Willkommen im literarischen Salon an Bord. Nachdem ich in der Buchvorstellung das Geheimnis um Titel und Cover meines Familienromans vom Niederrhein gelüftet habe, findet Ihr hier eine exklusive Leseprobe aus „Wer rote Rosen will, muss sie selber pflanzen“
Leseprobe
Lest hier das titelgebende Schlüsselkapitel aus Britta Langhoffs Familienroman „Wer rote Rosen will, muss sie selber pflanzen“ vorab und exklusiv.
Schlüsselkapitel Wer rote Rosen will, muss sie selber pflanzen
Kontext: Ich-Erzählerin Annika und ihre Familie haben gerade den Umzug an den Deich hinter sich. Die erhoffte Landidylle ist noch in weiter Ferne. Annika muss zunächst das Umzugs-Chaos bewältigen.

Ich wünsche Euch viel Freude beim Lesen meiner Leseprobe aus dem ersten Teil meiner Geschichten vom Deich:
So schön. Endlich wieder Kisten-Wunderland. Auch schön, dass der Gatte schon um fünf in der Früh, also mitten in der Nacht, gen Düsseldorf abgedüst ist. Deadline. Klar. Nachdem unsere robusten Möbelpacker-Freunde zu Ende getrampelt und wir zumindest die Großmöbellage geklärt hatten, war nur noch ein müder Blick auf das Chaos und ein leise gemurmeltes »Ist ja bald Wochenende, da haben wir auch noch Zeit« drin.
Drin bin nun für’s erste ich. Mittendrin im Chaos. Seufzend stellte ich meinen Kaffeepott auf einer Kiste ab und beugte mich über eine andere. Bisher ausgepackt: Unterhosen und Gummistiefel. Prioritäten. So wichtig. Und Bücher. Und CD’s. Für den nigelnagelneuen Computer, der die Ecke unseres Wohnzimmers ziert, die Magnus großzügig „unser“ Übergangsbüro getauft hat. Bis wir den zur „Kreativ-Lounge“ ausgelobten Dachboden fertig haben. Für meine noch nicht näher definierte freiberufliche was auch immer Tätigkeit und Magnus‘ Heimarbeitsplatz, der bisher nur in der Theorie existiert. In der Praxis scheitert er an der langen Leitung hier. Ich seh mich schon den lieben langen Tag alleine mit den lebenden Drempels, eine Dorfzeitung herausgebend, um überhaupt was arbeiten zu können. Die nur wahrscheinlich keiner kauft.
Landleben – mitten in der Stadt sitzend fühlt es sich am schönsten an. Im Moment zweifele ich hart an unserem Geisteszustand. War es echt so schlimm in Düsseldorf? Hätten wir nicht besser die Stadtflucht aufs Wochenende beschränken sollen? Wir hätten ja nur den Papa besuchen müssen. Mit der Nachbarschaft ist es heute auch nicht weit her. Außer dem ab und zu vorbeihuschenden Walle Walle von Frau Pannesamt herrscht gespenstische Stille. Die avisierte Familie lässt auf sich warten und auch der Holländer scheint noch ein fliegender zu sein.
Wenigstens hab ich meine heißgeliebte Kaffeemaschine. Vor der Kulisse aus Schafen, Schafskötteln und grünen Wiesen sieht sie aus wie irgendwas, was Aliens bei ihrer überstürzten Flucht aus dieser Einöde vergessen haben. Aber wenn das Ding da ist, dann kann ich ebenso gut noch einen Kaffee trinken. Ich sollte mir von der Zuversicht meines Gatten eine Scheibe abschneiden. Obwohl er den meisten Stress abkriegt, wenn ich es mir recht überlege. Unverdrossen optimistisch singt er dem BlingBling Düsseldorfs ein Farewell. Magnus ist sich sicher, dass wir uns hier bestens verwurzeln werden. Als Kind ist er oft umgezogen, an keinen der Orte hat er eine echte Bindung. Bei mir ist es anders. Auch wenn ich damals gar nicht schnell genug wegziehen konnte, Heimat ist mir der Niederrhein geblieben. Auch wenn er mir gerade schon wieder auf den Geist geht. Aber – keine Heimat ist auch keine Lösung. Warum dann nicht meine Heimat?
Vielleicht ist es egal, wo wir gemeinsam gelandet sind. Hauptsache zusammen. Auch wenn er mir manchmal auf die Nerven geht mit seiner behäbigen Art – der Mann, der mir ein Boot als Altersruhesitz versprochen hat, der Mann, der mir jeden Samstag eine rote Rose vom Einkaufen mitbringt, dieser Mann und unsere Kinder sind meine Heimat. Beim Gedanken an die roten Rosen muss ich leicht grinsen. Schätzungsweise wird es in Zukunft eher eine Schafgarbe sein, rote Rosen sind am Niederrhein kein Standard-Sortiment. Rote Rosen gibt es bestimmt erst wieder, wenn der Hobby-Gärtner in spe sie selber gepflanzt hat. Nur jetzt sollte ich die nächste Kiste auspacken, sonst habe ich nicht mal eine Vase für die Schafgarbe.

Soweit das Kapitel, welches dem Buch seinen Namen gab. Im letzten Jahr habe ich schon mal eine Leseprobe gebloggt, thematisch passend als kleines Weihnachtsgeschenk. Damals wie heute ist das für mich ein unglaublich spannendes Gefühl. Vermutlich nur noch zu steigern durch das Drücken des Veröffentlichen-Buttons bei KDP Selfpublishing.
Dieses Kapitel ist nur der Anfang
In diesem Kapitel stehen Annika und ihre Familie noch ganz am Anfang ihres Landvergnügens. Annika Stimmung schwankt zwischen genervt und irgendwie ein mulmiges Gefühl. Aber noch schiebt sie es auf den Stress des Umzugs und der Bewältigung des Alltags in neuer Umgebung.
Wenn Ihr wissen möchtet, wie unsere Stadtfamilie die ungeschriebenen Gesetze des Landlebens meistern, ob aus Annikas Ehemann wirklich ein Hobbygärtner wird und ob Annika sich weiterhin Samstags über den rote Rosen Liebesbeweis freuen darf – bald ist es soweit. Mein Familienroman vom Niederrhein steht in den Startlöchern. Ich werde die Veröffentlichung gemeinsam mit Euch hier im Blog zelebrieren.
Unter dem Schlagwort Hinter den Kulissen und der Kategorie Einblick in meine Schreibkajüte findet Ihr alle Beiträge rund um meine kommende Romanveröffentlichung. Hier findet Ihr die offizielle Buchvorstellung samt Cover-und Titel Enthüllung.

Offenlegung: wegen better safe than sorry (alte Seefahrer-Weisheit) kennzeichne ich diesen Beitrag als Werbung in eigenen Sache)
Und hier geht es zu den aktuellen Blogartikeln :
- Leseprobe: Wer rote Rosen will, muss sie selber pflanzenLeseprobe aus „Wer rote Rosen will, muss sie selber pflanzen“ – Familienroman vom Niederrhein von Britta Langhoff aus der Reihe Geschichten vom Deich
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Yay! Ich fühle Anni mit Ka… ist ein bisschen „been tbere, done it“ und ich bin gespannt, ob sie und ihr Magnus sich noch kräftig zoffen.
Werde ich ja lesen!!!
LG
Marie
Liebe Marie,
wie schön, dass Du mit meiner Anni mit Ka fühlst. Ich wurde schon ungeduldig mit ihr – erst einen Tag da und schon moppern :))
LG Britta
Ich hab die leicht genervte Anni mit dem Kaffeepot in der Hand sofort bildlich vor Augen – sehr sympathisch!
Ziemlich fies ist das mit dem Anfüttern und dann zappeln lassen, hömma!!
Ich freu mich auf den Rest der Geschichte!!