T.G.i.F. – Wasserstandsmeldung

Veröffentlicht am 5 Kommentare zu T.G.i.F. – Wasserstandsmeldung

Tach auch Liebeleins! Ganz ausnahmsweise gibt es ein TGIF Lebenszeichen. Ich melde mich zurück aus dem Krankenhaus. Die zickige Galle hat sich aus meinem Leben verabschiedet. Alles ist wie erhofft gelaufen.

Vielen lieben Dank an die erprobten Daumendrücker und für all die lieben Genesungswünsche, die mich auch hier im Blog und via Mail erreichten. Das berührt mich tatsächlich sehr und hat mir außerordentlich gut getan. Es ist mir wichtig, Euch das zu sagen. Daher auch die

Wasserstandsmeldung am TGiF

Es konnte minimalinvasiv operiert werden, Beschwerden und Schmerzen sind auch eher im Minimalbereich. Ich bin Montag planmäßig als Erste drangekommen und war abends schon wieder recht gut auf den Beinen. Bewegung war ausdrücklich erwünscht.

Am Dienstag morgen kam eine liebe Freundin zu Besuch und mit ihr habe ich mich direkt getraut, eine Runde um den angrenzenden Ententeich zu laufen. Es gab sogar eine formidable Rentnerbank, auf der wir beiden Ollen dann eine schöne Stunde in der Sonne verquatscht haben. Mittwochs war man dann soweit zufrieden mit mir und entließ mich in die aufmerksame Obhut von Dr. Fussel.

Der Flusenbär lässt mich nicht aus den Augen. Für eine Pupsorgie beim Wiedersehen hat es aber nicht gereicht. Zwei Nächte waren wohl aushaltbar.

Die zickige Galle hat sich also verabschiedet und ich bin froh, das schon mal hinter mir zu haben. Im Gallengang waren tatsächlich schon wieder jede Menge Steine, die ich kruderweise als Souvenir nach der OP überreicht bekam. Man ahnt es nicht! Leute! Steine aus echter Ruhrpott-Mädchen-Galle. Am erschreckendsten daran war nicht nur die Menge, sondern vor allem, wie groß die Dinger waren. Von daher – weg mit Schaden. Halleluja. Ich hab sie fotografiert, weiß aber nicht, ob ich dieses Foto unbedingt in meinem Blog haben will…

Definitiv bin ich sehr froh, jetzt zuhause zu sein und mich dort vernünftig ausruhen zu können. Wenngleich ich zugeben muss: Ich gehöre zu denen, die unbewusst eine Entlassung aus dem Krankenhaus mit „wieder gesund und fit“ gleichsetzen. Auch nicht gerade förderlich, dass ich eher zu der „Nur die Harten kommen in den Garten Fraktion“ gehöre. Mir selbst etwas Mitleid und Nachsicht entgegen zu bringen, übe ich gerade. Klappt nur so mittel.

Ich muss es mir klarmachen: Eine OP ist ein gewaltsamer Eingriff, auch wenn sie minimalinvasiv ablief. Und eine Narkose schleicht sich auch nicht von jetzt auf gleich aus. Im Moment bin ich vor allem schlapp und müde, kommt m.E. aber auch davon, dass Krankenhaus an sich schon anstrengend genug ist. Abgesehen von den Geburten und einem Bänderriß im jugendlichen Alter beschränkten sich meine Krankenhauserfahrungen auf die einer Begleiterin und ich kann dankend auf weitere Horizont-Erweiterungen verzichten.

Ich muss ganz ehrlich sagen: Krankenhaus ist heutzutage mehr denn je eine Gesundheitsfabrik. Man muss sich damit abfinden, dass man in diesem Paralleluniversum nichts weiter als eine Fallnummer ist. Auch wenn Schwestern, Pfleger und manche Ärzte zugewandt und freundlich sind. Das ganze System gibt aber auch nichts weiter her, man merkt es deutlich. Dass ich seit jeher eine Zusatzversicherung für Krankenhausaufenthalte habe, hilft da auch nur marginal.

Ich hatte kurz überlegt, ob ich mich im Blog dazu noch auskotze, aber – das hilft weder mir noch dem System. Zumal die meisten Angestellten dort tun, was in diesem System noch irgend geht. Also: Konzentration auf Erholung zuhause. Captain und Flusenbär geben alles. Und wenn schon TGIF, dann nur echt mit:

Statistik der Woche:

  • Lied der Woche: Sam Fender, Olivia Dean – Rein Me In
  • Buch der Woche: Till Raether – Meeresdunkel
  • Souvenir der Woche: Steinmännchen bauen anyone?
  • Guilty pleasure der Woche: Virgin River (Staffel 7 der Feelgood- Serie, extra aufgespart für postoperative Wohlfühlmomente auf der Couch)
  • Plan der Woche: Pendeln. Zwischen Hollywood und Couch.
Hund hat Frühlingsgefühle auf Hollywood schaukel

Allen ein schickes Wochenende. Baut keine Steinmännchen, die ich nicht auch bauen würde.

Von Britta Langhoff

Bloggerin, Autorin, Ehefrau, Mutter, Hundemama und Bootsfrau. 60 Jahre alt und stolz darauf. Ich schreibe für Menschen, die mutig und entspannt älter werden. Im Blog und in meinem Romanprojekt geht um Aufbruch, Neuanfänge und den Mut, sich selbst treu zu bleiben. Wenn nicht jetzt - dann vielleicht nie!

5 Kommentare

  1. Schön, dass alles gut geklappt hat! 🥰
    Habt Ihr eigentlich schon eine zweite Hollywood-Schaukel? Eine ist ja dauerhaft belegt… 😄
    LG, Uli

  2. Moin Britta 😘
    Das liest sich doch prima.
    Gerne habe ich alles gedrückt. 👍
    Nun habe etwas Geduld mit dir und deinem Körper und es wird schnell besser werden. 😉
    Schönes WE wünsche ich dir und deinen Lieben.
    LG Gina 😘

  3. Liebe Britta, genau das wollte ich lesen! Gut so.
    Dass man die Steine als Souvenir bekommt, habe ich schon öfter gehört und selbige auch gesehen – tatsächlich habe ich auch ein gewisses morbides Interesse daran😃. Kann gut sein, dass ich auch irgendwann in die Lage komme, mir meine eigenen ansehen zu können. Meine Chefin sagte immer „Raus mit der Galle, sobald es schmerzhaft wird!“, aber da bin ich noch nicht trotz „bester“ Voraussetzungen, heißt: viele Steine.
    Erhol dich weiterhin gut und LG
    Marie

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert