Mittsommer und andere Feierlichkeiten

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Autorin Britta Langhoffs Rückblick auf Juni 2026 - zwischen Worten und Wellen

Wieviel Leben passt in 30 Tage? Der Juni so: Challenge accepted! Selten auf einen so vollgepackten Monat zurückgeblickt. Aber keine Sorge: Nichts tat weh. Alles war schön. Herzlich willkommen zum Rückblick Juni 2026 – Mittsommer und andere Feierlichkeiten.

Darum geht es hier:

Britta Langhoffs Rückblick auf den Juni 2026 – für die Bloggerin und Autorin ein Monat zwischen Wellen und Worten. Lest hier alles über ihren Mittsommer und andere Feierlichkeiten.

Bis auf eine Woche haben wir den kompletten Monat zwischen Worten und Wellen verbracht. Besser war das. Vor allem, als es dem hitzigen Monatsende entgegenging, waren wir auf dem Wasser doch deutlich besser aufgehoben.

Vortrefflich fröhlich – Rückblick auf den Juni

Den Wonnemonat Mai beendeten wir im Seelenort Stavoren, der Juni beorderte uns aus – natürlich – stürmischen was auch sonst Gründen zurück nach Heeg. Wenn der Monat so auch nicht mit dem allertollsten Wetter startete, entschädigten dafür direkt zu Monatsbeginn zwei ganz besondere Treffen, auf die wir uns mit Spannung gefreut hatten.

Treffen in Woudsend

Im Nachbarort Woudsend trafen wir uns mit der Radsport- begeisterten Andrea und ihrem Göttergatten. Andrea firmiert in social media unter „Radlmum“ und wir kennen uns virtuell schon ewig. Vor einiger Zeit bemerkten wir verblüffende Gemeinsamkeiten und Überkreuzungen in unserem realen Leben, die unserer virtuellen Bekanntschaft zu einer viel privateren Ebene verhalfen.

Nur mit einem Treffen hatte es bisher nicht geklappt. Aber nun passte es. Andrea und ihr Gatte sind auch NL-begeistert und machten ein paar Tage Radurlaub in Friesland. Wir trafen uns zum Dorfrundgang und zum anschließendem Essen mit viel Austausch und Gespräch. Wie es oft so ist, wenn man sich real trifft: Man kennt sich tatsächlich schon gut und wir waren uns gar nicht fremd. Schön, dass wir es endlich geschafft haben! Bis zum nächsten Mal warten wir nicht so lange.

Treffen im Juni

Treffen in Sneek

Direkt am nächsten Tag ging es vortrefflich weiter. Die Nordstern hatte den weiten Weg aus Hamburg in unser schönes Friesland gefunden. Nordlichtjutta, die ich aus der Bootsbubble von Instagram kenne und ihr Mann waren in Sneek angelandet. Wir verbrachten einen schönen Tag auf der Nordstern miteinander und krönten den Tag mit einem Essen in einem gerne kennengelernten Restaurant.

Auch hier: Jutta und ich schreiben uns schon lange privat und tauschen uns – nicht nur über das Bootsleben – aus. Durch die gleichen Interessen, das gleiche Alter und die Lebensform hat man sich eine Menge zu erzählen. Auch das ein wirklich schönes Treffen. Nur schade, dass wir nach Hause und die beiden weiter mussten. Dadurch kreuzten sich unsere Wege leider nur kurz. Vielleicht schaffen wir beim nächsten Mal ein Stück des Weges gemeinsam, vielleicht sogar wie ursprünglich geplant zusammen mit den Buddy Boatern aus Bremen.

Bootstreffen im Juni - Rückblick

Treffen im Ruhrpott und umliegenden Dörfern

Zuhause ging es dann rund. Termine, Termine, Termine. Ihr habt es am 12 von 12 im Juni schon mitgekriegt. Am Glückszahl 13ten fand dann das statt, was ich am 12ten nicht verraten konnte: der Junggesellinnenabschied meiner Bald-Schwiegertochter. Die organisierende Trauzeugin hatte die Mütter mit dazu eingeladen. Was ich im ersten Moment als ungewöhnlich empfand. Ungewöhnlich, aber schön. So schön, dass wir hauptsächlich wegen dieses once in a lifetime Ereignis unseren Bootsmonat unterbrachen.

Der JGA war jetzt auch keine dieser „Die Braut kriegt ein Krönchen auf, ne Kiste mit Kondomen um und dann geht es ab durch die Düsseldorfer Altstadt juchhei“ Veranstaltungen. Gefeiert wurde eine bunte Gartenparty mit vielen Freundinnen – eine Clique, die seit dem Kindergarten zusammen ist und einige, die im Studium und Beruf dazu gekommen sind. Begonnen wurde mit einer privaten liebevoll und angenehm unaufgeregt geleiteten Yoga-Stunde unter alten Bäumen zum Abschalten vom Alltag und ankommen in der Feier.

Weiter ging es mit auf die Braut zugeschnittenen Spielen ( ja, auch Trinkspielen) – u.a. bekam sie ihr eigenes Memory, was zu viel Schwelgen in vergangenen Zeiten führte. Es wurde Keramik bemalt, Schmuck gebastelt, gesungen, getanzt, es gab viel Lieblingsessen und Getränke. Kurz: Es war ein Tag mit allem, was diese Frauen gerne miteinander machen und wofür im stressigen Alltag der 30 plus Generation viel zu wenig Zeit bleibt. Und auch wir Mütter passten gut in diesen Rahmen. Wie meine bald Schwiegertochter am Abend sagte: „Jetzt kennt Ihr Euch alle gut. Keine Ausrede mehr für Zurückhaltung auf der Hochzeit. Ihr könnt alle bestens zusammen feiern!“ Wahre Worte. Der JGA-Tag hatte eine sehr entspannte, fröhliche Atmosphäre, die wir alle uns für die Hochzeit auch wünschen.

Gartenfest im Juni 2026
Obwohl es ungezählte Fotos von dem Tag gibt, zeige ich hier keine. Es ging an diesem Tag klar um Abstand zum Alltag, zu dem für die meisten nun mal auch social media gehört. Keiner hat Fotos von dem Tag in die Welt gepostet und daran halte ich mich.

Der JGA der Männer derweil war mehr Azzuro mit Arturo – aber auch so gelungen, dass alle glücklich und zufrieden nach Hause kamen. Auch da gilt: „What happens at JGA stays in JGA“ – Jedenfalls: Diese nicht unbedeutenden Programmpunkte der Hochzeit des Jahres sind Geschichte.

Kurzzeitig ohne Treffen

Einige Termine und Vorbereitungstreffen später ging es für uns dann zurück nach Friesland. Und ich empfand am ersten Tag im kleinen freundlichen beschaulichen Heeg eine spürbare Erleichterung, der Hektik des Ruhrpotts entronnen zu sein. Mittsommer stand kurz bevor und uns somit ein ganz besonderer Plan. Das Wetter versprach schön zu werden, wir lösten die Leinen und fuhren noch weiter nördlich. Immer eine gute Idee bei prognostizierten 30 Grad.

Zunächst blieben wir im Pikmeer bei Grou an einer Marrekrite direkt am See. Dort hatten wir weiße Mittsommernächte wie gemalt – im Headerbild oben zu bewundern. Weiter ging es in einen anderen Lieblingsort, nach Earnewald hoch oben im Nationalpark Alde Feanen.

Earnewald, alde Feanen, Friesland, Niederlande - Rückblick Juni 2026
Wir ergatterten einen der Premiumplätze direkt an der Promenade. Dort kann man nicht nur allerfeinstes Hafenkino anschauen, sondern auch die Leute, die dort entlang promenieren – um sich ihrerseits die Boote und die Leute darauf anzugucken.

Treffen am Hausboot

Pünklich zu Mittsommer landeten die Pottfriesen-Freundinnen an und wir zogen alle gemeinsam um die Ecke. Nein, diesmal nicht zum Kühe knuffeln. An einem – uns bis dato nur als ruhig bekannten – Kanal hatten die beiden sich ein formidables festliegendes nicht mobiles Hausboot gemietet. Mit zugehörigem Bootsanleger, den wir nutzen durften. Sozusagen Marrekrite Feeling mit Luxus. Alles ebenfalls im Nationalpark Alde Feanen.

Hausboot Urlaub Rückblick Juni 2026
Projekt Hausbootwoche irgendwo im nirgendwo startet: 3 Frauen, 2 Hunde, 1 Mann , 0 Schatten

Es hätte eine super tolle Woche werden können, aber es wurde „nur“ eine tolle Woche. Manches ist zuviel des Guten und in dieser Woche war es das Wetter. Es war die Woche, in der alle stöhnten – zu Recht. Die Woche der Hitzewelle. Zunächst traf es uns nicht ganz so hart, es blieb machbar. Wir konnten ein wenig die Umgebung erkunden, nach Grou zum Shoppen fahren und die Ladies auf eine ausgedehnte „Alde Feanen ist vom Wasser am schönsten“ Bootstour mitnehmen.

Hundstage - Hitzewelle Rückblick Juni 2026
Hier kuscheln sie noch !
Hundstage Juni 2026 Hitzewelle
Dann kamen die Hundstage und auch die Vierbeiner waren nicht mehr unternehmungsfreudig,

Die zweite Wochenhälfte dann wurde es auch im hohen Norden derart heiß, dass ehrlich nichts mehr ging. Großer Nachteil des Hausboots: Es gab so gut wie keinen Schattenplatz. Wir bastelten uns mühselig ein wenig Schatten, aber ansonsten blieb nichts anderes übrig, als das Hausboot zu verdunkeln und einen Großteil der letzten gemeinsamen Tage drinnen abzuhängen. Abendliche Kniffelrunden und ein Sundowner waren das höchste der Gefühle.

Sundowner Juni 2026
Erdbeermond Juni 2026

Dazu kam: Der Kanal entpuppte sich als alles, nur nicht als ruhig. Nicht sehr weit entfernt ist einer der größten Yachthäfen Frieslands und vor allem die jungen und sich jung fühlenden Männer mit hochmotorisierten Schlauchbooten oder Schaluppen fühlten sich bemüßigt, Kapazitäten auszutesten. Ab und an auch die Kapazitäten der Wasserschutzpolizei. Was wir alle ebenfalls nicht wussten: Wie sehr sich ein Hausboot bewegt bei Wellen. Nicht nur so ein bißchen Geschuckel – nein, das ganze Ding hebt und senkt sich um gut einen halben Meter. Selten zuvor war mein zwischen Worten und Wellen so wortwörtlich bewegt zu nehmen.

zwischen Worten und Wellen - Schreibplatz auf dem Hausboot
Im Hausboot-Office. Auch Hündin Luna findet das Klappern der Tasten anscheinend sehr beruhigend und ist gerne zwischendurch Bürohund. Zum Glück ist Luna ein Koloss von Hund – die muss man schon mal nicht festhalten, wenn das Hausboot sich erhebt.

Unerwünschte Treffen

Pünktlich zum Ende der Hausboot Woche ging die Hitzewelle zurück und wir pendelten uns bei angenehmen 24 – 26 Grad und einer leichten Brise ein. Die Freundinnen fuhren zurück in den immer noch kochenden Pott und wir wollten eigentlich noch ein bißchen Inselhopping in den alde Feanen hinten dran hängen. Da der Nationalpark zum größten Teil altes Torf-und Moorgebiet ist, war aber – wie es meine NL-Wetter-App zu sagen pflegt: Muggenalarm! (Mückenwarnung) Skandinavien kriegt das nicht besser hin. Mit einbrechender Dämmerung und somit in den endlich kühleren Stunden konnte man sich draußen allenfalls noch mit Ganzkörper-Kondom aufhalten. Soviel zu Mittsommerfeeling und weißen Nächten. Die Alde Feanen sind dafür eher nicht der Place to be. Wissen wir das auch.

Dafür das Sneeker Meer. Dort gibt es zwar auch Mücken, aber keine Myriaden davon. Die letzten Tage des Monats verbrachten wir an unserer all time favourite Marrekrite im Sneeker Meer – wann kriegen wir hier endlich die goldene Nadel für treue Besucher? Ich hatte viele Telefonate mit daheim zu führen und alle stöhnten ob der Hitze und neideten meinen kühlen Kopf. Wir hatten dort feinstes Wetterchen. Sonne, ein paar wenige Wolken , nicht zu heiß, nicht zu kühl. So darf es gerne bleiben.

Kanal Marrekrite Sneeker Meer Juni 2026

Der Monatsrückblog:

Neben all dem, was wir im Juni erlebten und unternahmen, blieb mein kurz vor der Finalisierung stehendes Romanprojekt ein Hauptthema des Monats. Zwischen Worten und Wellen – wie gesagt. Ich will das Buch gerne noch als Urlaubslektüre bewerben und füttere den Buchlaunch gerade an, wie Engelchen so treffend bemerkte. In meiner Kategorie Einblick in die Schreibkajüte-Autorenleben findet Ihr erste hinter den Kulissen der Romanveröffentlichung Beiträge.

Ich erzähle, woher die Inspiration kam, um einen Roman zu schreiben und erzähle von der Landidylle mit Ecken und Kanten, in der sich meine Romanfiguren wiederfinden.

Autorin an Bord: Britta Langhoff schreibt für ihren Blog Hinter den Kulissen Beiträge auf ihrem Boot
Zwei weitere Hinter den Kulissen Beiträge und eine Leseprobe habe ich in meiner Schreibkajüte vorbereitet, die Segel für diese Beiträge werden bald gehisst.

Es macht mir viel Freude und viel Spaß, meinen Familienroman vom Niederrhein auf die Art selbst noch einmal zu rekapitulieren. Und – es ist echt aufregend. Kann ich mich schon mal dran gewöhnen, wie es ist, wenn ich meine Figuren in die Welt entlasse. Besser ist das

Bye bye Junimond – der Ausblick:

Ihr seht, es war ein vortrefflicher Monat. Im Juli werden wir weite Teile des Monats im Pott sein – die große Sommerhochzeit steht an. So langsam steigt die Aufregung und die Vorfreude. Auch da ist noch einiges vorzubereiten und abzustimmen. Aber noch ist die Stimmung bei allen entspannt und vorfreudig. Und natürlich – siehe oben. Mein Self-Publishing. Ich hoffe sehr, dass ich im Juli-Rückblick unter Buch des Monats mein eigenes nennen kann.

Ausblick auf den Juli Autorin Britta Langhoff freut sich auf ihre Romanveröffentlichung , Familienroman Niederrhein

Und damit zur vortrefflichen

Statistik des Monats Juni

  • Pro-Tipp des Monats: Falls Ihr überlegt, Euch ein festliegendes Hausboot für einen Urlaub zu buchen – Ihr müsst trotzdem seefest sein!
  • Erkenntnis des Monats: Off Grid muss man wollen. Und bezahlen. Nicht nur mit Geld, sondern auch mit Mühe!
  • Star des Monats: Wie immer – Herr Dr. Fussel, weil
  • Erstaunen des Monats: Das ist ja ein richtiger Hund, auf den Fotos sieht er immer so klein aus. ©Jutta zum Flusenbär
  • Nachfrage des Monats: Den Flusenbär bringt ihr aber mit oder? Den will ich ja unbedingt kennenlernen. ©Andrea, bevor sie den Tisch für unser Treffen reservierte. ( der Flusenbär war übrigens von beiden Damen ebenfalls hingerissen)
  • Buch des Monats: Wolfskinder von Vera Buck
  • Serie des Monats: Clarksons Farm – mal wieder. Perfektes Bordentertainment. Diese Reality Doku sticht wegen ihrer Ehrlichkeit und Ungeschöntheit wirklich hervor im woken Einheitsbrei dieser Tage.
  • Fürbitte des Monats: Lass den Hochzeitstag meines Ältesten nicht so einen Hitzetag werden
  • Kommentar des Monats: „so denke ich, dass jede Art zu leben ihre Sonnen- und Schattenseiten hat. Und man dann für sich entscheiden muss, welche Sonne scheinen soll.“ Nicole von life with a glow zum Landidylle Artikel – großartige Formulierung
  • Selbsterkenntnis des Monats: Ausgehend von Nicoles Kommentar merke ich, dass ich zwei von vielen möglichen Leben lebe. Eine Sonne scheint auf festen Boden, die zweite auf unser Leben auf dem Wasser. Womit wir wieder bei der Coverversion des Lebens wären.
  • Dank des Monats: An Euch. Ihr habt diese hinter den Kulissen Beiträge sehr wohlwollend und ermunternd begleitet. Das tut mir gut, das nimmt ein wenig die Nervosität. Ein wenig. Ein dickes Danke dafür.

Ich wünsche allerseits einen schicken Juli – trefft nichts und niemanden, den ich nicht auch treffen würde!

Offenlegung: Das in der Statistik genannte Buch und die Serie sind von mir subjektiv empfundene Empfehlungen. Keine beauftragte Werbung, alles selbst bezahlt.

Von Britta Langhoff

Britta Langhoff ist Expertin für Frauenthemen ab 50, Bloggerin und Autorin von Romanen über Heimat und Neuanfang. Sie schreibt zwischen Worten und Wellen von Bord in ihrer Schreibkajüte, Inspiration für Frauen ab 50 mutig älter werden und Freiheit genießen.

1 Kommentar

  1. Liebe Britta,
    ich sitze gerade am Laptop, da finde ich deinen Link zu deinem Monatsrückblick. Oja, die Hitze, aber mit einer Hand über dem Wasser sicher erträglich – wenn auch die fiesen stechenden Plagegeister ihr Unwesen trieben – hier an der Mosel bei mir übrigens nicht, zumindest in meinem Draußenbereich am Haus.
    Der JGA, an dem du teilnehmen durftest, liest sich für mich besonders und außergewöhnlich, dass es das noch gibt: Achtsames Miteinander, einfach eine geile Zeit ohne diesen ganzen neumodernen „Besauf-Kreisch-Aufgeregt“-Kram. Klasse!
    Da wird die Familienvereinigung ganz sicher allerbest verlaufen!
    Und nun wünsche ich dir genau das, was du dir selbst erhoffst:
    Ein perfekter Launch für dein Herzens-Buch!
    Ganz liebe Grüße
    Gabi

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