Einer der Vorteile des Ruhestands : Wenn einem danach ist, kann man spontan seine Siebensachen zusammen suchen und ab dafür. Letzte Woche war uns danach. Falls Ihr Euch gefragt habt, warum es hier im Blog nichts Neues gab: Wir waren nach Diktat verreist. Einfach so, weil wir es können und haben eine Woche Urlaub in Wallonien, in den belgischen Ardennen gemacht.
Dinant, Namur und mehr
Wir haben eine Woche Urlaub mit Hund in Wallonien gemacht – Lest hier unseren Erfahrungsbericht Inclusive der Antwort auf die vielgestellte Frage: Ist Dinant wirklich eine Reise wert?
Wie kamen wir auf die Idee, Urlaub in Wallonien zu machen?
Ehrlich gesagt: mehr oder minder zufällig. Ich wollte ganz unbedingt irgendwohin, wo ich noch nie war. Da wir aber nur eine gute Woche weg wollten und der Flusenbär natürlich mit muss, sollte unser Ziel mit dem Auto in drei, maximal vier Stunden vom Ruhrpott aus erreichbar sein. Man kommt vom Ruhrpott aus zwar gut überall hin, aber der Wunsch irgendwohin zu fahren, wo wir noch nie waren, schränkte die Wahl erheblich ein.
Da fiel mir etwas ein, woran ich ein Lesezeichen gemacht hatte: Ich lasse mir ab und an von Youtube Reise-Videos oder Webcam-Sammlungen vorschlagen. Vor einiger Zeit sah ich ein Video mit dem Titel „hidden gems of Europe“ ( sinngemäß, genau weiß ich es nicht mehr) Dort wurde Dinant vorgestellt, ein nahezu märchenhaft anmutender Ort in Belgien.
Wallonien – eine unterschätzte Urlaubsregion?
Ich informierte mich und stellte fest: Dinant scheint DER bald nicht mehr Geheimtipp 2026 zu sein. Ebenso anempfohlen Namur, die Provinzhauptstadt Walloniens. Navi sagte: gute drei Stunden. Gut machbar für eine Woche, neu für uns auch. Wallonien ist der französisch-sprachige Teil Belgiens und umfasst u.a. die kompletten Ardennen sowie das Tal der Maas. Mir unter kulinarischen Gesichtspunkten sehr willkommener Pluspunkt: die Gegend ist grenznah zu Frankreich.
Das kleine Bahnwärterhaus am alten Bahnhof
Wir suchten also nach Unterkünften in der Nähe von Dinant, fanden einiges und bei einem Angebot: schockverliebt. Kennt Ihr den Film Grüne Tomaten? Einer meiner absoluten Lieblingsfilme. Ein Großteil der Handlung spielt in einem alten zum Café umfunktionieren Bahnhof, dem Whistlestopcafé. Und dann finde ich so eine Unterkunft: ein altes Bahnwärterhaus an einem alten stillgelegtem Bahnhof. Das war doch ein Zeichen!

Urlaub im Whistlestopcafé
Träumchen oder Träumchen? Das kleine Haus am alten Bahnhof befindet sich in Bac du Prince, einem Ortsteil von Hastiere, Provinz Namur. Es ist ein AirBnB – unser erstes Mal übrigens auf dieser Plattform – und wird vom sehr netten Vermieter regelmäßig selbst bewohnt. Der Vermieter ist weit gereist, das komplett renovierte und heutigen Standards entsprechende Häuschen ist auch von innen eine Augenweide. So viele Sammlerstücke aus aller Welt, ein großer eingezäunter Garten, zig Terrassen, für jeden Sonnenstand eine.
Bildergalerie: das kleine Haus am alten Bahnhof
Keine Sorge: Das Schild „WC Messieurs“ ist nur im hinteren Teil des Gartens sichtbar. Wir mussten keine Angst haben, dass alle Naselang jemand mit 50 Cent in der Hand vor unserer Tür stand. Der Part direkt an den Gleisen ist ein öffentlicher Park mit kleinen Skulpturen und Bänken. Hinter dem Bahnhof beginnt ein kleiner Wald, samt Hundeschule. Herr Dr. Fussel ist hoheitsvoll daran vorbeigewandert und ist seinem Ruf als Musterschüler gerecht geworden.
Auch der alte Bahnhof an sich ist umgebaut und bewohnt, dort ist allerdings keine Ferienwohnung. Von außen sieht es etwas nach shabby chic aus, das bißchen, was wir von außen erahnen konnten, erzählt aber eine ganz andere Geschichte.
Bac du Prince, Hastiere und Umgebung
Die Gemeinde Hastiere besteht aus einem kleinen Zentrum und zig Ortsteilen, die sich über fast 10 km im Tal der Maas aneinander reihen. Wir waren im Ortsteil Bac du Prince, der direkt an der französischen Grenze liegt. Ein Spazierweg führt direkt an der Maas entlang, vorbei an Schleusen und immer mit Ausblick auf wunderschöne Häuser und Villen. Nahebei ist das Schloss Sorbiere mit einem schönen Park.
Givet – der französische Nachbarort
Einmal über die Brücke und schon ist man in Frankreich, im kleinen Ort Givet. Über Givet war im Vorfeld wenig in Erfahrung zu bringen – zu Unrecht! Givet ist überraschend schön – wenn noch ein Ort das Prädikat verborgene Perle Europas verdient, dann Givet! Natürlich nur echt mit Zitadelle – anscheinend das It-Piece des Val du Meuse.
Einkaufen in Givet
Unser Vermieter empfahl es direkt: Lebensmittel besser in Frankreich einkaufen. Wegen der leckeren französischen Spezialitäten war das eh mein Plan. Dass Lebensmittel in Frankreich aber zudem auch billiger sind als in Benelux – das wusste ich nicht. Sehr angenehme Überraschung für uns leidgeprüfte Teilzeit-Niederländer. Im Vergleich zu Deutschland liegt das Preisniveau in Frankreich etwa 5 % darunter.
Wir ließen in der Woche alle Discounter links liegen, kauften nur im Hypermarché oder im Deli ein und gaben weniger aus als daheim. Und ich hab mich wirklich gnadenlos durch alle Leckrigkeiten gekauft. Ihr wisst schon: Essen ist der Sex des Alters. Alleine der Käse, die Patés, der Wein, die Patisserie…. Ich hör schon auf, ich will Euch ja nicht den Mund wässrig machen. Natürlich haben wir uns auch für zuhause üppigst eingedeckt.
Und damit das Ganze noch freudiger überraschend wurde: Auch im vergleichsweise kleinen Givet ist das Angebot an Mode französisch elegant und gut. Und – sogar in meiner Größe. Ich! Klamotten! In Frankreich! Wer hätte das gedacht? Ich nicht. Wenn ich den Schock verdaut habe, dass ich als dauer-shopping-gefrustete Größe 42/44 tragende Frau so viele tolle neue Klamotten gekauft habe, zeig ich Euch meine Beute noch in einem extra Beitrag. Und ja – der Captain ist auch fündig geworden. Reichlichst sogar.
Geheimtipp Dinant – Europas versteckte Perle
Ja – Dinant! Was soll ich sagen? Schön, schöner, wunderschön. Vom Whistlestopcafé in Bac au Prince war Dinant knapp 20 km entfernt.



Und dann waren wir mitten drin in der Traumkulisse von Dinant. Die in den Felsen gebaute Kirche Collégiale Notre-Dame du Dinant und die direkt darüber auf diesem Felsen über Dinant und das Tal der Maas wachende Zitadelle ist ein Anblick, von dem man sich kaum losreißen kann.

Dinant beherbergt zudem das Geburtshaus von Adolphe Sax, dem Erfinder des Saxophons und zollt dem berühmten Sohn der Stadt überall farbenprächtigen Tribut. Die bunten Saxophone sind jeweils einem Land oder einem Ereignis gewidmet, anhand der Instrumente kann man sich prima durch die Stadt hangeln.

Dinant – der nächste Instagram-Hotspot?
Immer öfter sehe ich bei Insta oder Youtube Posts zu Dinant. Geheimtipp abseits ausgetretener Pfade, versteckte Perle, die besten Reiseziele 2026. Lonely planet empfahl schon im letzten Jahr Dinant als den wahren Schatz Belgiens anstelle von Brügge und Brüssel.
Ich halte es für gut möglich, dass Dinant sowas wie Giethoorn 2.0. oder das österreichische Hallstatt wird. Ein Foto-Hotspot, angefahren von Influencern mit Selfie Stick, überlaufen und zu Tode gehyped. Unbesuchbar für den normalen Urlauber, stressig für den Einheimischen. Dieses Szenario kann ich vor meinem geistigen Auge sehen. Ich hatte gerade das erste Foto von Dinant in der Insta-Story und im Whatsapp-Status – schon klickten die Reaktionen:
Ist Dinant eine Reise wert?
Ist Dinant wirklich so toll? Lohnt sich Dinant? Meine Meinung zu Dinant: Ja, es ist toll. Ohne Frage. Dinant bietet jede Menge großartiger Fotomotive. Instagrammable sozusagen.

Wenn man mit Hund unterwegs ist, kommt man auf Spaziergängen ja auch regelmäßig mit anderen Gassigängern ins Gespräch. Dass Dinant im letzten Sommer schon außergewöhnlich gut besucht war, hörten wir bei diesen Gelegenheiten. Deswegen mein Tipp: Wer Dinant sehen will, besser früher als später.
Abseits der Croissette (die Promenade an der Maas, welcher meiner Empfindung nach eher an Deauville als an Cannes erinnert, aber sei es drum) ist Dinant (noch?) ein wenig abgerockt und könnte eine Aufhübschung vertragen. Nun lasse ich Euch selber gucken:
Bildergalerie Dinant
Die Zitadelle kann man besichtigen. Theoretisch führt sogar eine Seilbahn hinauf, praktisch war diese in unserer Woche außer Betrieb. Theoretisch hätten wir 408 Stufen erklimmen können, praktisch – äh Ihr ahnt es. Es gibt wohl auch einen Weg außen herum, der war aber von einer Großbaustelle gesperrt.
Dinant an sich ist nicht besonders groß – in zwei Stunden ist man gemütlich schlendernd durch. Im Nachhinein fanden wir es richtig gut, aufgrund der Whistlestop Verlockung außerhalb Dinants gelandet zu sein. Unsere ganz persönliche versteckte Perle in Bac au Prince war ein prima Ausgangspunkt für eine ganze Woche. Bis Dinant waren es keine 20 Kilometer, so dass wir dieser schönen Stadt auch mehrmals unsere Aufwartung gemacht haben.
Toujours Namur?
Namur hingegen erfüllte die geschürten Erwartungen nicht. Womit ich nicht sagen will, dass Namur keine sehenswerte Stadt ist. Wenn man in der Gegend ist, ist Namur ein – ich sag mal – okayes Ausflugsziel.

Die Zitadelle in Namur soll sehr sehenswert sein. Wir haben sie nicht besichtigt, obwohl die Seilbahn lief. Aber unser Fussel hätte nicht mit rein gedurft. So beschränkten wir uns auf die recht schöne Innenstadt von Namur und vielfältige Shopping-Möglichkeiten. Derzeit sind allerdings übermäßig viele Baustellen und der Autoverkehr wird auch durch verkehrsberuhigte Zonen umgeleitet. Gemütlich schlendern war eher nicht. Als Hauptziel würde ich Namur definitiv nicht empfehlen.
Urlaub in Wallonien – Unterkünfte und mehr Wissenswertes
Hotels gibt es nicht allzu viele, einige wenige haben wir gesehen. Teils auch sehr edel in zum Hotel umgebauten Schlössern.

Es gibt aber etliche Bungalowparks und jede Menge Ferienwohnungen oder Häuser. Yachthäfen haben wir auch gesehen – soll ja Leute geben, die mit eigenem Boot verreisen. Wohnmobilplätze sind uns überhaupt nicht ins Auge gefallen – was mich wunderte. Gesucht haben wir danach aber nicht.
Wie war es in Belgien und Frankreich mit Hund unterwegs zu sein?
In beiden Ländern war es überhaupt kein Problem, mit Hund unterwegs zu sein. Überall war man sehr hundefreundlich. Abgesehen von Bäcker und Supermarkt durfte der Flusenbär überall mit rein. Unsere Unterkunft war wie etliche andere von vornherein als hundefreundlich beworben, es gab auch einen schicken Napf und Leckerchen lagen bereit.

Mit der Leinenpflicht ist es ähnlich wie in den Niederlanden: nur, wenn es extra ausgeschildert ist, besteht Leinenpflicht. Auf den Spazierwegen haben wir uns an den anderen Gassigängern orientiert. Kam uns ein angeleinter Hund entgegen, wurde der Flusi auch angeleint, liefen andere Hunde frei, durfte unser auch.
Sprache und Verständigung in Wallonien
Die Menschen waren überall sehr freundlich und entgegenkommend. Französisch ist in Wallonien die Amtssprache, es war aber überall okay, wenn wir mit Bonjour grüßten, unsere nur noch in Spurenelementen vorhandenen Sprachkenntnisse anbrachten und dann mit Hand und Fuß weitermachten. In Belgien hatten wir meist Glück und kamen auch mit niederländisch weiter, welches dem flämischen – der zweiten Landessprache – sehr ähnlich ist. Englisch konnten nur wenige, Deutsch niemand.
Wie ist das Preisniveau in Belgien?
Lebensmittel haben wir durchgehend im Schlemmerland Frankreich gekauft. Andere Konsumgüter wie Kleidung oder Deko waren auf deutschem Preisniveau. Zur Gastronomie kann ich leider nicht viel sagen. Wir waren in der absoluten Nebensaison dort, viele Restaurants machten Betriebsferien. Wir waren nur einmal Kaffee trinken und zweimal auswärts essen. Dafür aber sehr lecker! Auch das entsprach den deutschen Preisen. Aber jetzt der Klopper! Wir wussten, dass wir wohl in Belgien würden tanken müssen, wenigstens ein bißchen. Lässt sich nicht ändern – dachten wir und gingen vom Preisniveau im Nachbarland NL aus. Weit gefehlt! Guckt Euch das mal an:

Unser Fazit – ist Urlaub in Wallonien empfehlenswert?
Ich würde jedem zuraten, der über eine Reise nach Wallonien nachdenkt. Wallonien ist definitiv eine spannende Region mit viel Geschichtsbezug vor allem in den Ardennen. Es gibt viele Baudenkmäler, unfassbar viele kleine Schlösser, Burgen, Abteien und Festungen. Wandern, Spazierengehen oder Radfahren kann man dort wunderbar in schöner Landschaft. Die Ortschaften sind teils idyllisch, teils etwas runtergekommen, teils atemberaubend oder auch alles zusammen wie Dinant.
Wer gerne wandert, findet mit den Ardennen sicher ein Gebiet, welches sich auch für einen längeren Urlaub eignet. Wer keine allzu weite Anreise hat und ein lohnendes Ziel für einen Kurzurlaub sucht, ist mit Wallonien gut bedient. Für alle aus dem Großraum Köln/ Bonn/ Aachen ist die Region sicher auch ein gute Idee für nur ein Wochenende. Immer vorausgesetzt, Dinant als Highlight wurde noch nicht vom grassierenden Wahnsinn der Instagram-Hotspots gefressen.

Für uns war Wallonien genau das, was wir wollten. Wir waren in einer Ecke der Welt, in der wir noch nie waren. Wir waren viel unterwegs, haben viel Neues gesehen, waren zwischenzeitlich geradezu geflasht vor allem von Dinant und natürlich von unserem Bahnwärter-Häuschen.
A bientot Dinant, petite maison et Bac du Prince!

Was sonst noch los war im Januar? Lies hier den Rückblick auf einen auch in Gänze unerwartet schönen Monat !
So schön, wie es in Wallonien auch war: Um all die Eindrücke zu verarbeiten, brauchten wir noch ein bißchen Meerzeit und fuhren für eine Auszeit nach Juist im Februar.
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Ihr habt alles richtig gemacht…und so spontan mein Liebe. Das Ihr dann auch noch in einem so schönem Bahnwärterhäuschen unter gekommen seid. Hervorragend!
Die Gegend rundum finde ich sehr schön. Wettermäßig hattet ihr auch Glück. Auf jeden Fall eine Reise wert. Vielleicht sogar mit dem Boot. Wobei ich glaube, dass die Maas nicht überall befahrbar ist. Das fängt ja schon bei uns in Roermond an. Nach der Schleuse geht’s Richtung Belgien, aber irgendwann stößt man auf „Sackgasse“. Da hilft nur Kanalfahrt wenn man nach Maastricht oder weiter möchte.
Habe mich sehr für Euch gefreut, dass Ihr es so gut angetroffen habt.
Merci beaucoup für’s mitnehmen. 👌😘🫂
De rien, ma chère!
Danke Dir für’s Lesen und kommentierende Begleiten der Woche.
Jutta hatte auch schon gefragt, ob das nicht was für’s Boot sei. Ich glaube auch, dass das nicht so ganz einfach ist. Zumindest von uns aus. Kanalfahrt wär ja nicht schlimm. Die Maas an sich ist ja stark von Berufsschiffern geprägt, brauch man auch nicht tagelang. Auf jeden Fall müsste man dauernd schleusen. Alleine zwischen Hastiere und Dinant sind zig Schleusen, fünf glaube ich.
Was ich aber an vielen Plätzen an der Maas gesehen habe, waren aber Stellen zum slippen. Wir bräuchten da also eher eine Felicita als eine Aquamarijn 😉
Echt…es gibt tatsächlich ausser mir noch jemanden der „Grüne Tomaten“ so sehr mag ?
Die unvergessliche Ramboszene auf dem Parkplatz….unvergesslich! 🙂 🙂
Dankeschön für den tollen Reisebericht…macht Lust dort mal hin zu fahren.
Könnte man dort ordentliche Radtouren machen?
Ihr Blog gefällt mir gut , authentisch, ehrlich, abweckslungsreich…ich freue mich auf Weiteres.
Herzlichst
Ilona
Liebe Ilona,
vielen Dank. Freue mich sehr, dass außer mir noch jemand bei „Grüne Tomaten“ leuchtende Augen kriegt. Ich schaue den Film immer mal wieder – wahrscheinlich, damit die Augen mal richtig durchgespült werden …..
Zu Ihrer Frage: Ja, Radtouren gehen da bestimmt sehr gut. Mir sind bei unseren Ausflügen immer wieder Beschilderungen zu Radwegen aufgefallen. Es gibt einen fast durchgehenden Radweg direkt an den Maas entlang, wir sind dort teils lang spaziert. Dann gibt es einen sogenannten Pilger-Radweg von Abtei zu Abtei und wohl auch etliche angelegte Wege durch die Wälder der Ardennen. Wie ich gelesen habe, führt die Wallonie gerade ein Fahrrad-Knotenpunkt-System analog dem in den Niederlanden und beschildert gerade sukzessive. Ich fahre auch gerne Rad und finde diesen Knotenpunktsystem unschlagbar gut. Auch Fahrradverleihe gibt es öfter. Also von daher – ich wäre gespannt auf Erfahrungsberichte dazu. Für uns war es leider zu kalt, sonst hätte ich mir vielleicht auch einen Tag ein Rad geliehen.
Freue mich, wenn Sie öfter im Blog reinschauen.
Liebe Grüße , Towanda sozusagen
Britta ( ebenfalls älter und besser versichert 😉 )
Wunderbar!! So ein toller Urlaub und das Wetter hätte ja wirklich nicht besser sein können! Da kann bis zur Bootsaison doch richtig schön von zehren…! Aber ich lach mich schlapp, ihr habt es in den Ardennen tatsächlich geschafft euch von sämtlichen Bergen absolut fern zu halten (muss man auch erst mal schaffen)! 😉
Und eure Unterkunft war ja auch der Knaller!
Ich glaub ich muss die Ardennen auch mal wieder aus meinem Hinterkopf hervorholen und daran weiterplanen…!
Jaha ! Gekonnt ist gekonnt. Hab ich Dir gesagt. Ich war ausgiebig informiert über die Täler und Orte :))
Aber davon ab: Der Sonnenstand war noch zu niedrig, in den Bergen war es durchgehend schattig. Und selbst wenn ich DER Bergefan und Wanderer wäre, hätte ich die sonnigen Täler nicht verlassen bei diesem Traumwetter.
Und – Spaziergänge in den Bergen war jetzt weniger, es wurde explizit gesagt, dass man Wanderausrüstung braucht, erst recht bei nassen glitschigen Verhältnissen. Also für Euch optimal.
Ja, plan mal. Die „richtigen“ Ardennen sind allerdings von unserer Gegend etwas weg, eher so bei Liege, also Grenzgebiet Eifel. Aber da wolltest Du ja eh hin. Bei unserem Gebiet sind nur so die Ausläufer der Ardennen noch.
So ein toller Urlaub. Und der Wettergott war auch gnädig. Ich bin gespannt, ob es in den nächsten Jahren voller wird in der Gegend. Würde mich nicht wundern.
Liebe Grüße
Sabine
Das würde mich auch nicht wundern. Ich werde nicht die Einzige sein, die sich für noch nicht so überlaufene Gegenden interessiert. Und diese Gegend ist wirklich sehr schön. Für viele auch besser erreichbar als z.b. das Elsass, wo ich auch drüber nachgedacht habe.
Liebe Grüße
Britta
Ja ich glaub da wären wir auch in der Sonne geblieben, muss man ja nutzen…! Und bei glitschig müssen wir auch noch vorsichtig sein, des Drachentöters Knöchel ist zwar wieder in Ordnung aber das hat wirklich viele Monate gedauert und das wollen wir noch nicht aufs Spiel setzen…!
Ich wäre echt gern öfter Richtung Eifel unterwegs denn ich mag die Eifel sehr aber da muss man ja immer am Kölner Raum vorbei und das kostet so viele Nerven dass wir uns das echt nur für mehrere Tage antun…
Das verstehe ich nur zu gut. Wir hatten auf der Rückfahrt von Belgien auch den Routenvorschlag über Köln/ Bonner Raum , weil auf unserer Strecke durch einen Unfall eine Sperrung war. Angeblich hätten wir über Köln 10 minuten gespart. Da haben wir sofort gesagt, das ist es uns nicht wert. Lieber in Ruhe durch die NL nach Hause zurück gondeln.
Fernwehalarm! Da packt einen schon das Reisefieber. Beim Spicken auf G**Maps habe ich dann (mal wieder) festgestellt, dass ich gar nicht so weit fahren muss, um mir unbekannte Orte zu entdecken. Wobei die Bilder schon Lust auf mehr machen und eure Unterkunft ist ja auch zauberhaft. Schade, dass man immer gleich fürchten muss, dass die Orte überrannt werden.
Liebe Grüße!
Wir wären – theoretisch – auch recht schnell im Sauerland und im ostwestfälischen Raum, da gäbe es für uns auch noch viel zu entdecken. Aber wenn ich ganz ehrlich bin, reizt das mich auch nicht so sehr.
Ich bin gespannt, welche Orte bei Dir in der Nähe Euch so unterkommen.
Liebe Grüße zurück
Liebe Britta,
ich sagen Danke für den Geheimtipp. Die Gegend würde mir auch sehr gut gefallen!
Liebe Grüße!
Liebe Jenny,
das kann ich mir bei Dir auch gut vorstellen. Du bist ja auch sehr empfänglich für Natur und Wald, das käme Dir bestimmt gut entgegen.
LG Britta
Liebe Britta, wie schön, dass euch eure Auszeit (ohne Boot!) so gut gefallen hat.
Ich kenne diesen Landstrich nur vom Durchfahren (hin zu oder zurück von da, wo ich sowieso immer sein will und immer unter dem Aspekt „Paris vermeiden!“) und er liegt für uns zum
Halten oder Übernachten taktisch ungünstig. Außerdem habe ich das Gefühl, dass in den Ardennen immer! Nebel vorherrscht und dann immer! ich gerade hinterm Lenkrad sitze…
Aber – nach deinem Reisebericht werde ich Dinant im Hinterkopf behalten für dermaleinst, wenn wir uns mit An- oder Abreise mehr Zeit lassen können. (Und wollen!)
Dir wünsche ich noch viele gelungene Spontantrips und grüße aus dem grauen Bremen
Marie
Liebe Marie,
auf unseren Fahrt zum Hafen machen wir das manchmal auch, dass wir uns unterwegs einen kleinen Ort suchen, den wir dann erkunden. Aber wir haben ja auch nicht so eine weite Anreise.
Wenn Ihr dermaleinst mehr Zeit habt, ist das bestimmt schön, wenn Ihr An- oder Abreise verbinden könnt. Dinant gefällt Dir bestimmt auch.
Liebe Grüße aus dem ebenfalls grauen Pott
Britta
Ok, notiert. Belgien hatten wir bislang überhaupt nicht so richtig auf dem Schirm. Obwohl ein Freund von uns Belgier ist. Aber der macht da auch kaum Urlaub, außer er besucht seine Eltern oder auf der Durchreise nach Frankreich. Ich „kenne“ die Ardennen nur von einer Motorradtour, die ich mit Kollegen vor ein paar Jahren mal gemacht habe. Gut, dass du mal drüber geschrieben hast 😊😊😊
Ich kenne so einiges aus der flämischen Hälfte Belgiens. Auf dem Weg nach Zeeland waren wir schon mal in Gent und Antwerpen. Und Brüssel/ Brügge habe ich früher auch schon gemacht, zweimal sogar. Gefiel mir auch immer ganz gut.
Schön, wenn Du es Dir auf Deine Liste nimmt.
Das list sich sehr einladend und auch die Fotos dazu gefallen mir. Ist bestimmt eine Reise wert. Wenn wir nicht nur Holland als Ziel hätten in diesem Jahr, würde ich dort sofort hinfahren. Aber day ist ja schon von der Strecken eine Herausforderung. Wir rechnen mit ca. zwei Monaten unterwegs zu sein und noch länger ist mir glaube ich zuviel für den Anfang. Aber i h werde es im Sugf behalten, vielleicht auf einem anderen Weg dahin zu kommen. Ihr habt alles richtig gemacht, das Wetter passte ja auch.
Ja, das ist sicher von der Strecke eh schon anspruchsvoll, vor allem was die Dauer angeht. Das fährt sich nicht mal eben so runter, was Ihr vorhabt. Bin gespannt. Freudig gespannt 😉
ich glaube, die Maas wäre jetzt für mich mit dem Boot nicht so reizvoll. Simone ist da auch eher skeptisch. Zumal ich nicht glaube, dass es mit dem Boot so abwechslungsreich ist. Die Gegend bietet sich m.E. eher dafür an, auf einem anderen Weg dahin zu kommen. Ich glaub, ich würde eher mal für einen Tag ein Boot leihen und dann ein bißchen Erkundung vom Wasser aus als den riesen Angang mit dem Boot dahin zu jückeln.
Vielen Dank für den Tipp. Dann doch lieber ohne Boot die Gegend erkunden.
Ja, ich glaub, mit Boot bis dahin tut man sich keinen ganz so großen Gefallen. Es sei denn, man will noch wesentlich weiter und plant direkt mehrere Monate ein.
Moin du Liebe😘
Toller Bericht und sehr schöne Fotos hast du uns da mitgebracht und geschenkt. Dankeschön 🫶🏻
Habt noch ein schönen Sonntag.
LG Gina
Klingt wunderschön. Leider kommt eine Reise dahin für uns nicht in Frage. Danke für den Hinweis „Englisch konnten nur wenige, Deutsch niemand“. Zwei Lateiner auf Reisen kommen dann nicht weit, wenn fließendes Englisch nicht hilft. Schade! Ich hätte gedacht, dass das 2026 kein Thema mehr in französischsprachigen Ländern Europas wäre. Dann geht es nächstes Mal wieder an die Ostsee – ist auch schön.
Das ist oft die „Nebenwirkung“ , wenn man touristisch noch nicht so erschlossene Gegenden erkundet. Bei uns in NL-Friesland ist es teils auch noch so. Da kann man sogar froh sein, wenn man mit niederländisch um die Ecke kommt. Viele sprechen da friesisch, was ich zum größten Teil nicht mal verstehen kann…
Und ich glaube – das ändert sich in französischsprachigen Ländern irgendwie nie. Die sind da eisern….
Ein schöner Bericht und es scheint wirklich schön zu sein in Dinant! Wir sind zur Zeit auch viel im Ausland unterwegs. In Spanien sagen sie oft auf unsere Frage: „do you speak english“ sofort „no“! Wenn man dann aber höflich auf Englisch seine Frage anbringt, geht es doch irgendwie 😉 In Frankreich das gleiche… Irgendwie macht es die Völker aber auch ein Stück sympathisch, dass sie sich nicht so „verenglischen“ lassen. LG von der Segelyacht Swantje
Liebe Angela,
oh Grüße von einer Segelyacht – wie schön. Bootsleute finden sich immer und überall – das scheint so ein Gesetz zu sein.
Ja, Dinant ist wirklich schön, hat einen sehr besonderen Reiz.
ich finde es auch ganz gut, wenn nicht alles touristisch und „verenglischt“ ist – ich stelle mir dann immer vor, wie es wäre, wenn Touristen durch unsere Stadt gehen. Da sind garantiert auch viele in Geschäften und Läden, die nicht besonders viel Englisch sprechen und das ist auch ok. Im Zweifel gibt es ja heutzutage auch Übersetzer-Apps. Ich bin da auch vorher nicht von ausgegangen – wenn ich Gegenden sehen will, die nicht so touristisch erschlossen sind, dann ist das so und es gefällt mir auch.
Liebe Grüße
Britta
Liebe Britta,
danke für deinen Bericht über Wallonien!
Ich gebe zu, ich wer erst einmal in Belgien, aber immerhin weiß ich nun, dass es sich lohnen kann, noch genauer über die Grenze zu luschern … spätestens, wenn auch ich viiiieeel mehr freie Zeit zum (Spontan-)Reisen haben werde.
Viele Grüße
Gabi
Sehr gerne, liebe Gabi.
Ich hatte Belgien irgendwie auch gar nicht mehr auf dem Schirm. Brüssel, Brügge, Gent habe ich vor etlichen Jahren sogar mehrere Male besucht, fand es auch immer schön. Mit der anderen Hälfte – also Wallonien – hab ich mich gar nicht so beschäftigt. Ist auf jeden Fall eine gute Idee zum Spontan-Reisen, weil es ja auch nicht so weit weg ist.
Liebe Grüße