Der Juli – ein überwältigender Monat

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Britta Langhoff blickt auf den Juli 2026 zurück - Monat der Buchveröffentlichung - ein überwältigender Monat

Was für ein Monat! Was für ein Ritt! Es hat noch selten einen derart emotionalen Monat gegeben. Von der Hochzeit unseres Ältesten bis zur Buchveröffentlichung – ich weiß schon jetzt, dass mein Rückblick auf den Juli dem, was war, nicht gerecht werden wird. Wir verarbeiten immer noch alles, was diesen Monat geschah und das wird wohl auch noch eine Weile so bleiben. Das macht aber nichts – es ist genau richtig so. So ist das Leben.

Rückblick auf den Juli 2026

Britta Langhoff erzählt von den überwältigenden Momenten des Monats: Die Hochzeit ihres ältesten Sohnes sowie die Veröffentlichung ihres Debutromans.

Der Höhepunkt des Monats – die Hochzeit unseres Ältesten

Diese Zwischenüberschrift ist irreführend – sie steht hier nur deswegen so, weil – Monatsrückblick. Denn eins steht schon jetzt fest: Dieser Tag wird auch im Jahresrückblick DER Höhepunkt sein. Mehr Höhepunkt geht nicht.

Die Hochzeit war hochemotional, anders kann man es nicht beschreibe. Auch wenn wir vorher schon bei diversen Vortreffen und Vorbereitungsaktionen das ein oder andere Tränchen der Rührung weg blinzelten – kein Vergleich zu dem, was an so einem Tag hochkommt. So viele Wünsche, so viele Hoffnungen, so viele Erinnerungen und Würdigungen.

Die Feiern zogen sich über ein ganzes langes Wochenende, angefangen mit dem Tag der standesamtlichen Trauung, dem Morgen der kirchlichen Trauung, anschließendem Empfang und abendlicher Feier. Alle Tage waren sorgfältig geplant, liebevoll gestaltet und von einer entspannten, glücklichen Stimmung geprägt, wie sie man sie auf so großen Festen selten erlebt. Was mit den Junggesellenabschieden des Juni begann, führte sich genauso fort.

Berührende Momente voller Dankbarkeit

Sehr berührt haben mich die Gelübde und Ansprachen des Brautpaares sowie alles, was Eltern, Trauzeugen und gute Freunde vorbereitet hatten. Nicht alle hauten einen derart mutigen Klopper raus wie die Brautmutter und ich – von uns kam nicht nur die Überraschungs-Hochzeitstorte, sondern auch eine Darbietung, mit der das Brautpaar im Leben nicht gerechnet hat – siehe Lied des Monats. (Lag nahe – wo ich so eine begnadete Bäckerin und Sängerin bin. Nicht.)

Die Väter hatten sich ebenfalls vorher abgesprochen und auch da gab es einen Moment, der sehr berührt hat. Es war nicht immer alles leicht in unserem Patchwork-Leben, aber so wie es war, war es gut. So darf es bleiben. Es ist nicht nur wichtig, es ist wirklich schön, dass wir alle uns derart in unserem Leben haben. Aus all diesen Reden und Würdigungen wurde eines deutlich: Da ist die Zukunft, ihre Zukunft. Und wir werden sie noch ein Stück des Weges begleiten dürfen. Es ist ein Anfang, im besten Fall der Anfang einer neuen Familie. Die aus meiner unkonventionellen Familie entstanden ist.

Die Trauzeugen beendeten den offizielleren Teil und gaben alles. Unser Jüngster ist nicht nur bekannt für ausgefeilte, sorgfältige, super witzige Präsentationen, er ist auch ein begabter Redner. Obwohl er sich redlich Mühe gab, nicht allzu sehr auf die Tränendrüse zu drücken, brauchten wir auch bei ihm Taschentücher. Bis dahin war ich schon sehr gerührt und emotional. Aber ich konnte mich immer irgendwie noch einfangen.

Ein Satz für die Ewigkeit

Dann kam die Trauzeugin, die beste Freundin der Braut seit Schultagen. Auf ihren Beitrag war ich zum Glück vorbereitet – dachte ich. Sie singt wunderschön und erfüllte dem Brautpaar damit einen großen Wunsch. Ich wusste vorher davon und dachte, das pack ich. Dann aber sagte sie zur Einleitung einen Satz zur Braut, der mich unvorbereitet ganz tief traf und alle Schleusen bei mir öffnete:

Ich wünsche Dir, dass Du es genauso liebst, mit Deinem Mann alt zu werden, wie ich es geliebt habe, mit Dir groß zu werden.

Ein Satz für die Ewigkeit. Einer, der perfekt zusammenfasst, was wir alle den Beiden aus tiefstem Herzen wünschen. Chapeau dafür. Hier schneidet schon wieder jemand Zwiebeln.

Der letzte bewegende Moment: Der Hochzeitstanz des Brautpaares, der ganz traditionell mit Braut/ Brautvater und Bräutigam/ Bräutigamsmutter endete. Danach war Party – bis in die frühen Morgenstunden. Eine tolle, ausgelassene Party ohne Zwischenfälle, aber mit vielen Höhepunkten. Nicht zuletzt, weil der DJ einen besonderen Act hatte: einen Saxophonisten, der etliche Nummern live auf der Tanzfläche begleitete. Das war schon wirklich eine coole Geschichte. Es wurde bis in die frühen Morgenstunde vor historisch schöner Kulisse getanzt, gesungen, geküsst, umarmt.

Mehr kann und will ich hier im Blog nicht von der Hochzeit erzählen. Das geht mir zu tief und zu nahe. Manches, was an diesem Tag gesagt, gesungen, gewürdigt, belacht und beweint wurde, gehört denen, die es sagten, sangen, würdigten. Manches muss und darf im privaten Schatzkästchen bleiben. So habe ich mich auch bewusst dagegen entschieden, hier Fotos von der Hochzeit oder dem Brautpaar zu zeigen. Ich habe meine Beiden nicht mal danach gefragt. Beide halten sich social media mäßig extrem zurück – sie haben ihre Gründe dafür. Im Beitragsbild gibt es einen kleinen Einblick in die schön geschmückte Kirche und ansonsten müsst Ihr mit uns Vorlieb nehmen.

Rückblick Juli 2026 - glücklich über die Hochzeit unseres Sohnes
Endlich ein schönes Paarfoto von uns. Auch wenn Ihr das schon vom Beitrag über die Outfits als Mutter des Bräutigams kennt – kann man ruhig öfter als einmal verbloggen oder?

Mein ganz persönlicher Höhepunkt des Monats – die Romanveröffentlichung

Ihr wisst es bereits, denn diesen Höhepunkt habe ich im Blog begleitet und ausgebreitet. Teil eins der Geschichten vom Deich – mein Roman „Wer rote Rosen will, muss sie selber pflanzen“ ist als Self-Publishing bei KDP Select erschienen. Rückblickend war es nicht der klügste Move, den Roman in ausgerechnet diesem Monat zu veröffentlichen. Denn auch die Buchveröffentlichung hat eine Menge Emotionen bei mir ausgelöst – meine Anni mit Ka und ihre ganze Deichgemeinschaft draußen in der Welt!

Aber es kam nach allen Prüfungen und Bearbeitungen nun mal gerade so aus, zudem wollte ich es gerne als Urlaubslektüre anbieten können. Die ersten Wochen liefen ganz gut und übertrafen teils meine – zugegeben sehr niedrig angesetzten – Erwartungen. Sobald ich emotional wieder auf Level Normal bin, tauche ich nochmal tiefer in die Marketing Möglichkeiten im KDP Dashboard ein, der Captain bastelt noch an der Print on Demand Version und ich werde mich auch an den Feinschliff von Teil zwei setzen. Ich habe Euch die letzten Wochen ausführlich mitgenommen hinter die Kulissen meiner Romanveröffentlichung und belasse es heute dabei.

Buchvorstellung "Wer rote Rosen will, muss sie selber pflanzen" - Teil eins Geschichten vom Deich - ein Familienroman vom Niederrhein von Britta Langhoff
Die roten Rosen vom Niederrhein sind nur einen Klick entfernt – und zwar dem Klick aufs Bild

Der Flusenbär im „Dogtel de Luxe“

Was haben wir mit dem Flusenbär gemacht während der Hochzeitswoche? Erzähl ich Euch. Gerne sogar. Die Flusenbär-Frage haben wir dank einer sehr guten Freundin formidabel gelöst. Die Hochzeit war nicht bei uns in der Gegend, sondern in der Stadt, aus der Anni mit Ka und ihre Familie im Roman geflüchtet sind. In „Wer wohnt schon in Düsseldorf“ – wir zogen für mehrere Tage um in eine alte Familienresidenz, in die wir zwar den Bären hätten mitnehmen können. Aber er hätte dort über längere Strecken alleine bleiben müssen.

Auf Einladung einer wirklich guten Freundin – eine der Pottfriesen-Freundinnen – zog der Flusenbär für diese Tage zu ihr. Natürlich nach mehreren erfolgreichen Probeläufen. Diese Freundin ist eine der Frauen, die mit Leib und Seele Gastgeberin sind – und lebte das auch mit und für den Flusenbären aus. Von selbstgebackenen Hundekeksen über sorgfältig zubereitete selbst gekochte Mahlzeiten bis hin zu abwechslungsreichen Spaziergängen und phantasievoll ausgedachten Beschäftigungs-Spielen – kein Wunsch blieb offen. Der Flusenbär revanchierte sich, in dem er im Camper ihres Sohnes – den er sehr sehr mag – an jeder Stelle Probe lag. Wissen die nun auch, wie ein Hund in ihre Camper-Pläne passt.

Unser Hund im Juli - gnadenlos verwöhnt
War was? Alles wieder beim alten! Aber der Käse im Dogtel war einwandfrei besser!

Was ich mich aber danach fragte: Man liest doch immer wieder von Hunden, die einfach im Tierheim abgegeben oder schlimmer noch einfach ausgesetzt werden. Wie bringen diese Leute das fertig? Mir unbegreiflich. Wir hatten diese Tage sorgfältig vorbereitet, Probeläufe inclusive. Ich kenne kaum jemand so gut und so lange wie diese Freundin, auch der Flusenbär kennt sie seit seinen ersten Tagen bei uns. Wir wussten, er ist im Dogtel de Luxe und dennoch hatten wir ein latent schlechtes Gewissen.

War sonst noch was im Juli?

Ich bin jetzt eine Schwiegermutter und eine veröffentlichte Romanautorin. Das überstrahlt einfach alles. Iss klar oder?

Wir waren den ganzen Monat zuhause im Pott – auch das durfte und sollte so sein. Die Hochzeit war am dritten Juli-Wochenende und in den Wochen vorher wurde vorbereitet und an Überraschungen gefeilt. Sowie die letzten Schritte der Buchveröffentlichung zelebriert. Zur Hochzeit reisten mein Bruder und meine Schwägerin aus dem hohen Norden an und der Zeitplan ließ auch einen schönen gemeinsam verbrachten Tag zu. Was uns sehr freute, denn umständehalber sehen wir uns für unseren Geschmack viel zu selten.

Anfang des Monats hatte ich Geburtstag, der Captain und ich verbrachten den Tag zu zweit. An dieser Stelle allen vielen Dank, die an mich gedacht, mir gratuliert und schöne Sachen geschenkt haben. Ebenfalls vielen Dank an alle, die zur Hochzeit des Sohnes gratuliert haben – ich habe alles getreulich weitergeleitet und die an die Eltern gerichteten Glückwünsche auch getreulich geteilt.

Ausblick des Monats:

Mein Plan für die nächsten Wochen: Runterkommen, Normalität und Alltag einziehen lassen. Wir arbeiten weiter am Romanprojekt und auch für den Blog habe ich ein paar Ideen für neue Artikel. Vor allem aber werden wir viel Zeit auf dem Wasser verbringen – die Hälfte der Bootssaison ist um. Kann sein, dass es im Blog zunächst etwas ruhiger bleibt – das nehme ich so, wie es mich überkommt. Und Ihr hoffentlich auch. Dafür kommt jetzt erstmal

Die Statistik des Monats:

  • Buch des Monats: Wer rote Rosen will, muss sie selber pflanzen – Teil eins meiner Geschichten vom Deich
  • Lied des Monats: Take good care of my baby! ( was kann ich dafür, dass mir zu jeder möglichen und unmöglichen Situation ein passender Liedtitel einfällt. Der Rest ist eine Geschichte wie sowas von sowas kommt)
  • Tipp des Monats: Klärt vor einer Hochzeit die Frage, wer wie viel Taschentücher in seine kleine Clutch reinkriegt!
  • Ankündigung des Monats: das wird meine nächste Amazon-Rezi nach dem neuen Stones-Album. Ehre, wem Ehre gebührt! (©der Herr Spieler 7, mein alter Blogfreund und Kollege aus Lit-zeitschrift Zeiten)
  • Beifall des Monats: Ich find den Buchtitel super. Der alte „Das Haus am Deich“ klingt für mich nach einem Schimanski-Tatort aus den 80ern. – quasi die inoffizielle Vorab-Rezi des Spieler 7 ( Du hast ja Recht….)
  • Berufsbezeichnung des Monats: basically Gordon Gecko für den Captain, Design Queen für mich – so betitelt von unserem Jüngsten in seiner sagenhaften Präsentation für die Hochzeit. Und das nur, weil die Schattierung beim just married Schild seinen Ansprüchen nicht genügte. Dafür bekam ich aber eine neue Email-Adresse für die Aktion: bestmomever@……com. Da war ich mehr als versöhnt.
  • Dank des Monats: an meine Patchwork Family. Ihr wisst, warum.
  • Serie des Monats: The four seasons auf Netflix – auch wenn es zugegebenermaßen Friends für alte Leute ist – ich mag die Serie gerne.

Allen einen schicken August gewünscht. Lasst Euch von nichts überwältigen, wovon ich mich nicht auch überwältigen lassen würde.

Wegen better safe than sorry: Ich nenne oder verlinke Namen/ Marken – deswegen der Hinweis, welcher mir zum Hals raushängt: Werbung, unbeauftragt, alles selbst bezahlt. Sowie Werbung in eigener Sache wegen Verlinkung auf meine eigene KDP Seite. Wissta Bescheid.

Von Britta Langhoff

Britta Langhoff ist Expertin für Frauenthemen ab 50, Bloggerin und Autorin von Romanen über Heimat und Neuanfang. Sie schreibt zwischen Worten und Wellen von Bord in ihrer Schreibkajüte, Inspiration für Frauen ab 50 mutig älter werden und Freiheit genießen.

1 Kommentar

  1. Ahoi meine Liebe, das war wirklich ein toller Juli und ein ganz wunderbarer Monatsrückblick. Verstehe ganz gut, dass ihr noch total geflasht von allem seid. So viele einzigartige und emotionale Momente…die Hochzeitsfeiertage und deine Romanveröffentlichung zugleich. Herzliche Erinnerungen die bleiben…hach ach sehr rührend. Plus ein Schnibbel-Zwiebelchen für uns weil es mit unserem Sommertreffen leider nicht geklappt hat. Wir holen das nach. Liebe Grüße aus Lemmer 😘

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