hiermit eine Mitgliedschaft.
    Alles kann-nix muß, das gilt besonders seit meinem Eintritt in den Ruhestand, da tue ich nur noch das, worauf ich Lust habe.
    Ich muß somit auch nicht den Erwartungen anderer entsprechen „I am what I am“ sang schon einst Gloria Gaynor.
    Wenn ich im Hochsommer mit fast 63 Jahren Bock auf kurze Hosen habe, dann trage ich welche. Was die anderen sagen würden ? Mir doch egal.
    Ich handhabe es gerne so wie Udo Lindenberg :oder Frank Sinatra : Mein Ding und/oder My Way
    Ist ja schließlich mein Leben und ja, ich lebe gerne und habe dabei Spaß.

    1. Lieber Ralf,
      dass wir uns davon freigemacht haben, den Erwartungen anderer entsprechen zu wollen, empfinde ich auch als das Entspannendste überhaupt. Das ist natürlich einfacher, wenn man nicht mehr arbeitet, das ist mir schon klar. Aber ich liebe es sehr.
      Liebe Grüße und trage Deine kurzen Hosen mit viel Spaß. Mein Mann trägt die auch gerne

  12. Liebe Britta,
    das hast du schön beschrieben. Ich finde einige Punkte passen auch schon zu jüngeren Jahren. ich finde gerade, dass man in deinem, aber auch meinem Alter (fast 50), wissen sollte was man möchte und was nicht und es natürlich auch aussprechen.
    Liebe Grüße!

    1. Liebe Jenny, da hast Du Recht. Letzten Endes passen viele der Punkte zu jedem Lebensalter. Manches kann man aber in jüngeren Jahren nicht so gut umsetzen oder beherzigen, da man sich doch in Abhängigkeiten befindet. Sei es im Job oder wegen der Kinder.
      Liebe Grüße
      Britta

  13. Jawoll …. der Artikel knallt so richtig, liebe Britta. Ich finde, Du hast dieses Thema super auf den Punkt gebracht. Beim Lesen war mein beipflichtendes Nicken und immer wieder ein zustimmendes „YESSS“ nicht mehr zu stoppen.
    Gefällt mir prima, dieser Beitrag, vielen Dank dafür!
    Ich würde noch ergänzen: Thema Kleidung – „Der Ausschnitt für Ü60 ist zu tief“ und „Der Rock ist für Ü60 aber viel zu kurz“. Höre und lese ich immer wieder über absolut adrette Ü60-Mädels. In meinem nahen Umfeld befindet sich genauso eine Dame, die einfach einen vitalen und sportlichen Lifestyle feiert, weil der sie super durch die Menopause gebracht hat. Und sie sieht echt grandios aus … mit kurzen Röcken und etwas Ausschnitt.
    Genau wie Du sagst – nix vorschreiben und auch nicht klein machen lassen!
    Ich schicke Dir viele liebe Grüße,
    Britta.

    1. Danke schön, liebe Britta. Mir war es wichtig, das mal so aufzuschreiben. Ich begegne immer wieder Menschen in meinem Alter, die sich solche „Regeln“ sehr zu Herzen nehmen und sich verunsichern lassen. Was ich wirklich schade finde.
      Klein machen haben wir in keinem Alter nötig.

  14. Fast hätte ich diesen Artikel nicht gelesen.
    Bei solchen Überschriften entweicht mir ein „pfft“!! und ich scrolle weiter.
    Ein „Du musst ( jetzt )“ oder „Du sollst nicht ( mehr )“ erntet in der Regel ein aufmüpfiges „Nööö!“ oder „Jetzt erst recht“ von mir.
    Deinen Artikel hab ich natürlich trotzdem gelesen. Ist ja von Dir 😘.

    Was man als ü50 nie sagen darf oder sollte?
    1. Früher war alles besser!
    2. Komm Du erst mal in mein Alter!
    3. Das haben wir schon immer so gemacht!
    4. Ach, wir Alten sind doch nur noch eine Last.
    Solche Sprüche fand ich mit 20 schon daneben – und heute sind sie nicht besser.
    1. Nein, war‘s nicht!
    2. Würd mich freuen. Alt werden ist ein Privileg. Und halberlei gesund alt werden der Jackpot des Lebens. Das Päckchen, dass man zu tragen hat kann auch mit 5 oder 25 schon ein schweres Paket sein.
    3. Bedeutet Stillstand. Der eigene Tellerrand ist recht niedrig. Da kannste ruhig mal drüber gucken.
    4. Das liegt in vielen Fällen ganz allein in Deiner Hand wie man Dich sieht.

    Bei Mode bin ich raus, da bin ich sehr minimalistisch, schlicht und zeitlos schwarz unterwegs. Aber in den 80ern erwachsen geworden hab ich natürlich auch viele „Sünden“ durch 😬😂. Deine Stylingseitentipps guck ich mir trotzdem mal an… Danke.

    Und Danke für diesen schönen Text.
    Dein Zitat von Opa nehm ich für mich mit.

    Sei lieb gegrüßt und komm entspannt durch den Tag!

    1. Ich lese diese Artikel auch nie :)) – dafür schreib ich sie dann. Widersinnig, ich weiß. Aber man kann es ja mal versuchen, ob man über den Clickbait was entgegen setzen kann.
      Diese ganzen Vorschriften entlocken mir schon gar keine Reaktion mehr, allenfalls ein „Ja, Du mich auch…..“ 😉
      Vielen Dank für Deine Ergänzungen. Das unterschreib ich alles so !
      Witzigerweise bastel ich gerade an einem Blogartikel mit dem Titel „Früher war alles besser oder nicht “ Kommt bald.
      Komm Du auch weiter gut durch den Tag und die Woche, meine Liebe

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