Tach auch Liebeleins. Ich weiß nicht, wie es bei Euch war, aber bei uns hat der Januar sich alle Mühe gegeben, seinem schlechten Ruf entgegen zu wirken. Wir blicken zurück auf einen Monat mit vielen schönen Erlebnissen. Im Rückblick auf den Januar 2026 stelle ich fest: Dieser Monat konnte in einigen Bereichen schon mehr als das ganze Jahr 2025.
Bunte Lichter, Schnee und Sonne
Die social media Feeds waren überwiegend weiß im Januar 2026. Großartige Bilder gab es vor allem aus dem Norden – die Eisberge an der Elbe fand ich sehr beeindruckend. Für uns im Pott hatte Frau Holle nur puderzuckrige Reste. Ich war nicht wirklich böse drum. Dafür gab es öfter die Sonne zu sehen – wenn ich da an das niederdrückende Grau im letzten Jahr denke, waren wir zufrieden. Und an einigen Tagen gab es sogar ein buntes Spektakel des Nachts am Himmel – Polarlichter über dem Ruhrgebiet. Und wir waren nicht da. Denn:
Motto des Monats: Vom Ruhrpott aus kommste überall hin
Ihr erinnert Euch: Mein Bedauern des Jahres bestand 2025 daraus, dass wir den Punkt „irgendwohin fahren, wo wir noch nie waren“ nicht auf die Kette gekriegt haben. Der Januar begann zwar mit großem (Böller-)Knall, aber davon ab herrschte bei uns Ruhe. Ob vor oder nach Stürmen wissen wir noch nicht. Wir waren aber fest entschlossen, diese Ruhe zu nutzen. Mit dem Tagesausflug nach Arnsberg am 12 von 12 schafften wir es früh im Jahr, einen ersten Haken hinter den Punkt Neues zu setzen.
Alleine dieser Tag und dieser gar nicht mal so spektakuläre Perspektivwechsel hat uns gut getan. So gut, dass wir Rückenwind für eine weitere große Unternehmung spürten.

Wer im Januar kein Hausprojekt abarbeitet, der sucht sich ein Projekt außer Haus. Spontan buchten wir uns eine Traumunterkunft in Belgien, packten ein paar Plörren zusammen und fuhren dem Höhepunkt des Januars entgegen:
Dinant, Namur und mehr
Ganz knapp vor Monatsrückblick hab ich es noch geschafft. Er ist online: Mein begeisterter und epischer Reisebericht über unseren Urlaub in Wallonien rund um Dinant, Namur und mehr. Bereits jetzt kann ich sagen, dass dieser Bericht, die begleitenden Posts in social media und auch die Gespräche im privaten Umfeld viel Interesse und viele zusätzliche Fragen aufwarfen. Die Tage pack ich noch ein FAQ in den Reisebericht.


Etlichen war gerade Dinant bereits ein Begriff. Manchen durch den aufkommenden Hype in social media. Einigen, weil sie auf der Autobahnfahrt nach Frankreich bei Dinant über die Grenze fahren. Ich kann nur nochmal sagen: Dinant ist wunderschön, eine Traumkulisse wie aus dem Bilderbuch. Aber die Gefahr, dass es zu Tode ge-hyped wird, ist da. Mit diesen Orten ist es manchmal wie eine sich selbst erfüllende Prophezeiung. Wir werden nicht die Einzigen sein, die Urlaub abseits überlaufener Hotspots machen möchten. Wenn ich mir alleine Berichte über DEN Geheimtipp meiner Jugend ansehe, bin ich ehrlich froh, in den 80ern am Mont St.Michel gewesen zu sein. Nur so als ein Beispiel von vielen. Wer hin möchte, macht auf jeden Fall nichts falsch, wenn er Dinant eher heute als morgen besucht.

Der Polarlicht- Hype in social media im Januar
Kaum ist man mal weg, finden die Spektakel zuhause statt. Freunde schickten beeindruckende Himmel über Recklinghausen. Aber seien wir ehrlich: So ganz leger locker ist das mit den Polarlichtern nicht. Man geht nicht einfach vor die Tür, guckt hoch, sagt „Ah“ und „Oh“ , macht ein Foto und legt sich beglückt schlafen.
Wenn der Sonnensturm nicht gerade ein überirdisches Leuchten erzeugt, muss das menschliche Auge sich erst an die Dunkelheit gewöhnen, damit er die Lichter in Farbschattierungen sehen kann. Meist kann eine Kamera da auch mehr als das Auge. Die Freunde, die uns die Bilder schickten, sind denn auch Skandinavien-Erfahrene und wussten, wie man diese Lichter sieht – und fotografiert. Wir in den Ardennen wussten es auch, hatten es sehr dunkel und immerhin: et voila


Mein Blog im Januar 2025: Glitzer-Otti und happy Ruheständler
In Summe gab es keine Artikel-Flut. Wie es eben so ist, wenn das Leben, über das man schreibt, erstmal gelebt werden will. Neben den bereits erwähnten oben verlinkten Berichten gab es den Jahresausblick mit Glitzer-Otti, in den sich so einige genau wie ich schockverliebten. Ich danke für Eure Anregungen und Fragen, die ich erbat. Sind alle notiert! Weitere werden gerne genommen. Keine Scheu!
Dann gab es hier noch meine Liste unerwarteter, überraschender Vorteile des Ruhestands. Es gab viele zustimmende Kommentare. Auch zum erwähnten Thema Rentner-Bashing. Ich weiß noch nicht, ob ich es irgendwann separat aufgreife. Eine mir wichtige Anmerkung dazu aber vorab: Rente ist keine Gnade. Rente ist das, was wir da noch rauskriegen. Aus einer Kasse, die wir uns nicht ausgesucht haben, die mittendrin Bedingungen ändert und für alle Generationen – mit Betonung auf ALLE – eine schwierige Sache ist.
Exakt diese Bemerkung bringt mich noch zu einem älteren Blogbeitrag: Sparsam leben ohne Verzicht auf Lebensqualität. Das wollen wir doch alle nach wie vor. Da dieser Artikel aus dem letzten Jahr einer ist, der viele neue Leser auf meine Seite bringt, habe ich ihn nochmal rausgepickt, überarbeitet und ergänzt. Unter anderem auch mit Tipps von Euch.
War sonst noch was im Januar?
Nicht viel. Aber das gewesene reicht ja auch für einen erfreuten Rückblick. Die Jugend war busy im Jahresauftakt-Modus. Große Ereignisse bauen sich Stein für Stein auf. Bei uns gab es noch ein paar schöne Treffen mit den üblichen Runden inclusive winterlichem Grünkohl-Essen.
Ganz langsam tasten wir uns zurück in mein brachliegendes Schreibprojekt. Ich hoffe, im nächsten Monat wenigstens ein kleines Update geben zu können. Und – ich bin auf ein Kooperationsangebot eingegangen. Kommt auch im Februar. Wenn es nicht wortwörtlich vom Winde verweht wird. Was typisch für mich wäre. Auf eine Art folgerichtig. Ich kann aber sagen: Alleine bis hierhin zu kommen, war lehrreich. Und unterhaltsam auf eigene Art.
Medial war es ein eher mauer Monat – was angesichts soviel schönen Erlebens zu verschmerzen ist. Positiv hervorheben würde ich allenfalls mein alltime guilty pleasure: Love is blind, hier die zweite Staffel LiB Germany. Ausgerechnet im für übelstes Trash-TV berüchtigtem Deutschland brachte eine Produktion ganz unironisch das Kunststück fertig, eine würdevolle, angenehme und teils sogar berührend zu schauende Reality-TV-Serienstaffel abzuliefern. Und damit zu meiner wie immer subjektiven und voreingenommen
Statistik des Monats:
- Plan des Monats: An otter da day keeps the Grummel away (©Ingrid von Wandklex Art, die Schöpferin von Glitzer-Otti
- Erstaunen des Monats: Der niedrige Spritpreis in Belgien und die unerwartet günstigen Lebensmittelpreise in Frankreich
- Unverhofft kommt oft des Monats: Klamotten! In Frankreich! Ich! – komm ich gar nicht drüber weg.
- Kopfschütteln des Monats: Wenn man bei Instagram ein Bild der Maas in der Story postet und darunter lediglich „die Maas“ schreibt, bekommt man einen Hinweis, der Text verstoße gegen die ach so edlen Insta-Standards. Es hat was gedauert, bis ich dahinter gekommen bin. Und jetzt Ihr?!
- Bedauern des Monats: Nous avons, nous avec, nous a keinen Zweck! Mein nur noch in Spurenelementen vorhandenes Französisch
- Beobachtung des Monats: Nicht wenige preisen sich für Dinge, die für mich gerade mal die Erfüllung des absoluten Minimums sind.
- Buch des Monats: Janne Mommsen – Das Licht in den Wellen
- Lied des Monats: Bruce Springsteen – Streets of Minneapolis
Liebeleins, kommt gut durch den kürzesten Monat des Jahres. Allen einen schicken Februar gewünscht. Glaubt keinem Hype, dem ich nicht auch glauben würde.
- Unerwartet schön – so war unser JanuarUnser Januar – unerwartet schön. Viel besser als sein Ruf.
- Urlaub in WallonienUrlaub mit Hund in Wallonien, Belgien – ein Erfahrungsbericht und die Antwort auf die Frage: Ist Dinant wirklich eine Reise wert?
- Überraschende Vorteile im RuhestandDer Ruhestand steckt voller Überraschungen – und viele davon sind besser als gedacht. Lest hier 10 Vorteile, wenn man nicht mehr arbeitet
- 12 von12 Januar 2026 – die Reste vom Festein 12 Fotos durch den 12 ten Januar – heute mit Schnee- und anderen Resten
- Jahresausblick 2026 – Wünsche, Glitzer und mehrAusblick auf das neue Jahr: Fragen, Wünsche, Prognosen und viel Glitzer
Oh ja die Polarlichter – die Wunde hatte sich gerade etwas geschlossen…! Seit Jahren ist es ja des Drachentöters großer Traum Polarlichter zu sehen! Und wir haben absolut nichts davon mitbekommen, erst am nächsten Tag in allen Medien…! Dabei hatte der Drachentöter sogar frei und kann mit Spiegelreflex und Stativ auch super Langzeitbelichtung…! Soooo ärgerlich…!
Also ich hab ja mit Insta absolut null am Hut und bin deshalb total ratlos! Aber ich tippe einfach mal ins Blaue! Ist das Wort „Maas“ böse und hat was mit Hitler zu tun?
Ich hatte an dem Tag auch nicht in social media geguckt und hätte auch nichts mitgekriegt, wenn mir nicht eine Freundin Bilder aus RE geschickt hätte. Hier war wohl echt Polarlicht-Hochburg !
Ich bin übrigens nicht wirklich davon überzeugt, dass es echte Polarlichter waren. Meine Freundin hat an dem Abend noch ihren Polarlicht-Guide von einer Lappland Reise angeschrieben, dort strahlten sie nicht besonders hell. Es war ein Sonnensturm an dem Abend, das ja. Aber ob das was mit Nord-oder Polarlichtern zu tun hat, ist dahingestellt. Und viele der Bilder, die ich auf social media gesehen hab, weckten in mir Assoziationen zu Licht mitten auf dem Wasser in dunklen sternenklaren Nächten. Grämt Euch nicht. Es war glaub ich in echt unspektakulärer als hingestellt.
Rate mal weiter! Das Wort Maas hat damit nichts zu tun….. ich hab auch gebraucht. Der Captain wusste es tatsächlich sofort !
Na ja, ich hab wirklich großartige Bilder aus Dortmund von einer Bekannten aus dem Hühnerverein gesehen und hätte echt heulen können…!
Dann fällt mir bezüglich Insta nichts ein! Wie gesagt ich hab da ja wirklich gar keine Berührungspunkte zu…
Freue mich für euch, dass der Januar so viele schöne Momente für euch hatte und ihr den Ort in Belgien bereist habt, bevor die Massen ihn entdeckt haben.
Habt einen schönen Abend!