Mehr süß als sauer – so war der Oktober

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Britta Langhoffs Monatsrückblick Oktober 2026

Wie gruselig! Wir haben Ende Oktober, mit anderen Worten: es ist schon wieder Halloween – gut, dass ich keine Kinder mehr im Haus hab. Kann ich dieses dämliche Fest bis auf Bonbons verteilen gepflegt ignorieren. Zum Glück war der Monat an sich eher süß als sauer, wenn auch in Teilen bittersüß. Willkommen zum Rückblick Oktober 2026.

Geplante und ungeplante Feiern im Oktober

Der Monat startete spätsommerlich. Leider konnten wir unseren Herbsttörn nicht verlängern, wir mussten wegen schöner und einem weniger schönen Termin nach Hause. Letzteren brachten wir mit Anstand und Würde über die Bühne, wobei die Betonung dabei auf „wir“ liegt. Über den Rest lege ich den Mantel des Schweigens.

Happy on weekdays

Gar nicht schweigsam waren dafür die anderen Termine. Eine geplante „Happy on weekdays“ Party – gastfreundlich und seelenwärmend wie immer bei der Freundin, die im Sommer dem Flusenbär ein „Dogtel de Luxe“ bot. Mit dieser Freundin beendete ich auch den Oktober-Terminreigen bei einem leuchtenden Herbstspaziergang und Einkehr ins herzliche Lieblingsrestaurant.

Immer dieses graue Ruhrgebiet….
Und natürlich wurde der Adoption Day unseres fusseligen Schatzes gebührend begangen. Seit 4 Jahren vergeht kein Tag, an dem der Flusenbär uns nicht ein Lächeln ins Gesicht zaubert.

Spontan ist toll und fördert ungeahnte Talente

Richtig „wild“ war unser spontanes Treffen mit den Freunden von der Felicita für eine Saisonende Feier der anderen Art. Von den anrührenden Seiten dieses Wochenende habe ich bereits ausführlich berichtet. Simones ganz besonderes Geschenk erfreut mein Herz und meine Seele seitdem jeden Tag.

between Roses and Stories – Simone und ich vor dem tollen Bild, welches Simone gemalt und mir geschenkt hat. So besonders.

Aber wir waren nicht nur anrührend und sentimental, wir hatten auch viel Spaß. Bei uns zuhause frönten wir dem Ruhrpott Guilty Pleasure: CPM. (Currywurst, Pommes, Mayo – nur echt mit der einzig wahren Bochumer Currysauce) Wir besichtigten die nahegelegene Schnapsbrennerei und die schöneren Seiten unserer Stadt. Und aus einem simplen „am besten essen wir schnell im Brauhaus etwas, dann können wir da auch noch in Ruhe was trinken nachher“ wurde ein Freisetzen ungeahnter Karaoke-Talente: »I said hey: what’s going on« – endend mit Dancing on the Streets.

Warum auch nicht? Richtig albern sein ist man viel zu selten, dabei ist das durchaus auch eine Form von Selbstfürsorge. Gerade in unserem Alter. Sind wir uns einig oder? Ich betone übrigens: Die Bootsfrauen, also Simone und ich waren komplett nüchtern. Auch wenn besagte Besichtigung der Schnapsbrennerei am nächsten Tag eine unmittelbare Folge dieses Abends war…. an uns 2 non blondes lag es nicht.

Letzter Akt der Bootssaison 2026

Über all diesen Terminen wurde es Mitte des Monats, bis wir wieder nach Heeg fuhren. Da aber schon für den letzten Akt der Bootssaison 2026: Unsere Aquamarijn um die Ecke bringen ins Winterlager. Vor dem Winterlager standen die jährlichen Arbeiten an, um das Boot winterfest zu machen. Da unser Boot in eine Halle kommt, hält sich das zum Glück in Grenzen. So konnten wir noch einen Tag Shopping in Sneek einbauen. Zum Glück erfolgreich – auch wenn ich ihn nicht begrüße, der Winter kann kommen. Ich hab was anzuziehen…..

Zum Abschied sogar noch rosa Zuckerwatte-Himmel – aber was so idyllisch aussieht, müsste in Wahrheit mit „schöner frieren in Heeg“ betitelt werden.

Nach einem sehr leckeren Saison-Abschiedsessen in Heeg mit Freunden aus dem Hafen brachten wir unser Boot dann ziemlich punktgenau zum Kran und ins Winterlager – die ersten heftigen Herbststürme standen bereits in den Startlöchern. Auch so war es in den letzten Tagen an Bord offen gestanden ziemlich kalt außerhalb gelegentlicher Sonnenstunden. Diese Tage waren eher was für Hartgesottene. Viel länger hätte ich jetzt nicht gebraucht.

in der Schlange vor dem großen Kran – und auch hier täuscht der blaue Himmel. Es war fies kalter böiger Wind, 4 Beaufort aufsteigend. Man sieht es auch an dem kabbeligen Wasser in diesem eigentlich sehr geschützt liegenden Seitenkanal. Kurz nach diesem Bild kam auch Regen hinzu – typisch NL halt. Alle Jahreszeiten in einer Stunde.
Auch am Winterlager angekommen: Manche Crew-Mitglieder haben ein besonderes Talent, im Weg rumzuliegen. Und deutlich Unmut zu zeigen über das Ende der Saison. Ist halt des Leichtmatrosen Lieblings-Ausguck. Muss man Verständnis haben.

Die Crew war zwar traurig, dass die schöne Zeit auf dem Wasser für dieses Jahr vorbei ist. Aber zumindest in meinen und des Captains wehmütigen Blick zurück mischt sich auch viel Dankbarkeit für eine in diesem Jahr wirklich schöne, ergiebige und erlebnisreiche Bootssaison. Ganz ohne Zwischenfälle, wenn man von der defekten Wasserpumpe mal absieht.

Ein letzter Blick aufs Heeger Meer
das traditionelle Saison-Abschluß-Selfie – in die Wehmut mischt sich Freude über eine wirklich tolle Saison. Plus Erleichterung, dass die Aquamarijn nun im sicheren Hafen aka Winterhalle ist.

Rückblog Oktober 2026

Man merkt: Ich war etwas mehr zuhause. Die Blogfrequenz war höher. Wenn man das 12von12 mitzählt, habe ich sogar an zwei Blogparaden teilgenommen. Der Beitrag „Ein Tag im Jahr“ hat mir viel Freude gemacht. Es war schön, den 27. September – unsere Fahrt von Stavoren nach Heeg – im Nachhinein zu rekapitulieren und zu verbloggen. Es war einfach ein schöner Tag, der einerseits für uns typisch und nicht unnormal war. Andererseits auch ein Tag, an den man sich später gerne erinnert.

Ein weiterer Artikel kam von Bord: Mein epischer Reisebericht über unseren spannenden Spätsommertörn. Hier geht es mit dem Boot durch die Provinz Overijssel.

Nach unserem Spontantreffen an Land schrieb ich einen sehr persönlichen Artikel über das ganz besondere Geschenk, welches Simone mir gemacht hat. Ach, ich könnte schon wieder… immer diese Zwiebelschnibbler.

Danach widmete ich mich meinem Kernthema entspannt älter werden. Mir begegnet derzeit immer wieder der Trendbegriff Pro-Aging und auch wenn ich kein Fan von Trendbegriffen bin, habe ich das aufgegriffen und näher beleuchtet. So leicht lass ich mir die Deutungshoheit nicht nehmen, denn – Achtung Spoiler: Im Grunde ist Pro-Aging genau das, worum es hier im Blog schon lange geht und was auch Ihr mir in unzähligen Kommentaren spiegelt: Pro-Aging statt Jugendwahn. Und wo ich schon mal in Fahrt war, gab es in einem separaten Artikel noch meine 11 besten Tipps für Well Aging direkt hinterher. Schließlich ist Selbstfürsorge gerade für uns kein Luxus, sondern eine Lebensnotwendigkeit.

Neues vom Deich im Oktober 2026

Jaaaaa – es gibt was Neues von meinen Geschichten vom Deich. Wir – d.h. ehrlich gesagt der Captain – haben es geschafft, mein Manuskript so umzuformatieren, dass mein Debütromans schlussendlich in Print on Demand hochgeladen werden konnte. Kurz vor Abfahrt nach Heeg bekamen wir den ersten Probedruck.

beste Lektüre – nicht nur an Bord !

Neben den Wintervorbereitungen und den „Shopping-Pflichten“ haben wir an Bord den Feinschliff der Print on Demand Version geschafft, der zweite Probedruck ist in der Mache. Wir hoffen, dass ein weiterer Feinschliff nicht mehr nötig ist. Dann kann ich nämlich den nächsten Monat direkt mit der frohen Botschaft beginnen, dass die Taschenbuch-Version von „Wer rote Rosen will, muss sie selber pflanzen“ verfügbar ist. Eure erprobten gedrückten Daumen sind willkommen.

Ta-daa! Der erste Probedruck meines Romans. Die Idee für das Foto hatte ich erst, nachdem wir mein Buch mit diversen Post-Its verziert hatten. Verständlicherweise wollten wir diese auch für ein Promo-Foto nicht entfernen.

Zuhause stellte dann ich fest, dass uns trotz unserer deep-dive Recherche zum Self-Publishing etwas durchgegangen ist: Auch als kleiner Self-Publisher und auch mit nur E-Book bisher muss man unaufgefordert ein Pflichtexemplar der deutschen Nationalbibliothek UND den jeweilig zuständigen Landesbibliotheken zur Verfügung stellen. Dieses Land reguliert sich zu Tode, sagte ich das schon? Und was das wieder für ein Affentheater war, bis man sich registrieren durfte – ja genau durfte! In diesem Land wird auch kontrolliert, wer sich welchen Regularien zu unterwerfen hat! Und bis das dann hochgeladen war….. es gibt wohl kein Format mehr, in das der Captain mein Buch noch nicht umformatiert hat. Demnächst der ganze Kladderadatsch nochmal für das Print on Demand. Wir freuen uns. Nicht.

War sonst noch was im Oktober?

Nicht wirklich. Ich könnte noch erzählen, dass wir diesmal die Hundeleine vergessen haben, als wir nach Heeg fuhren. Zum Glück haben wir an Bord ja mehr als genug Leinen. Und da der Flusenbär absolut null Jagdinstinkte hat, brauchen wir eigentlich auch nur eine „Placebo Leine.“ Zudem müssen die Hunde in NL eh nur an definierten Stellen angeleint werden. War also kein Drama. Aber die vor Abfahrt aus Gründen abgefragte Checklist der Dinge, die nicht vergessen werden sollten, geht nunmehr so: Koffer? Bootsschlüssel? Sonnenbrille? Parkausweis für den Hafen? Akku-Auflader? Hundeleine?

„ich bin doch ein Wachhund. Ich entferne mich nie weit von Euch. Die Leine ist nur Accessoire“

Von der „just married“ Front am Rhein hört man nur „Viel Arbeit, wenig Ehr, wenig Zeit“ – wir hoffen auf treffsicherere Zeiten im November. Auch vom Main hörten wir nicht viel, was daran lag, dass der Frankfurter sich zur Abwechslung mal wieder einen ganzen Monat in Japan verlustierte und diesmal ziemlich viel mit Affen und Bambis kuschelte. Und Hiroshima besichtigte. Was man halt so macht, wenn man ein Land schon gut kennt. Aber es wurde ein weiteres Datum festgelegt: Der 28. Dezember wird der Tag des Heulens und Zähneklapperns. Taschentücher-Bestand ist bereits aufgestockt. Näheres dazu demnächst in diesem Theater. Hier jetzt erstmal subjektiv wie stets

die Statistik des Monats Oktober:

  • Geschenk des Monats: Rote Rosen, die für immer blühen.
  • Gelernt des Monats: Die Niagara-Fälle sind nur eine Autostunde von Toronto entfernt (was man so alles nicht weiß)
  • Lied des Monats: What’s going on von 4 non blondes
  • Buch des Monats: „Eine Liebe ohne Sommer“ von Timothy Paul – ganz große Empfehlung! Wirklich. Falls Ihr noch was zur Überbrückung braucht, bis mein Taschenbuch lieferbar ist.
  • Doku des Monats: „Pamela – eine Liebesgeschichte“ bei Netflix. Früher war ich beileibe kein Fan von Pamela Anderson, aber heute finde ich, ist sie eine wahre Ikone für unsere Generation und well-aging.
  • Serie des Monats: Rückkehr ins Haus am Eaton Place bei Arte – kann man gucken, muss man aber nicht. War aber trotzdem das Beste, was wir diesen Monat geguckt haben.
  • Kompliment des Monats: »Immer, wenn ich die Füße hochlege, muss ich an Dich denken« – und das ist viel mehr Kompliment, als es sich anhört.
  • Aufforderung des Monats: Du solltest öfter duschen (meine Freundin Simone, weil mir die Idee zum spontanen Saisonabschluss an Land unter der Dusche kam)
  • Philosophie des Monats: Zeit auf dem Wasser zählt doppelt (©ebenfalls Simone – und sie hat sowas von Recht damit)
  • Ärgernis des Monats: Man hat uns ’ne Woche Sommerzeit geklaut! Das letzte Oktober-Wochenende ist für mein Empfinden erst dieses Wochenende! Ich prangere das echt hart an.
  • Unwort des Monats: Pflichtablieferungsverordnung

Liebeleins! Verordnet nichts, was ich nicht auch verordnen würde. Ich für meinen Teil verordne Euch heute ein feines Wochenende und einen schicken Start in den ungeliebten November.

Disclaimer: Ich sag ja, wir regulieren uns zu Tode. Also wie immer, wegen better safe than sorry: Dieser Artikel enthält Spurenelemente von Werbung. Erstens in eigener Sache wegen meines Romans, zweitens wegen Nennung und Verlinkung. Letzteres unbeauftragt und alles selbst bezahlt.

Hier geht es zu den aktuellen Artikeln:

Von Britta Langhoff

Britta Langhoff ist Expertin für Themen der Generation Ü50, Bloggerin und Autorin von Romanen über Heimat und Neuanfang. Sie schreibt zwischen Worten und Wellen von Bord in ihrer Schreibkajüte, Inspiration für Frauen ab 50 mutig älter werden und Freiheit genießen.

1 Kommentar

  1. Liebe Britta,

    Du darfst auch ruhig ein bisschen stolz sein, dass Du jetzt in allen wichtigen Bibliotheken vertreten bist, das bleibt für immer!
    Zum Adoptions-Jahrestag wird es jetzt aber mal Zeit für ein Fussel-Special hier im Blog, er könnte auch ruhig mal wieder selbst hier schreiben, wenn er ausgeschlafen hat!

    Liebe Grüße, Uli

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