Das Leben schreibt die schönsten Geschichten – so sagt man. Viele der schönen vom Leben geschriebenen Geschichten gehen aber verloren, wenn sie nicht aufgeschrieben werden. Leider denken wir allzu oft „Wen soll es interessieren“ „Das ist doch gar nicht spannend genug, um es aufzuschreiben – und zu veröffentlichen“ Ganz normal. So geht es mir auch. Aber ich empfinde es auch so wie meine Bloggerkollegin Gabi Kremeskötter – ich liebe es Momente festzuhalten. Nicht nur in Fotos, auch in Geschichten. In Gabis Blog fand ich auch die Blogparade „Ein Tag im Jahr“ , an der ich mich hiermit beteilige.)
Blogparade ein Tag im Jahr – was ist das?
Die Blogparade ins Leben gerufen hat die Autorin Andrea Hahnfeld. Es geht darum, einmal im Jahr einen Tag im Leben genau festzuhalten, den 27. September. Die Usprungsidee dazu stammt von keinem geringeren als Maxim Gorki, bekannt geworden ist sie hierzulande vor allem durch die Schriftstellerin Christa Wolf, die 51 Jahre lang ihren 27. September festgehalten hat.
So viele werden es bei mir nicht werden, ich lege mich nicht einmal fest, diese Tradition auch im nächsten Jahr fortzuführen. Aber für diesmal hat mich die Blogparade spontan angesprochen, auch als kleine Übung zwischendurch für literarisches Schreiben. Mehr zu den Hintergründen und der Entstehung der „27. September Chroniken“ und natürlich zur Blogparade findet Ihr hier im Blog Story to be von Andrea Hahnfeld.
Darum geht es hier
Britta Langhoff, Bloggerin und Autorin beteiligt sich an der Blogparade „Ein Tag im Jahr“ und erzählt die Geschichte ihres 27. September 2026. Ein Tag unterwegs – ohne Aufreger, aber schön und erfüllend. Mit Ijsselmeerfeeling
Herzlich willkommen – spaziert mit mir durch den 27. September 2026
Wir sind in Stavoren am Ijsselmeer und liegen mit unserer Aqaumarijn an der kleinen Insel im Passantenhafen. Ich werde früh wach. Durch das Bullauge der Toilette sehe ich die Sonne orange funkelnd aufgehen. Trotzdem zieht es mich zurück in die Koje. Der Captain und der Flusenbär schlafen noch. Beide schnarchen. Ich krabbel zurück in die Koje und kuschel mich an den Captain. Im Halbschlaf höre ich schon Bugstrahlruder röhren, die ersten Boote legen bereits ab. Die dadurch entstehenden Wasserbewegungen wiegen mich gemütlich zurück in den Schlaf.
Gegen halb neun stehen wir auf. Das heißt, der Captain und ich stehen auf. Der Flusenbär hat den Schlaf noch nicht aus, er hebt nicht mal den Kopf. Es ist noch ziemlich frisch, knapp über 10 Grad. Wir ziehen uns provisorisch an – was zuhause der Bademantel ist, ist an Bord die Joggingbuxe und Fleecejacke. Und nein: Es fühlt sich ganz und gar nicht so an, als ob wir die Kontrolle über unser Leben verloren hätten. Im Gegenteil.
Ich mache Kaffee für den Mann, für mich Tee. Immer noch mag ich keinen Kaffee seit den OPs im Frühjahr. Schon merkwürdig. Der Mann klappt derweil an Deck die Stühle auf und hängt die Fahne raus. Altes Seefahrer-Ritual: Nachts geht die Fahne rein, warum genau weiß keiner. Einträchtig sitzen wir an Deck, trinken unser Heißgetränk und erzählen uns, wie wir geschlafen haben. Beide gut. Natürlich – nirgends schlafen wir so gut wie an Bord. Der Wind weht von Südwest, das passt uns gut. Da kommt er nicht von vorn und wir sitzen muckelig in der Kuchenbude. Erste Sonnenstrahlen kommen durch.
Hafenkino – besser als jedes Frühstücksfernsehen!
Der Hafen erwacht langsam. Andere schauen Frühstücksfernsehen, wir haben Hafenkino. Gegenüber an der Kade liegen 5 große Plattbodenschiffe, teils auf Päckchen. Eine Besatzung steht auf der Wiese im Kreis und bespricht den Plan des Tages. Anschließend wird ein Lied gesungen. Schöne Atmosphäre.
Der Mann latscht zu den Sanitäranlagen, mir reicht heute die Badkamer an Bord. Der Flusenbär schnarcht immer noch. Kann der Captain noch einen Kaffee trinken vor dem Morgengassi. Irgendwann bequemt sich der Vierbeiner und die zwei gehen zur ersten Runde des Tages. Ich mach die Betten, setz den Omnia zum Brötchen aufbacken in Gang und mache mein Morgen-Stretching. Da bin ich eisern, man ist ja nicht mehr die Jüngste. Und an Bord ist eine gewisse Gelenkigkeit von großem Vorteil. Stretching heute nicht als Steg-Yoga, sondern im Boot. Unsere Salonfenster sind groß, auch von innen kann ich beim Stretchen prima Hafenkino gucken.

Die Sonne kommt langsam durch und es wird betriebsam. Der Hafen leert sich. Wir fahren heute auch zurück in den Heimathafen, aber wir haben es nicht eilig. Hinter uns liegt eine ganz und gar großartige Woche am Ijsselmeer. Die alten Weiber haben alles gegeben und noch einen richtigen Nachschlag auf den Sommer spendiert. Eigentlich wollten wir ganz woanders hin und haben uns spontan umentschieden. Goldrichtig. Strand, Meer, lecker essen, spazieren gehen, durch die vielen Häfen von Stavoren flanieren, Fahrradtouren – die Woche konnte richtig was. Für Nachsaison war auch gut was los, die Ijsselmeer-Orte haben noch einen richtig großen Schluck aus der Pulle nehmen können, bevor die Bootssaison ganz zu Ende geht.
Hunde, Boote und Social Media
Die Brötchen sind fertig und abgekühlt. Wir frühstücken in aller Ruhe unter Deck. Nur unterbrochen von zwischenzeitigem Hafenkino-Gucken. Versteht sich. Nach dem Frühstück sitzen wir noch ein bißchen an Deck. Zwei Boxen weiter thront ein braun-weißer Hund mitten auf einem Segelschiff und guckt in der Gegend rum, auch immer zu uns rüber. Aber der Flusi hält lieber sein Nach-Frühstücks-Schläfchen. Der Captain trinkt noch seinen Nach-Frühstücks-Kaffee und ich lege ein Social Media Halbstündchen ein. Eine Bloggerin auf Instagram hat mein Buch als lesenswerte Neuerscheinung empfohlen. Da freue ich mich natürlich sehr drüber, re-poste und bedanke mich und bastel eine Story für Insta, in der ich diese Bloggerin verlinke. Sowas ist mir immer wichtig. Geben und nehmen – auf social media oft unterschätzt, deshalb will ich das nie liegen lassen. Dann setze ich noch ein paar Bilder des Tages mit „Fijne Zondag“ Wünschen in den WA-Status und in die Insta-Stories.
Der Hafen füllt sich wieder. Die ersten Neuankömmlinge sind da und die beliebteste Kade schon wieder voll belegt. Mit den neuen Booten kommen auch neue Hunde. Mittlerweile hat gefühlt jedes zweite Boot einen Bootshund. Die „Neuen“ gehen schnell von Bord, erstmal auf die Wiese. Markieren und toben. Da wird sogar der Flusi wach. Wir heben ihn von Bord und er stürzt sich ins Getümmel. Der braun-weiße Hund liegt mittlerweile mitten auf der Wiese und schaut von dort aus in alle Richtungen zu. Zu mehr hat er offensichtlich keine Lust. Irgendwie eine coole Socke. I feel him.

Fussel spielt mit zwei anderen kleinen Hunden, vom anderen Ende kommt ein großer dunkelbrauner Hund angestürmt, nicht aggressiv, aber ein bißchen übermütig. Nicht mit unserem Bären! Er lässt sich wie immer von nichts beeindrucken, bellt und zeigt dem Großen erstmal deutlich, wer hier der Chef ist und die Spielregeln macht. Der braune Hund akzeptiert und benimmt sich. Ich hab das jetzt schon so oft gesehen, finde die Unerschrockenheit unseres kleinen Portugiesen aber immer noch erstaunlich. Und dass auch die größten Hunde wie selbstverständlich akzeptieren.
Ich quatsche ein bißchen mit der Hundemama der zwei kleinen, auch sie sind Wiederholungstäter, was Stavoren angeht. Wenn wir schon mal alle von Bord sind, gehen wir direkt noch eine letzte Stavoren-Gassi-Runde, kurz Schleusenkino gucken und bis zum Strand, dem Ijsselmeer tot ziens sagen.
Zurück an Bord bewährte Aufgabenteilung. Der Mann draußen, ich innen. Er klappt das Fahrrad zusammen und hievt es an Bord. Er löst das Landstromkabel, rollt es zusammen, löst die Vorderspring und legt die Leinen so um, dass ich gleich beim ablegen die Leinen vom Boot aus reinziehen kann. Ich hole die Rettungsweste für Leichtmatrose Fussel von unten, schließe die Luken und verstaue alles seefest. Aus dem Badezimmerschrank räume ich die schweren Sachen raus. Der hängt direkt über dem Waschbecken und wir fahren eine Strecke, die ganz schnell kabbelig wird. Da kommen einem nach der Fahrt gerne die Sachen entgegen, wenn man den Schrank öffnet. Bevor mir die Flaschen eine fette Macke in das Waschbecken dengeln, räume ich sie solange raus und verstaue sie sicher in einer Tasche. Better safe than sorry – Ihr wisst schon. Kennt mich ja.
Tot ziens Stavoren! Ablegen – oder doch nicht?
Wir sind soweit. Motor an, schauen, ob Kühlwasser kommt. Daumen hoch. Kleiner Testlauf Bug-und Heckstrahlruder. Noch ein Daumen hoch. Ich löse die hintere Leine vom Poller, gehe nach vorne. Kommando vom Captain: Noch nicht. Eben warten. Hinter uns im Hafenbecken sind Boote durch die Brücke gekommen und stauen sich gerade an der Tankstelle. Wir kommen nicht raus aus der Box. Also sitze ich vorne auf dem Bug, halte die Leinen und sonne mich. Gibt wahrlich schlimmere Schicksale. Minuten später kann es weitergehen. Wir kommen gut raus aus der Box und aus dem Hafen. Tot ziens Stavoren. Es war uns wie immer ein inneres Blumenpflücken.

Ich mache meine Matrosinnenrunde übers Boot, hole die Fender rein und rolle die Leinen auf. Die beiden Backbord Leinen lege ich mir schon so parat, dass ich sie beim Anlegen in Heeg gut greifen kann. Unterwegs ist viel los. Für den gerne genommenen Stoßseufzer „Heute ist es so voll mit Booten, da kann man übers Wasser laufen“ reicht es noch nicht, aber gemütlich fahren geht anders. Die vielen Segler kreuzen wieder planlos in der Fahrrinne rum. Wir sind zwar ein „Stahl gewinnt immer“ Boot, aber will man ja auch nicht.
Bis zur Brücke von Warns fahren wir im Konvoi mit zwei Seglern und einem Boot der Stavoren-Flotte. Der Flusenbär liegt auf meinen Füßen, er schläft und schnarcht so vor sich hin. Natürlich. Sicherheitshalber ist er angeleint während der Fahrt – auch damit ich ihn schnell greifen kann, falls das Geschuckel überhand nimmt.

Die Brücke öffnet sich schnell. Ich grinse den Captain an „Das sind meine Friesen, immer zügig mit den Brücken“ und wir lachen beide. Von unserer Overijssel-Tour her sind wir da ganz anderes gewöhnt. Nach der Brücke kommt noch ein kurzes Stück ruhige Kanalfahrt, u.a. über eins der vielen segensreichen Aquaducte Frieslands, bevor es über mehrere der friese Meren geht.

Ich nutze die Chance und löse kurz die Leine vom Flusi. Der erhebt sich widerwillig und lässt mich durch. Ich gehe unter Deck, kontrolliere die Instrumente und hol uns was zu trinken. Dem Bären bringe ich seinen Mittagssnack mit, eine Kaustange. Er nimmt sie gnädig und hält dann erstmal Verdauungsschläfchen.
Es wird nicht so schuckelig wie erwartet. Den Flusi hätte es eh nicht in seinem seligen Schlaf während des Fahrens gestört. Allenthalben wird gewunken und gegrüßt. Das machen Bootsfahrer so, wenn sie überholen oder passieren. Wir sehen eins der Boote – die Nymphea – aus unserem Hafen. Der Nymphen-Captain liegt ganz entspannt in seinem Stuhl und lenkt mit den Füßen. Iss klar. Man will ja auch während des Fahrens mal die Füße hochlegen. Grüße gehen raus an die Felicita. Ihr lacht doch gerade, ich seh das genau.

Nach etwas mehr als zwei Stunden Fahrt sehen wir die „Skyline“ von Heeg. Home sweet home. Wir biegen vom Heeger Meer ab in den Kanal, der zu unserem Hafen führt. Ich bringe die Fender wieder raus und schon ist da unser Hafen. Es ist relativ viel los, etliche Bekannte sind auf ihren Booten. Wir winken hier, wir winken dort und schon sind wir vor unserer Box.

Komplikationen zurück im Heimathafen – zum Glück nicht bei uns
Das Anlegemanöver klappt tadellos. Die Leinenlady – ich – kriegt die Leine beim ersten Wurf-Versuch tadellos über den Poller. Kein Zuschauer singt „komm, hol das Lasso raus“ . Kann ja nicht jeder meine Macke haben, dauernd irgendwelche Songtitel – passend oder unpassend – raus zu kramen. Aber ich bin auch so zufrieden. Die Terrasse unseres Hafenrestaurants ist vollbesetzt, für die Gäste dort sind wir in dem Moment ja Hafenkino. Da will man sich nicht blamieren, wenn man die Hauptrolle im Hafenkinofilm spielt.
Zurück in unserer Box legt der Captain Landstrom und die Vorderspring, ich sorge für einen kleinen Snack. Schokoriegel für den Captain, Honigkuchen ohne Zuckerzusatz für mich. Ich vertrage nicht nur keinen Kaffee mehr, sondern auch nur wenig Zucker. Gut, dass ich eh nie so die Süße war. Deswegen gibt es für den Flusi und mich auch noch ein Stück Anlegekäse.
Für echtes Hafenkino sorgt bald „El Patron“ – so der Name eines Segelboots, das wir morgens noch in Stavoren gesehen haben. El Patrons fester Liegeplatz ist einer von zweien an einem Doppelsteg bei uns im Hafen. Dieser ist aber gerade komplett belegt vom Flaggschiff eines Charterbetriebs, den wir gut kennen. Die haben garantiert nicht beim Hafenmeister gefragt, der hätte die niemals dahin gewiesen. Wir sahen das schon beim reinkommen, auch uns lagen die etwas im Weg, aber wir haben die Kurve gut gekriegt. Es war keiner an Bord, als wir vorbeifuhren, sonst hätte ich denen schon direkt sagen können, dass sie gleich wieder Leine(n) ziehen können.
Durch den Hafen zieht eine Gruppe älterer Männer, alle im gleichen grünen Shirt gewandet. Das ist bestimmt die Crew des Flaggschiffs. Bingo. Die sind kaum zurück an Bord, kommt El Patron und wir kriegen unser Hafenkino passend zum Anlegesnack. Natürlich haben die nicht gefragt. Das Flaggschiff zieht Leine(n). Eine Hafeneinfahrt weiter, nehmen wir an. Zum richtigen Passantenhafen. El Patron sagt „Bella Ciao“ und ich frage mich zum xten Mal dasselbe: Wir sind ersichtlich ein Hafen mit festen Liegeplätzen. Da muss man erst an den Passantensteiger und sich beim Hafenmeister melden, der einen dann einweist, wenn es freie Plätze gibt. Weltweit so geregelt. Es gibt nicht nur ein Schild, welches groß darauf hinweist. Wie kommt man auf die Idee, an einem Tag wie diesem, wo viele Boote draußen sind, könne man sich in einem festen Yachthafen einfach so an einen Doppelsteg legen?
Den „richtigen“ Anlegeschluck gibt es auch, aber erst eine Gassirunde später. Der Flusenbär muss jeden Grashalm markieren, damit man in Heeg auch weiß, dass der Chef wieder da ist. Mit dem Anlegeschluck sitzen wir noch ein bißchen in der Abendsonne an Deck und beglückwünschen uns zum wiederholten Mal zu unserer Entscheidung, die letzte Woche am IJsselmeer verbracht zu haben. Hat uns richtig glücklich gemacht und war genau das, was uns diese Saison noch gefehlt hat. Schon genial: einfach sagen zu können „So eine Ijsselmeer-Woche, das wäre doch jetzt was“ , Leinen los und ab dafür. Ich bin einmal mehr tief dankbar dafür, so leben zu können.
Ein Tag im Jahr neigt sich langsam dem Ende zu
Es wird dunkel, wir essen zu Abend. Es gibt den Camping-Klassiker: Bockwürstchen mit Kartoffelsalat. Der Flusenbär hat auch guten Appetit, er bekommt sein Hauptfutter zeitgleich mit uns. Der Napf ist schnell geleert. Seeluft macht hungrig. Zum Glück. Er ist oft ein picky eater und das begleitete Fressen wird schnell zur Geduldsprobe.
Danach rücken wir dem gesammelten Geschirr zuleibe. Ich spüle und betrachte dabei durch das Kombüsenfenster den nicht mehr ganz Vollmond, der Captain trocknet ab. Gemütlich im Sitzen auf der Bank, die Kombüse ist nicht groß genug, dass wir beide dort stehen können. Findet er nicht schade. Der Flusenbär liegt auf seinem Kissen und – ratet! Korrekt.
Mittlerweile ist es schon halb zehn. Wir schauen auf unseren Laptops, was unser Bord-Entertainment noch so hergibt. Sprich, was wir uns zuhause runtergeladen haben. Wir schauen die erste Folge der Serie „The dreamer – becoming Karen Blixen“ Es wird die letzte Folge bleiben, die wir uns anschauen, da sind wir uns einig. Nachdem ich bereits die Autobiographie von Karen Blixen als quälend empfunden habe, dachte ich mir das schon vorher. Mir ist das einfach zu larmoyant und selbst zentriert. Womit ich hier fast den Kreis geschlossen hätte, denn auch Christa Wolf habe ich gelegentlich als larmoyant empfunden. Das aber nur nebenbei.
Der Flusenbär muss noch einmal raus, ich mache noch ein paar Mondfotos und poste sie im Status. Im Hafen ist es ruhig, bis auf schrilles Getschilpe der Taubenhaucher-Küken. Die Kleinen signalisieren ihren Eltern damit ihren Standort, damit der ertauchte Nachtsnack auch ankommt. Und ja – die heißen Haubentaucher, ich weiß das wohl. Aber ein Stegnachbar weiß das nicht und nennt diese Wasservögel immer Taubenhaucher. Was uns so gut gefällt, dass wir das in unseren Sprachgebrauch übernommen haben. Der Captain und der Bär kommen zurück, alle Geschäfte erledigt und berichten, dass die Eigner von „Hinterm Horizont“ noch spät am Abend gekommen sind. Die Leute haben alle Bootsnamen heutzutage…. und ich jetzt einen Ohrwurm. Ihr bestimmt auch. Wenn Ihr nicht schon längst einen hattet. Bitte gerne.

Dann ist Zeit für die Koje. Der Flusenbär ist als erster drin, nachdem auch er seinen Nacht-Snacki weg geknuspert hat. Er liebt diese enge gemütliche Koje, das muss sich für ihn wie „mit Rudel in der Höhle“ anfühlen. Außerdem ist er genauso müde wie wir, der arme Hund hat ja sooo wenig Ruhe bekommen über Tag.
Der Schlaf lässt nicht lange auf sich warten. Es war ein für uns relativ normaler Tag, alles lief gut, keine besonderen Aufreger. Dennoch war es einer dieser Tage, die uns tragen und glücklich machen. Schön, diesen Tag festgehalten zu haben – er ist es wert, sich an ihn zu erinnern.
Wegen better safe than sorry: Kennzeichnung als unbeauftragte, unbezahlte Werbung wegen Verlinkungen und Namensnennungen sowie als Werbung in eigener Sache wegen Buchverlinkung.
Info zu den Fotos: Die Fotos sind tatsächlich vom 27. September, obwohl ich an dem Tag selbst noch nichts von dieser Blogparade wusste. Ich mache unterwegs aber oft Fotos. Zum einen für’s schnelle Posten in social media, zum anderen um eine Foto-Reserve für künftige Blogposts zu haben. Die meisten dieser schnell gemachten Fotos werfe ich normalerweise wieder über Bord, diesmal passte es natürlich gut.
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- Je älter, desto schniefMorgens Schnupfen ohne erkältet zu sein? Hier lest Ihr warum, was gegen Morgenschnupfen hilft und warum das mit dem Alter zu tun haben kann
Schöne Idee, einen Tag im Jahr so genau festzuhalten. Liest sich später mit Abstand sicher interessant.
Christa Wolf war auch nicht mein Fall, als wir sie in der Schule lesen mussten.
Habt einen schönen Oktober nach eurem traumhaften September!